Für Westfalia Rhynern hat das Warten ein Ende

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Robin Hoffmann fehlt der Westfalia am Sonntag.

Hamm - Der Blick auf den Wetterbericht oder das Warten auf das Urteil einer Platzkommission erübrigt sich diesmal. Am Sonntag wird auch für Westfalia Rhynern die Rückrunde in der Fußball-Oberliga beginnen – „hundertprozentig“, sagt Trainer Björn Mehnert.

Und in der Stimme schwingt ein gewisser Grad an Erleichterung mit, dass nach den Absagen der Partien in Siegen und daheim gegen den TSV Marl-Hüls nun am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Ennepetal wieder Wettkampfbedingungen für sein Team herrschen werden. Schließlich ist die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz angesetzt. „Das Warten hat ein Ende, endlich geht’s los“, sagt Mehnert. „Die Jungs sind heiß, wir Trainer auch – die Vorbereitung war lang genug.“

Allerdings auch „abwechslungsreich“, streicht der Coach heraus. Und die ohnehin lange und noch dazu unfreiwillig verlängerte „Warmlaufphase“ lieferte zudem einige Erkenntnisse, die Mehnert zuversichtlich auf die anstehende Begegnung und die Rest-Saison insgesamt blicken lassen. „Wir sind insgesamt besser aufgestellt, haben uns gut verstärkt“, meint der 39-Jährige und verweist nicht zuletzt auf den abschließenden Test in der vergangenen Woche gegen den klassenhöheren TuS Erndtebrück (1:2), bei dem die Westfalia lange gleichwertig war. „Ich glaube, dass wir weiter sind als in der Hinrunde“, sagt Mehnert. Besonders in puncto Defensivverhalten hat der Trainer „auf jeden Fall einen Fortschritt“ erkannt, hat eine größere Stabilität ausgemacht. „Wir stehen enger“, so Mehnert. „Aber das müssen wir jetzt in der Meisterschaft bestätigen.“

Denn das wird am Sonntag ein wichtiger Faktor werden. 39 Mal hat der TuS Ennepetal in seinen bisherigen 19 Saisonspielen bereits getroffen. „Ennepetal ist in der Offensive gut aufgestellt – als Mannschaft und individuell“, sagt der Westfalia-Coach mit Blick auf die stattliche Ausbeute des TuS und torgefährliche Akteure wie Marc Schröter, der bislang zehnmal getroffen hat. Zudem ist Ennepetal im Gegensatz zur Westfalia bereits im Rhythmus – und zwar in einem richtig guten. Zweimal ist die Mannschaft von Trainer Imre Renji nach der Winterpause bereits angetreten. Und der Tabellenfünfte sammelte durch Siege gegen Stadtlohn (3:2) und in Erkenschwick (2:0) die maximale Punktzahl. „Die werden entsprechend selbstbewusst sein“, ist sich Mehnert sicher.

Und doch gibt sich der Ex-Profi, der sein Team zuletzt vornehmlich im 4-1-2-3 agieren ließ, zuversichtlich. Was nicht nur an der Vorbereitung liegt, in der „die Jungs super mitgezogen“ haben. Mehnert hat durchaus Problemzonen beim TuS ausgemacht. „Es gibt Angriffspunkte, die wir nutzen möchten“, so der Coach mit Blick auf die Ennepetaler, die immerhin bereits 34 Gegentreffer kassiert haben.

Verzichten muss Mehnert auf Robin Hoffmann (grippaler Infekt), der vor der Saison von Ennepetal an den Papenloh gewechselt war. Darüber hinaus fehlen dem Westfalia-Coach weiter Mathieu Bengsch und Thorben Menne.

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