Später Doppelschlag rettet Wiescherhöfen einen Punkt

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Wiescherhöfens Torwart Marco Behrend stand gegen die Warendorfer SU häufiger im Blickpunkt des Geschehens, als ihm lieb war.

Hamm - Es war ein gefühlter Sieg für den TuS Wiescherhöfen. Lange sah es gegen die Warendorfer SU danach aus, als würden die Grün-Weißen das Stadion an der Wielandstraße als Verlierer verlassen. Eine tolle Moral und zwei späte Treffer zum 2:2 (0:2)-Endstand sorgten dafür, dass sich die Hausherren noch einen Zähler erkämpften.

Euphorie kam bei Spielertrainer Steven Degelmann aber nur kurz nach dem Ausgleichstor auf. „Es hat heute glücklich für einen Punkt gereicht, aber wir haben Moral bewiesen. Wir wissen auch, dass fünf Punkte aus fünf Spielen nicht so dufte sind“, so Degelmann.

Die ambitionierten Gäste, die mit nur zwei Zählern in die Saison gestartet waren, wollten für die Trendwende sorgen und attackierten den TuS bereits sehr früh. In einer intensiv geführten Partie mit vielen Zweikämpfen stellte Warendorf mit großem läuferischen Aufwand immer wieder Überzahl in Ballnähe her. Der TuS überbrückte das Mittelfeld daher oft mit langen Pässen auf seine Offensivkräfte, doch Andre Budde (7.) und Dennis Steinke (14.) fehlte die Präzision im Abschluss.

Eine halbe Stunde lang hielt Wiescherhöfen dem Druck der Warendorfer stand, doch dann nutzte die WSU die Konzentrationsschwächen in der TuS-Defensive eiskalt aus. Zunächst tauchte Laurence Wacker nach einer Hereingabe von Loris Theres frei vor dem Kasten auf und überwand Keeper Marco Behrend mit einem Flachschuss aus 18 Metern (30.). Wenig später verlängerte Dennis Bonin einen Abschlag in den Lauf von Fahri Malaj, der Behrend ebenfalls keine Chance ließ (40.).

Vor gut 60 Zuschauern wurde der bereits in Halbzeit eins eingewechselte Omar Hussein nach dem Kabinengang in die Spitze neben Budde beordert, um die Offensive zu stärken. Doch zu oft operierten die Gastgeber mit langen und hohen Bällen, die die großen Warendorfer Abwehrspieler problemlos klärten. Die Gäste bekamen mit zunehmender Dauer mehr Räume für Konter, spielten diese jedoch nicht konsequent zu Ende. Stattdessen schnürte Wiescherhöfen sie immer mehr ein – allerdings ohne Erfolg. Das Spiel schien bereits gelaufen zu sein, doch dann köpfte David Wündisch nach einer Ecke von Dominik Degelmann zum 1:2-Anschluss ein (90.). Viel Zeit blieb den Grün-Weißen, die nun alles nach vorne warfen, nicht mehr. Dominik Degelmann schlug das Leder in der Nachspielzeit hoch in den Strafraum, und Spielertrainer Steven Degelmann köpfte über den unentschlossen herauskommenden WSU-Torwart Thomas Wilmer zum viel umjubelten 2:2 ein (90.+2).

„Wir erzielen unsere Tore mit Willen und Herz“, resümierte Steven Degelmann. „Aber unser Manko über die ersten Spiele ist, dass wir uns kaum klare Chancen erarbeiten und hinten einfache Gegentore kassieren.“ - St

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