Spitzenspiel für Westfalia Rhynern in Roland Beckum

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Dustin Wurst

HAMM - Zwei Wochen lang mussten die Spieler des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern zusehen, während sich die Konkurrenz die Punkte gegenseitig weggenommen hat. Am Sonntag greifen sie nun selbst wieder ins Spielgeschehen ein, und das gleich in einem Topspiel der Liga, beim Tabellendritten SC Roland Beckum (15 Uhr/Kunstrasen, Vorhelmer Straße).

„Das ist ein echtes Spitzenspiel“, ist die Vorfreude bei Westalia-Coach Björn Mehnert riesengroß. „Aber der Sonntag hat es eh in sich, denn da sind die Topteams praktisch unter sich.“ Doch zunächst einmal gilt die Konzentration des Rhyneraner Trainers der eigenen Partie, und in der dürften die Akteure des Ligafünften genug Arbeit bekommen. „Das wird eine superschwere Aufgabe für uns auf dem Beckumer Kunstrasen“, ist sich Mehnert sicher. „Roland verfügt über eine fußballerisch sehr gut geschulte Mannschaft. Aber das kommt uns ja ein Stück entgegen.“

Die Gastgeber sind auf allen Positionen gut besetzt, haben vor allem im Mittelfeld einiges zu bieten. „Da sind sie sehr spielstark, haben mit Ucar einen individuell sehr guten und ballsicheren Typen. Und auch vorne sind sie sehr gefährlich, Daglar hat ja schon das eine oder andere Tor erzielt“, weiß Mehnert. Die letzten beiden Treffer zum 1:0-Erfolg gegen den SuS Neuenkirchen und bei der knappen 1:2-Niederlage im Topspiel bei der SpVgg Erkenschwick erzielte allerdings Joachim Mrowiec, den Mehnert nicht nur aus diesem Grund ebenfalls als „interessanten Typ“ auf der Liste hat.

Doch egal, welche Akteure Beckums Coach Musemestre Bamba, der in der Winterpause den Job des zu den Sportfreunden Lotte gewechselten Ismael Atalan übernommen hat, auf das Feld schicken wird – Mehnert hat seine Hausaufgaben gemacht. „Sicher ist Beckum sehr gut“, sagt er, „aber es ist nicht unverwundbar. Und wir werden sicherlich mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten können.“

Entsprechend mochte er sich zur eigenen Aufstellung nicht detailliert äußern. Allerdings könnte es im Vergleich zum letzten Meisterschaftsauftritt beim 0:0 in Zweckel eine verletzungsbedingte Änderung geben. Denn im Testspiel am Dienstag gegen den Westfalenligisten TuS Iserlohn (2:0) musste Defensivmann Dustin Wurst schon früh das Feld verlassen. „Es ist zumindest keine Zerrung, sondern eher eine Verhärtung“, hat Mehnert die Hoffnung auf den Einsatz seines Kapitäns noch nicht aufgegeben. „Sein Einsatz ist aber noch offen.“

Sollte Wurst nicht spielen können, gibt es mehrere Alternativen, um ihn zu ersetzen. „Wir können Felix Bechtold zurückziehen“, sagt der Trainer. „Tim Neumann könnte ebenfalls auf der Position auflaufen. Oder wir könnten auch auf eine Dreierkette in der Deckung umstellen.“ Sicher nicht dabei sein werden Christoph Debowiak, Mathieu Bengsch, Adem Cabuk, und Max Wagener.

Doch egal, wer auflaufen wird, eines müsse jeder verinnerlicht haben: „Um zu bestehen, brauchen wir enorme Leistungsbereitschaft“, sagt Mehnert. „Ein Fußballspiel gibt dir eine Chance, die nicht mehr wiederkommt. Um 16.45 Uhr ist die vorbei. Dann musst du sie ergriffen haben.“ - güna

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