Stadtsportbund: Bäder bereiten die größten Probleme

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Stadtsportbund-Vorsitzender Fritz Corzilius (links) und Stellvertreter Kai Hegemann sind mit der Umsetzung des Sportentwicklungsplans zufrieden.

HAMM - Mehr als ein Jahr ist es nun her, dass die Stadt Hamm den Sportentwicklungsplan, der von einem Stuttgarter Institut erarbeitet wurde, vorgestellt hat. In einem Gespräch mit Peter Schwennecker ziehen Stadtsportbund-Vorsitzender Fritz Corzilius und sein Stellvertreter Kai Hegemann eine erste Bilanz.

Die fällt überwiegend positiv aus. Dennoch gibt es in der Sportlandschaft weiter viele Baustellen. Hier ein Auszug aus dem Interview:

Was hat sich seit der Präsentation des Sportentwicklungsplanes in Hamm bewegt?

Corzilius: Es haben sich eine ganze Reihe von Dingen bewegt. Manche Dinge dauern aber einfach auch länger. Darüber waren wir uns bewusst. Da ist vor allem die Problematik mit unseren Schwimmhallen zu nennen. Das müssen wir jetzt aber etwas zügiger angehen, weil die Ausfälle bei unseren Lehrschwimmbecken eklatant werden. Im Laufe der nächsten fünf, sechs Jahre muss da etwas passieren.

Hegemann:  Wir haben einige Dinge sofort konkret angefasst. Es war ja die klare Ansage, dass wir zu wenig Gymnastikräume in Hamm haben. Und das ist sofort im ersten Bauprojekt am Galileigymnasium beim Umbau der Aula berücksichtigt worden. Und die Stadt hat ein deutliches Zeichen gegeben, dass sie demnächst bei solchen Baumaßnahmen den Sport sofort mit ins Boot nehmen wird. Wenn sich eine multifunktionale Nutzung ergibt, haben wir die Möglichkeit, unsere Wünsche zu äußern. So haben wir uns auch bei der neuen Sporthalle an der Friedensschule ganz massiv eingesetzt und dafür gesorgt, dass wir den Einzelkomplex jetzt doch näher an die Friedensschule bekommen. Im Bereich zwischen alter und neuer Halle wird es einen Multifunktionsraum geben. So erhalten wir einen Komplex, der auch gut für Großveranstaltungen geeignet ist. Das wird Hamm weiter nach vorn bringen.

Viele Verein mussten ja umdenken. Wie haben sie reagiert und wie gut war die Zusammenarbeit mit den Klubs?

Corzilius: Die Entwicklung ist großartig. Vor allem deshalb, weil viele Vereine jetzt auch hingehen, ihre Angebotsstruktur so zu ändern, dass wir etwas damit anfangen können. Ein gutes Beispiel ist der TuS Germania Lohauserholz, der sich jetzt auch im Breitensport bewegt. Es ist doch ein großes Problem für den Fußball, dass die Seniorenmannschaften weg sind, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Fußball spielen können, aber gerne sportlich etwas anderes machen würden. Wenn der Verein selber nichts anbietet, ist er die Mitglieder los. Die Vereine denken über ihre eigene Situation zunehmend nach. Das ist in Hamm eine Entwicklung, die wir schon seit vier, fünf Jahren haben. Durch Verschmelzungen und Zusammenschlüsse kommen wir zu Einheiten, die mehr bieten und deshalb überlebensfähig sind. Da sind wir derzeit sogar Vorreiter in Nordrhein-Westfalen.

Das komplette Interview mit acht weiteren spannenden Fragen und ausführlichen Antworten lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe des Westfälischen Anzeigers.

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