Sebastian Schubert hofft auf Triumph im Gesamt-Weltcup

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Sebastian Schubert möchte in Augsburg seinen Titel im Gesamt-Weltcup verteidigen.

AUGSBURG/HAMM - Es ist der heiße Showdown im Eiskanal: Wenn am Freitag mit der Qualifikation das dreitägige Weltcup-Finale der Kanu-Slalom-Fahrer in Augsburg beginnt, ist die Vorfreude bei Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert vom Kanu-Ring Hamm besonders groß.

Weil beide auf ihrer Trainingsstrecke an den Start gehen und dadurch einen Heimvorteil genießen. Vor allem aber, weil beide darauf hoffen dürfen, am Ende in der Weltcup-Gesamtwertung auf einem Podestplatz zu stehen. Mindestens.

„Wir liegen mit einigen Sportlern aussichtsreich im Rennen“, sagt Michael Trummer, Cheftrainer des Deutschen Kanu-Verbandes. Vor allem für Schubert sind die Perspektiven nicht schlecht, seinen Titel im Kajak-Einer zu verteidigen. 152 Zähler hat er als Dritter auf dem Konto und damit 15 weniger als der derzeit führende Hannes Aigner. Ein Rückstand, der wettzumachen ist – erst recht angesichts der Tatsache, dass die in Augsburg errungenen Weltcup-Punkte doppelt zählen, es somit 120 statt 60 für den Gewinner gibt. Doch Vater und Heimtrainer Jürgen Schubert sieht Aigner „in der besseren Ausgangsposition“ – zumal dieser als Lokalmatador die Strecke ebenfalls in- und auswendig kennt. Auf dem für die Olympischen Spiele 1972 errichteten Kanal ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn „gerade künstliches Wasser verzeiht keine Fehler“.

Gleichwohl dürfte Aigner noch den Husarenritt von Sebastian Schubert durch den Eiskanal bei den Deutschen Meisterschaften vor vier Wochen in Erinnerung haben: Da fuhr der 26-jährige Heessener die nationale Konkurrenz in Grund und Boden, lag bei seinem Titelgewinn mehr als anderthalb Sekunden vor Fabian Dörfler und noch deutlicher vor Aigner. Kein Wunder, dass sich Schubert einen derartigen Einlauf auch am Samstag (ab 12.30 Uhr/live bei Eurosport 2) im Finale wünscht, sollte er zuvor die Quali und das Halbfinale überstehen. Schließlich wäre diese Rangfolge nicht nur die gelungene Generalprobe für die WM in gut vier Wochen in Deep Creek/USA – sie würde ihm den Triumph im Gesamtweltcup garantieren. „Aber“, gibt Jürgen Schubert zu bedenken, „jetzt sind ja auch noch ein paar ganz andere Kaliber am Start.“ Und so ist das Primärziel seines Sohnes, das Rennen in Augsburg zu gewinnen – und dann zu schauen, welche Auswirkungen das auf die Gesamtwertung hat. „Du kannst sowieso nicht spekulieren, sondern einfach nur das Beste abrufen“, meint Jürgen Schubert. „Sebastian möchte wie im vergangenen Jahr den Bigpoint im letzten Rennen setzen. Er ist richtig heiß.“

Chancen darf sich auch Schornberg noch ausrechnen. Wobei Jürgen Schubert ihre Möglichkeiten, die führende Österreicherin Corinna Kühnle (200) angesichts von 42 Zählern Rückstand trotz der speziellen Finalwertung noch abzufangen, als eher gering einschätzt. „Das ist eigentlich kaum noch möglich“, sagt er mit Blick auf die momentan Gesamt-Vierte Schornberg. „Aber Jasmin weiß, dass sie jederzeit in der Lage ist, ganz nach vorne zu fahren. Sie möchte auf jeden Fall noch unter die ersten Drei rutschen.“ Den „Bronze“-Rang hat derzeit die Australierin Jessica Fox inne – mit gerade einmal acht Pünktchen Vorsprung. - fh

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