Die HSV spaziert zum 4:1-Sieg gegen schwache Ennepetaler

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Das 3:1: Start-Elf-Debütant Durim Feta (unten) krönte seine gute Leistung gegen den TuS Ennepetal mit einem Tor.

Hamm - So entspannt hatte sich die Hammer SpVg den Start in ihre „Woche der Wahrheit“ wohl nicht vorgestellt. Der abstiegsgefährdete Fußball-Oberligist setzte sich locker mit 4:1 (2:0) gegen den TuS Ennepetal durch, der sich über weite Strecken der Partie allerdings im Sommerfußball-Modus befand. Die drei Punkte waren dadurch nicht weniger wichtig für die HSV, denn auch die gesamte Keller-Konkurrenz feierte Siege.

Daran, dass der HSV-Erfolg – der erste gegen Ennepetal in der jüngeren Vergangenheit – in Ordnung ging, ließ nach Spielschluss auch Gäste-Coach Imre Renji keine Zweifel: „Wir waren in allen Belangen unterlegen. Hamm hat in der Höhe verdient gewonnen“, sagte der Coach erfrischend offen und unaufgeregt. Nicht anders sah es HSV-Trainer Ferhat Cerci, dessen Kritik sich auf Kleinigkeiten beschränkte. „Wir haben eine klare Reaktion auf die unnötige Niederlage gegen Marl-Hüls gezeigt“, sagte der 34-Jährige und sprach dem gesamten Team ein Lob aus: „Das war eine starke Leistung. So muss das weitergehen.“ Zumindest sollte es das, denn mit einem Heimsieg am Mittwoch (20 Uhr) in der Nachholpartie gegen den Tabellenvorletzten SV Schermbeck kann sich die HSV aus dem Dunstkreis der Abstiegszone befreien.

Cerci hatte zu Beginn überraschend Durim Feta als Ersatz für den gelb-rot-gesperrten Torjäger Hugo Magouhi als Solo-Spitze aufgeboten und dem bislang nur tieferklassig eingesetzten 25-Jährigen so zum Start-Elf-Debüt in der Oberliga verholfen. „Durim hatten nicht viele auf der Rechnung“, sagte Cerci mit einem verschmitzten Lächeln, denn sein Plan war aufgegangen. Feta machte seine Sache mehr als ordentlich. Er war es, der Roman Maciejak in der 13. Minute dessen erstes Saisontor zur 1:0-Führung auflegte.

Davor und auch danach bestimmte die HSV das Geschehen auf dem Rasen der Evora Arena. Sie hatte mehr Ballbesitz und die bessere Spielanlage als Ennepetal. Die Gäste, angeteten ohne die Leistungsträger Abdullah El Youbari und Ex-Profi Giovanni Federico, ließen es mit sich geschehen, als sei die Saison bereits gelaufen. „Wir wollten den dritten Sieg in Folge, aber wir waren nie gefährlich genug“, sagte Renji. Leon Enzmanns Schuss aus gut 25 Metern war der einzige in der ersten Halbzeit auf das Tor des unterbeschäftigten HSV-Keepers Dimitar Nikolov – und nicht einmal besonders gefährlich (43.).

Fußball Oberliga: Hammer SpVg - Tus Ennepetal 4:1

Auch die Hammer brannten im gegnerischen Strafraum kein Feuerwerk ab, hatten aber insgesamt viel mehr Zug zum Tor. Nach Vorlage des erneut sehr agilen Emre Demir schoss Maciejak zum zweiten Mal den Ball in die Maschen (19.), doch der gute Schiedsrichter Jens Jeromin entschied auf Abseits. Mehr Erfolg brachte Demirs Vorarbeit in der 38. Minute. Seinen Querpass verwandelte Giacomo Serrone per Direktabnahme zum 2:0. „Wacht endlich auf“, schrie TuS-Torwart Marvin Weusthoff seine Vorderleute an. Es half nichts. Kurz vor der Pause kam erneut Maciejak zum Schuss, traf aber nur den Innenpfosten. Semih Yigits Nachschuss zischte knapp vorbei (44.).

Nach der Pause waren die Gäste zwar bemühter, doch Chancen erspielten sie sich zunächst ebenso wenig wie die HSV. Die gewann im Mittelfeld etliche Male den Ball, brachte ihn aber nicht präzise nach vorne. „In dieser Phase haben wir nicht so viel investiert, haben unsere Räume nicht gut genutzt“, kritisierte Cerci. Zu allem Überfluss verkürzte Ennepetal auf 2:1. Enzmanns flatternder, weil abgefälschter Freistoß fand seinen Weg am unglücklich aussehenden Nikolov vorbei ins HSV-Tor (77.).

Bevor es hektisch werden konnte, beruhigte Feta das Spiel nur eine Minute später wieder. Nach feinem Pass des starken Amadeus Piontek, der wegen der fünften Gelben Karte gegen Schermbeck aussetzen muss, fackelte der Stürmer nicht lange und krönte seine Premiere mit dem 3:1. „Ich habe gesehen, dass der Torwart etwas weit draußen war und direkt geschossen. Das war ein tolles Gefühl, als der Ball reinging“, sagte der 25-Jährige. Die Partie war damit entschieden, aber noch nicht vorüber. Den Schlusspunkt setzte Demir. Der Aktivposten tanzte Björn Sobotzki aus und traf im Fallen sehenswert zum 4:1 (89.).

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