Stadtsportbund: Kocker folgt auf Corzilius

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Sie bilden das neue Präsidium des Stadtsportbundes Hamm (von links): Fritz Corzilius jun., Susanne Zerbo-Jonigk, Fritz Corzilius, Dennis Kocker, Michael Schröder, Tina Wilke, Hans Frieling und Kai Hegemann.

Hamm - „Ich habe zwar Schuhgröße 45, doch es ist sehr schwer, in diese Fußstapfen zu treten.“ Das waren die ersten Worte von Dennis Kocker, der am Dienstagabend während der Jahreshauptversammlung des Stadtsportbundes Hamm im Bürgersaal der Sachsenhalle in Heessen zum Nachfolger von Fritz Corzilius gewählt wurde. Corzilius war insgesamt 55 Jahre im SSB tätig, davon die letzten 41 als Vorsitzender.

Der Stadtsportbund nutzte die Gelegenheit, auf Grund der immer größer werdenden Anforderungen die Strukturen zu ändern. Dem SSV steht nach einer Satzungsänderung, die nach langen Diskussionen und einigen kleinen, von den Vereinsdelegierten angeregten Verbesserungen schließlich einstimmig verabschiedet wurde, ein ehrenamtliches Präsidium vor. Kocker, der 36-jährige SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Hamm, war seit 2011 schon als Geschäftsführer im SSB tätig.

Er versprach in seiner Antrittsrede, sich in Zukunft vor allem für die kleinen Vereine einzusetzen. „Wir brauchen zwar die großen Klubs in Hamm, doch ich halte auch die kleinen Vereine in den Stadtbezirken für den Sport vor Ort für sehr wichtig“, so der Rechtsanwalt. Der neue Präsident würdigte die Arbeit seines Vorgängers und lud alle Vereinsvertreter zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am 20. April auf Schloss Oberwerries ein. „Wir wollen den großen Verdiensten von Fritz Corzilius auch gerecht werden und ihn in einer eigens dafür einberufenen Sitzung zum Ehrenpräsidenten ernennen“, erklärte Kocker.

Vor den Wahlen musste der alte SSB-Vorstand, der vor einem Jahr eigentlich für zwei Jahre gewählt worden war, geschlossen zurücktreten, um den Weg für das neue Präsidium frei zu machen. Neben Kocker wurden von den 91 stimmberechtigten Vertretern der Hammer Sportvereine noch Hans Frieling als Vizepräsident Finanzen, Kai Hegemann als Vizepräsident Sport, Susanne Zerbo-Jonigk als Vizepräsidentin für Schule, Weiterbildung und Lehrgangsarbeit, Tina Wilke als Vizepräsidentin für Erziehung, Mitarbeiterentwicklung, Frauen und Integration sowie Michael Schröder als Vizepräsident Gesundheit und Umwelt einstimmig berufen. Ferner gehört Fritz Corzilius jun. dem ehrenamtlichen Präsidium an. Dieses wird jetzt die hauptamtliche Geschäftsführung bestimmen. Für diese Aufgaben sind Angelika Schulze und Sabine Matzka, die beim SSB fest angestellt sind, vorgesehen.

Stadtkämmerer und Sportdezernent Markus Kreuz, der nach dem Rücktritt des Vorstandes auch die Rolle des Versammlungsleiters übernahm, würdigte mit bewegenden Worten das Lebenswerk von Fritz Corzilius. Unter dem Beifall der Versammlung verkündete er anschließend, dass die Stadt Hamm auch in Zukunft im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen auf eine Erhebung von Hallennutzungsgebühren verzichten wird. „Die wird es in Hamm nicht geben“, versicherte Kreuz. Auch an der Sportförderung wird sich in naher Zukunft nichts ändern.

So wurde von der Versammlung beschlossen, dass die Jugendlichen bis 18 Jahre weiter mit 16 Euro gefördert werden. Sportplatzanlagen werden auch in diesem Jahr mit 4400 Euro, Baumaßnahmen mit 40 Prozent und Sportgeräte mit 30 Prozent bezuschusst. Was angesichts der guten Kassenlage, die Kassierer Hans Frieling verkündete, möglich ist. So wurde das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Plus von 36327,61 Euro abgeschlossen. Einnahmen in Höhe von 1,13 Millionen Euro standen Ausgaben von 1,094 Millionen Euro gegenüber.

Ausgetreten aus dem Stadtsportbund sind die BSG Volksbank e.V., der RV Caldenhof und der Reiterverein Sandbochum, die sich aufgelöst haben. Als einziges neues Mitglied im Stadtsportbund wurde einstimmig der Angel-Club Hamm aufgenommen. Zudem gab es in Hamm zuletzt wieder einige Verschmelzungen. So hat sich das Maxi-Swim Team als Schwimmabteilung dem TuS 59 Hamm angeschlossen. Der TC 69 Pelkum und der TC Grün-Weiß Hamm gehen jetzt unter dem Vereinsnamen TC Grün-Weiß Pelkum einen gemeinsamen Weg. Insgesamt gehören aktuell 43 000 Hammer den Sportvereinen an.

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