Fußball

So will Westfalia Rhynern in Ennepetal den ersten Auswärtssieg landen

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Genießt das Vertrauen: Maximilian Eul könnte Sonntag im Westfalia-Tor stehen.

Nur eines von fünf Auswärtsspielen hat Fußball-Oberligist Westfalia Rhynern bislang verloren. Einen Sieg hat das Team in der Fremde aber auch nicht gelandet. Das soll sich am Sonntag ändern.

Hamm - Dass Michael Kaminski, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern, eher die leisen Töne bevorzugt, ist bekannt. Deshalb hat es am Papenloh nach der ersten Heimniederlage der Saison, die gegen Eintracht Rheine erst in der vierten Minute der Nachspielzeit trotz personeller Überzahl besiegelt wurde, keineswegs gekracht. 

„Die Sache haben wir nur kurz angesprochen, damit war sie schon am Montagabend für die Mannschaft und für mich abgehakt“, beteuert der Coach. „Wir kennen das Gefühl. Wir haben vor Wochen auch in Meinerzhagen weit nach Ablauf der regulären Spielzeit noch den glücklichen Ausgleich geschafft.“

Darauf, dass sich im Fußball vieles in einer Saison ausgleicht, hofft Kaminski auch am Sonntag (15 Uhr) im Gastspiel beim TuS Ennepetal. Dort soll im sechsten Anlauf der erste Auswärtssieg in der laufenden Runde gelingen. Viermal spielte Rhynern bisher auf fremden Plätzen unentschieden.

Bis an die Grenzen - und darüber hinaus

„Jetzt muss die Mannschaft einmal bis an ihre Grenzen und vielleicht auch darüber hinaus gehen, damit wir den ersten Dreier landen“, meint Kaminski, der angesichts der Tabellensituation seine Mannschaft aber in der Außenseiterrolle sieht. „Ennepetal steht mit nur zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Wiedenbrück auf Platz drei, hat bisher eine sehr gute Saison gespielt“, lobt Rhynerns Trainer die Arbeit seines Kollegen Alexander Thamm. „Der hat das bisher sehr gut gemacht.“ Angesichts des Vorsprungs von zehn Punkten auf einen Abstiegsplatz ist der Druck in Rhynern derzeit nicht besonders groß. „Wir können eigentlich befreit aufspielen“, betont Kaminski.

In den Spielen des TuS Ennepetal fallen meist sehr viele Tore. Mit 22 Treffern stellt der TuS den zweitstärksten Angriff der Liga, hat allerdings auch schon 14 Tore hinnehmen müssen. Rhynern hat die mit Abstand wenigsten Treffer (6) in der Oberliga kassiert. 

Rhynern sucht noch die Kaltschnäuzigkeit

Daher wäre Kaminski sehr froh, wenn am Ende der 90 Minuten erneut die Null stehen würde. Dass es bei den Offensivbemühungen der Westfalia erst zwölf Erfolgserlebnisse gab, hat Rhynerns Trainer zuletzt weitaus mehr beschäftigt. „Wir müssen mehr Chancen kreieren, im Abschluss kaltschnäuziger agieren“, weiß Kaminski, wo der Hebel anzusetzen ist. „Wir haben zuletzt im Training intensiv daran gearbeitet, haben eigens Übungen entwickelt, mit denen wir auch die Gier der Spieler im Strafraum steigern wollen“, berichtet der Coach.

Personell stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen von Schlussmann Alexander Hahnemann und Routinier Salvatore Gambino, die beide an einer Grippe laborieren. Sollte Hahnemann nicht rechtzeitig fit werden, steht Maximilian Eul zwischen den Pfosten. „Wir haben zwei starke Torhüter im Kader. Gut, dass wir Eul zuletzt schon Spielzeiten im Pokal und gegen Erndtbrück eingeräumt haben. So müssen wir ihn nicht ins kalte Wasser werfen“, betont Kaminski. Yasin Acar und Dejan Markovski fallen am Wochenende ebenso verletzt aus wie Mittelfeldakteur Finn Köhler, der erst in der kommenden Woche operiert wird und deshalb noch länger pausieren muss.

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