SKG vor unangenehmer Aufgabe in Cronenberg

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Treffsicherheit und Zweikampfstärke gefragt: Kevin und Lucas Karschau (von links).

Hamm - Nach der Pause ist vor der Pause: Drei Wochen lang ruhte der Meisterschafts-Betrieb in der Rollhockey-Bundesliga. Und wenn Vizemeister SK Germania Herringen am Samstag (15.30 Uhr, Alfred-Henkels-Halle) seine schwere Partie beim Pokalsieger RSC Cronenberg absolviert hat, muss er erneut so lange auf seinen nächsten Auftritt warten.

„Das ist natürlich nicht glücklich“, sagt SKG-Vorsitzender Michael Brandt. Aber der Spielplan will es so, dass Spitzenreiter Herringen noch nicht richtig in den Rhythmus kommt. Am übernächsten Wochenende hat das komplette Oberhaus noch einmal Pause, dann haben die Germanen – aufgrund der Elfer-Liga – spielfrei, ehe am 30. Januar die RESG Walsum zum Gipfeltreffen an die Schachtstraße kommen wird.

Doch zunächst gilt die volle Konzentration nach der Teilnahme an der Hammer Sportgala am Freitagabend dem Gastspiel am Samstag in Wuppertal, das es nominell in sich hat. Die unglückliche Niederlage im Pokalfinale am Ende der vergangenen Saison schmerzte lange, der deutliche 7:1-Erfolg des SKG in der Hinrunde war immerhin ein kleines Trostpflaster. Und er signalisierte ebenso wie der derzeit eher ernüchternde fünfte Tabellenplatz oder das überraschende 5:5 zuletzt bei Kellerkind HSV Krefeld: Der RSC ist (noch) nicht in der Verfassung des Vorjahres. Was kaum verwundert, vollzieht Trainer Marc Berenbeck doch einen personellen Umbruch, nachdem Leistungsträger wie Marc Wochnik im vergangenen Sommer ihre Karriere beendeten. „Das merkt man der Mannschaft an“, sagt Brandt, verweist aber zudem auf das Verletzungspech, das die Cronenberger in der Hinserie bisweilen plagte. Deshalb warnt der Vorsitzende auch eindringlich davor, den RSC zu unterschätzen. „Das wäre sehr gefährlich. Gerade zu Hause ist Cronenberg sehr stark“, betont er.

Und das Team verfügt weiter über individuelle Klasse. Vor allem in Person von Jordi Molet. Der Spanier ist Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gastgeber, ist der Taktgeber im Aufbau. Seine Kreise gilt es zu stören. Und dafür ist nicht zuletzt eine konzentrierte Defensivarbeit erforderlich. In der Abwehr hatte Trainer Hans-Werner Meier Schwächen ausgemacht. Mehr Kompaktheit, eine engere Manndeckung sollen helfen, die Zahl der Herringer Gegentore zu reduzieren. Entscheidend wird auch ein konsequentes, aber faires Zweikampfverhalten sein. „Wir müssen überflüssige Teamfouls vermeiden“, sagt Brandt mit Blick auf die Treffsicherheit Molets bei Penaltys und „Direkten“. Als zweiter Torhüter steht beim SKG diesmal Michael Baukloh hinter Timo Tegethoff im Aufgebot, der Portugiese Joka Ferreira wird erst einige Tage vor dem Walsum-Spiel wieder nach Herringen kommen.

Derweil wird der SKG, der über den mit Abstand stärksten Angriff der Liga verfügt, erneut seine Treffsicherheit beweisen müssen. Schließlich ist Keeper Eric Soriano der zweite Eckpfeiler im RSC-Team. „Ihn dürfen wir nicht warmschießen“, sagt Brandt – wohlwissend, dass die Germanen, bei denen weiter Liam Hages nach seiner Schulter-OP sowie Philipp Michler (Auszeit) fehlen, dank ihres schnellen Kombinations- und Umschaltspiels im Schnitt rund acht Mal pro Spiel getroffen haben.

Nicht zuletzt deshalb sieht Brandt sein Team insgesamt als „leichten Favoriten“ an. „Wir wollen weiter vorlegen und die Tabellenführung verteidigen“, sagt der Vorsitzende, dessen Team im Normalfall allerdings den Platz auf dem Thron in der nächsten Pause wohl abgeben muss. An die RESG Walsum.

Der SKG setzt am Samstag einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 14 Uhr an der Glückauf-Halle, Treffen um 13.45 Uhr. Anmeldungen unter Tel. 0163-3036832 oder www.rollhockeyverein-hamm.de

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