Vorfreude der HSV auf Saisonstart in Lippstadt groß

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Routinier Manuel Lenz (rechts) wird zum Saisonstart in Lippstadt im Tor der Hammer SpVg stehen.

HAMM - Staffelleiter Reinhold Spohn hat bei der Erstellung des Spielplans ein gutes Händchen gehabt. Wenn am Freitagabend um 19.30 Uhr am Waldschlösschen Gastgeber SV Lippstadt und die Hammer SpVg offiziell die Saison in der Oberliga Westfalen eröffnen, dann treffen laut Meinung vieler Trainer der Klasse zwei der ambitioniertesten Mannschaften aufeinander.

Davon will Goran Barjaktarevic, Coach der Hammer SpVg, aber nichts wissen. „Natürlich wollen wir eine gute Rolle in der Oberliga spielen, doch zum Kreis der Titelanwärter zählen wir uns selbst nicht.“ Dazu gehört aber zweifellos der Gastgeber aus Lippstadt, der aus der Regionalliga abgestiegen ist. „Lippstadt hat immerhin 13 Akteure gehalten, die bereits in der vergangenen Saison auf einem hohen Niveau gespielt haben“, betont Barjaktarevic. „Und der Unterschied zwischen Regionalliga und Oberligist ist schon groß. Zudem hat sich der SV auch noch verstärkt.“ Unter anderem mit dem 1,94 m langen Innenverteidiger Nico Niemeier von Rot Weiss Ahlen, den die Hammer besonders bei den Standardsituation auf Grund der Kopfballstärke beachten müssen. Neue Nummer eins im Tor der Lippstädter ist Marcel Höttecke, der schon Zweitliga-Erfahrung in Paderborn, Ahlen und bei Union Berlin sammelte. Unter der Woche kam auch noch der Brasilianer Danilo dazu, der 2011 für den SV Westfalia Rhynern kickte und zuletzt das Trikot von Assyriska FF in der zweiten schwedischen Liga trug. „Auch ein Mann mit gutem Regionalliga-Format“, meint Barjaktarevic. „Der Kader des SV hat schon enorme Qualität.“

Was allerdings nicht bedeutet, dass die Rot-Weißen heute zum Waldschlösschen fahren, um brav die Punkte abzugeben. „Wenn wir auflaufen, dann wollen wir immer gewinnen“, beteuert der Hammer Coach. „Es wird sich am Ende die Mannschaft durchsetzen, die zum aktuellen Zeitpunkt am meisten anzubieten hat.“

Mit dem Verlauf der Vorbereitung ist Barjaktarevic nur bedingt zufrieden. „Angesichts der vielen Verletzten hätte ich sicherlich gerne ein bisschen mehr Zeit gehabt, doch wir müssen die Dinge so nehmen wie sie sind. Deshalb freuen wir uns jetzt auf den Saisonstart.“ Trotz der vielen Neuzugänge sei die Mannschaft gut zusammengewachsen. „Wir haben sehr viele gute Jungs mit großer sozialer Kompetenz“, erklärt der 45-Jährige. „Die verstehen sich menschlich alle bestens, doch ist klar, dass nach dieser Vorbereitung die Mechanismen zwischen den einzelnen Linien nicht hundertprozentig greifen können. Das wird erst in den kommenden Wochen besser werden“, sagt der Coach. Deshalb erwartet er heute zum Auftakt in Lippstadt zunächst einmal eine sehr hohe Laufbereitschaft von seinen Schützlingen. „Wir müssen aggressiv sein und gegen diese starke Lippstädter Mannschaft auch körperliche Präsenz zeigen.“

Die Frage, wer zum Start zwischen den Pfosten stehen wird, hat sich von allein beantwortet. Trifon Gioudas konnte wegen einer Magen- und Darmgrippe unter der Woche nicht trainieren, wird, wenn überhaupt möglich, nur auf der Bank sitzen. So darf Routinier Manuel Lenz beginnen. Verzichten muss die HSV auf Jovan Grozdanic (Außenbandanriss) und Faysel Khmiri (muskuläre Probleme). Kevin Kysina hat nach seiner Verletzung zwar wieder das Training aufgenommen, muss allerdings, was die körperliche Fitness angeht, noch einiges aufholen.

Bis Donnerstagnachmittag lag zudem für Mesut Özkaya die Spielberechtigung aus der Türkei nicht vor. „Wir wissen nicht, ob die noch rechtzeitig eintreffen wird“, plant Barjaktarevic erst einmal ohne den Neuzugang. - P. Sch.

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