Handball

Spieler des ASV Hamm-Westfalen weiter in Quarantäne

ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga.
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Weiter im Wartestand: Die Spieler des ASV Hamm-Westfalen können noch nicht wieder trainieren.

Seit dem 21. April befinden sich die Spieler des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen in Quarantäne. Der Weg zurück ist für das Team nur in kleinen Schritten möglich - die Quarantäne wurde für einen Teil der Mannschaft verlängert.

Hamm – Die Zwangspause des ASV Hamm-Westfalen nach der knappen 21:22-Niederlage am 18. April beim HC Elbflorenz Dresden wird sich um einige Tage verlängern. Nachdem am Tag nach der Partie ein Großteil der Dresdner Spieler positiv auf Covid-19 getestet worden war, hatten sich auch die Spieler des Hammer Handball-Zweitligisten – zunächst vorsorglich –bis zum 2. Mai in Quarantäne begeben müssen. Hier bestätigte sich dann aber die Befürchtung, dass sich in Dresden auch einige ASV-Akteure mit dem Virus infiziert hatten (WA berichtete). „Am Montag kommen zwar die ersten drei Spieler unseres Kaders, die keine Symptome hatten, aus der Quarantäne zurück – für den größeren Teil der nicht infizierten Spieler aus der Mannschaft wird diese aber noch bis Mittwoch verlängert“, bestätigte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. „Für die anderen dürfte es noch bis um den 10. Mai herum dauern, ehe sie frei getestet werden können. Im Normalfall sollten dann alle wieder negativ sein.“

Ob die Hammer damit termingerecht ihre nächsten angesetzten Begegnungen in der 2. Liga austragen können, ist damit allerdings noch nicht gesagt. Denn der zeitliche Rahmen ist sehr eng gestrickt. Nur zwei Tage nach dem Ende der Quarantäne für die erkrankten Spieler steht für die Hammer am Mittwoch, 12. Mai, das Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen auf dem Plan, drei Tage später soll es zum TuS N-Lübbecke gehen. Ein sehr ambitioniertes Ziel. Denn die Vorgaben der Handball Bundesliga (HBL) zum Schutz der Sportler sieht einen sogenannten „Return to play“-Plan vor. „Die Spieler, die erkrankt waren, müssen daher nach ihrer Quarantänezeit erst einmal von unseren Mannschaftsärzten Dr. Schlummer und Dr. Kilhey untersucht werden“, betont Lammers, dass die Gesundheit absoluten Vorrang genießt. „Sie werden also nicht direkt wieder ins Training einsteigen können.“

Ab Mittwoch wieder im Training

Auch für die anderen wird es nicht direkt am Montag mit Training weitergehen – zumal es mit einer Hand voll Spieler wenig Sinn machen würde. Neben den erkrankten Akteuren fallen auch die verletzten Sören Südmeier und Jan Brosch weiter aus. „Ab Mittwoch haben wir dann wieder den Großteil der Spieler im Training“, hofft Lammers, dass Coach Michael Lerscht mit seinem Team dann wieder auf Normalbetrieb schalten kann.

Trotz der angespannten Situation gab es aber auch gute Nachrichten aus dem Team. „Bei keinem der Spieler hat es einen schweren Verlauf im Zuge der Corona-Infektion gegeben“, versichert Lammers. „Wir hatten einen Spieler, bei dem sich die Krankheit wie eine starke Grippe ausgewirkt hat. Alle anderen haben schon etwas gemerkt, fühlten sich schlapp oder hatten leicht erhöhte Temperatur – aber es war keiner dabei, der Atemmnot hatte oder gar ins Krankenhaus gemusst hätte.“

Sollten nicht alle Spieler des Kaders der ersten Mannschaft am 12. Mai spielen können, haben Lammers und Lerscht schon einen Plan B in der Tasche. „Wenn diejenigen, die Corona hatten, dann noch nicht auflaufen können und wir trotzdem spielen müssen, würden wir den Kader mit Akteuren aus der zweiten Mannschaft auffüllen“, so der Geschäftsführer.

Viel passieren darf in den kommenden Wochen allerdings nicht mehr. „Sollten wir noch einmal in Quarantäne müssen, wäre es kaum möglich, die Saison zu Ende zu bringen“, ist sich Lammers sicher. „Wir haben Stand jetzt noch elf Spiele in sechs Wochen zu absolvieren. Sollten Dormagen und Nettelstedt ausfallen, hätten wir dafür nur fünf Wochen. Im Moment kriegen wir das alles noch hin. Aber wir befinden uns am Scheidepunkt.“ Zumal auch die Konkurrenz Probleme hat. Der Dessau-Roßlauer HV, ThSV Eisenach, TV Großwallstadt und der TV Emsdetten sind gerade erst wieder aus der Quarantäne zurück, in der sich neben dem ASV auch die Dresdner noch befinden. „Die vorgeschriebene Zahl der Tests wurde von der HBL von zwei auf drei pro Woche erhöht“, sagt Lammers. „Aber das sind ja trotzdem nur Momentaufnahmen.“

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