HSV-Pokalspiel gegen Preußen Münster droht die Absage

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Die Fans des SC Preußen Münster werden wohl noch etwas auf das Pokalspiel in Hamm warten müssen.

HAMM - Das für Samstag angesetzte Pokalspiel auf Landesebene zwischen dem Fußball-Oberligisten Hammer SpVg und dem Drittligisten SC Preußen Münster muss wahrscheinlich verlegt werden. Derzeit sind 15 Spieler der Preußen an Grippe erkrankt. Am Mittwoch werden die Münsteraner vermutlich die Spielverlegung offiziell beim Verband beantragen.

„Wir warten noch bis Mittwoch ab. Dann werden alle Spieler noch einmal von unserem Mannschaftsarzt, dem Internisten Dr. Tim Hartwig, untersucht“, bestätigte am Dienstagabend Preußen-Manager Carsten Gockel, der früher einmal das Trikot der HSV trug. „Für die Hammer tut uns das unheimlich leid, weil die ja extra das Derby in Rhynern vorverlegt haben, um an diesem Termin gegen uns zu spielen“, betonte Gockel. „Doch es haben sich schon wieder drei Akteure abgemeldet. Gerade waren nur noch drei Feldspieler beim Training, 15 liegen flach“, erklärte der Manager. Der hat bereits den Pokalspielleiter Klaus Overwieser informiert. Wenn die Preußen genug Atteste vorlegen werden, wird der nicht anders entscheiden können. „Wir wären sehr gerne an diesem für uns spielfreien Wochenende in Hamm angetreten“, sagte Gockel. „Aber so hat das keinen Zweck.“

Hamms Trainer Goran Barjaktarevic nahm die schlechte Nachricht aus Münster gelassen hin. „Dann werder wir am Wochenende intensiv trainieren“, erklärte der Coach. „Die Gesundheit der Spieler geht nun einmal vor. Wenn so viele Leute angeschlagen sind, dann habe ich Verständnis dafür, dass die Münsteraner die Partie verlegen wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Drittligist nötig hat, vor einer Pokalpartie bei einem Oberliga-Klub zu tricksen.“

Begonnen hatte das Preußen-Unglück bereits in der vergangenen Woche. Vor dem Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC, das die Münsteraner mit 0:1 verloren, hatte sich Marc Heitmeier mit den typischen Grippevirus-Beschwerden krank abgemeldet. Nach der Partie beklagten dann weitere Spieler, dass sie sich unwohl fühlten, Schnupfen und Husten hätten. „Am Sonntag beim Auslaufen waren plötzlich nur noch zwei oder drei Mann aus der Stamm-Mannschaft dabei“, sagte Gockel.

Mittlerweile sind bei den Preußen 15 Spieler offiziell krank geschrieben worden, können nicht am Trainingsbetrieb unter der Regie von Coach Ralf Loose teilnehmen. „So etwas habe ich hier bei den Preußen noch nie erlebt“, zeigte sich selbst Mannschaftsarzt Hartwig überrascht von dem hohen Krankenstand. Daher stand Gockel gestern den ganzen Tag über in engem Kontakt zu Lose und Hartwig, um abzuklären, ob die Preußen am Samstag in Hamm antreten können oder nicht.

„Unser erster Antrieb ist es natürlich, dass wir die Partie austragen. Denn wir hatten ja schon genug Probleme, einen geeigneten Termin zu finden. Aber wenn zahlreiche Spieler ausfallen und die Mannschaft auch nicht richtig trainieren konnte, dann macht das für uns keinen Sinn. Denn dafür ist der Wettbewerb für uns zu wichtig“, sagt Gockel, der mit seinen Schützlingen über den Westfalenpokal gerne wieder in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals einziehen möchte – so wie in diesem Jahr, als der SC Preußen Münster im heimischen Stadion den deutschen Rekordmeister FC Bayern München empfangen durfte. - –pad–/P. Sch.

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