Späte Spannung im Heimspiel der SG Bockum-Hövel

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Siegte mit seiner SG gegen Liesborn: Steven Farchmin. 

Hamm - Spannend wurde es nur in den letzten fünf Minuten. Lange beherrschte die SG Bockum-Hövel beim 2:1 (1:0)-Erfolg das Geschehen im Adolf-Brühl-Stadion, ehe ein später Anschlusstreffer des SV Westfalen Liesborn noch einmal für Unruhe und Hektik sorgte.

„Der Sieg war nicht mehr in Gefahr, und wir liegen wieder voll im Plan“, war Bockum-Hövels Trainer Markus Matzelle zufrieden mit dem souveränen Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben das Spiel kontrolliert, Geduld bewiesen und wenig Fehler gemacht.“

Die Sport-Gemeinschaft erwischte einen Start nach Maß und ging gleich mit der ersten Chance in Führung. Eine zu kurze Kopfballabwehr nach Flanke von Kerim Isiktekin nutzte Fabian Düser zu einem herrlichen Volleyschuss in den Winkel (2.). Die Gastgeber überzeugten im Anschluss mit großer Passsicherheit und vielen Spielverlagerungen. Der SVW zog sich trotz des Rückstandes weit zurück und agierte vor der Viererabwehrkette mit drei defensiven Mittelfeldakteuren. In der Offensive lauerte lediglich Jürgen Fahnenstiel an der Mittellinie, der in den Zweikämpfen gegen Mirko Müller und Tobias Ringk jedoch ein ums andere Mal das Nachsehen hatte.

Lange dauerte es, bis die Hausherren das Abwehrbollwerk der Schwarz-Gelben noch einmal überwinden konnten, doch nach einem Freistoß von Mike Kaczor landete der Kopfball von Simon Schroth an der Latte (32.).

Auch nach dem Kabinengang änderte sich das Bild nicht. Die SG bestimmte das Spiel, war bemüht, den zweiten Treffer nachzulegen, ohne die eigene Abwehr zu entblößen. „Trotz des Rückstandes hat Liesborn mit elf Mann verteidigt“, wunderte sich Matzelle über die Taktik der Gäste. „Es ist schwer, gegen einen tief stehenden Gegner zu spielen, doch wir sind geduldig geblieben.“

Zunächst scheiterten Isiktekin mit einem Freistoß (46.) und Marc-Andre Wohlrath mit einem Distanzschuss (53.), aber in der 65. Minute gelang das erlösende 2:0. SV-Schlussmann Alexander Gödde ließ einen Schuss von Thomas Wilczek nach vorne abprallen, und Simon Schroth staubte per Kopf ab.

Mike Kaczor (70.) und Steven Farchmin (75.) hätten für die endgültige Entscheidung sorgen können, waren im Abschluss aber zu ungenau. Diese Schwächen wurden beinahe bestraft, denn mit dem ersten Schuss, der in der gesamten Begegnung auf das Bockum-Höveler Tor kam, gelang Liesborn durch Fahnenstiel der Anschluss (85.). Die Gäste setzten nun alles auf eine Karte, eine echte Gelegenheit ergab sich jedoch nicht mehr. - St

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