Platz am Papenloh unbespielbar

Spiel Westfalia Rhynern gegen Neuenkirchen abgesagt

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Rhynerns Christoph Debowiak plagt sich vor der Partie gegen Neuenkirchen mit einem grippalen Infekt.

Hamm - Die Absage hatte sich bereits am Freitag angedeutet, am Samstagmittag wurde sie dann zur Gewissheit: Die für Sonntag, 14.30 Uhr, angesetzte Oberliga-Partie zwischen dem SV Westfalia Rhynern und dem SuS Neuenkirchen fällt aus.

Der Platz am Papenloh lässt ein Fußballspiel nicht zu. „Der Rasen ist vor allem auf der Waldseite matschig und tief. Es macht keinen Sinn zu spielen, zumal es bis Sonntag noch mehr regnen soll“, sagte Andreas Kersting. Trainer Björn Mehnert verzichtet auf Ersatz-Training und beschert seinen Spielern damit ein freies Wochenende. „Dann können wir etwas abschalten und in den letzten zwei Spielen vor der Winterpause versuchen, noch den einen oder anderen Punkt zu holen“, so der Coach. Rhynern muss noch beim Spitzenreiter TSG Sprockhövel (6. Dezember) und auf eigenem Platz gegen die U23 von Arminia Bielefeld (12. Dezember) antreten.

Lesen Sie hier den Vorbericht zu dem Spiel, das nun ausfällt, von unserem Sportredakteur Simon Stock:

15 Punkte, 14 Spiele, 13. Platz – die Zwischenbilanz des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern ist ein halbes Jahr nach dem Fast-Aufstieg bestenfalls durchwachsen. In den restlichen drei Partien bis zur Winterpause wollen die Rhyneraner ihr Punktekonto aufpolieren, um sich von der Abstiegszone abzusetzen – am besten schon am Sonntag mit einem Sieg im Heimspiel am Papenloh gegen den SuS Neuenkirchen (14.30 Uhr).

„Die Jungs strotzen im Moment sicher nicht vor Selbstvertrauen. Wir müssen die Realität sehen. Und die sagt nun mal Abstiegskampf“, sagt Trainer Björn Mehnert, den vor allem die fehlende Konstanz seiner Elf beschäftigt. „Es ist ja nicht so, dass wir schlecht spielen. Aber wir hatten viele enge Partien, in denen das Pendel – anders als in der vergangenen Saison – zu unseren Ungunsten ausgeschlagen ist.“

Vor dem Duell mit dem SuS Neuenkirchen meint es das Schicksal wieder nicht gut mit der Papenloh-Elf. Neben den Langzeit-Verletzten Christoph Hunnewinkel, Aaron Vasiliou (beide Reha nach Knie-Operation) und Markus Maier (Schambeinentzündung) fallen am Sonntag auch Felix Böhmer, Felix Krellmann, Kevin Messner, Mathieu Bengsch (alle Sprunggelenk-Probleme), Chistoph Debowiak (grippaler Infekt) und Thorben Menne (Probleme mit der Patellasehne) aus. Auch der rotgesperrte David Schmidt muss zusehen. Hinter dem Einsatz von Kapitän Dustin Wurst, der in dieser Woche über muskuläre Probleme klagte, steht ein Fragezeichen.

„Die Personaldecke ist dünn. Aber wir jammern nicht. Wir haben immer noch genug Leute, die einsatzfähig sind und Bock auf Fußball haben“, sagt Mehnert, der angesichts der langen Ausfallliste seinen Humor noch nicht verloren hat: „Irgendwie sträubt sich der Verein, meinen Pass rauszurücken. Die Zeiten des Liberos sind wohl vorbei...“

Die Neuenkirchener sind mit 22 Zählern Tabellendritter, punktgleich mit den Sportfreunden Siegen, die mit leicht besseren Tordifferenz den zweiten Aufstiegsplatz belegen. „Neuenkirchen hat eine physisch starke Mannschaft mit schnellen Außen. Sie ist über Jahre zusammengewachsen. Sie kann in dieser Saison den Überraschungscoup schaffen“, lobt Mehnert die Elf von Trainer Tobias Wehmschulte.

Ob die Partie stattfinden kann, wird wohl frühestens der Samstag zeigen. Der Rasenplatz am Papenloh war am Freitagnachmittag „grenzwertig“ (Mehnert) tief, aber bespielbar. Der angekündigte Regen könnte das ändern.

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