Handball

ASV klettert mit einem Sieg in Fürstenfeldbruck auf Platz neun

ASV Hamm-Westfalen siegt in Fürstenfeldbruck.
+
Ein Sieg gelang dem ASV zum Abschluss in Fürstenfeldbruck.

Zum Saisonabschluss feierte Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen noch einmal einen 27:26 (15:14)-Erfolg beim bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck und kletterte damit noch um einen Platz auf Rang neun.

Fürstenfeldbruck – Noch am Dienstag waren die Zweitligahandballer des ASV Hamm-Westfalen unfreiwillige Augenzeugen der Aufstiegsfeier beim HSV Hamburg. Pyroeffekte und Konfettikanonen wurden nach dem 32:28-Sieg des HSV gegen den ASV gezündet. Auf derlei Effekte hatten die Verantwortlichen des TuS Fürstenfeldbruck in Anbetracht der Tatsache, dass ihre Mannschaft nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder zurück in die 3. Liga muss, zwar verzichtet. Das Feuerwerk, das die knapp 200 Fans des TuS in der engen Wittelsbacher Sporthalle zündeten, war dennoch beeindruckend. Am Ende setzten sich dann aber doch die Gäste durch und bejubelten einen knappen 27:26 (15:14)-Erfolg.

Bis es soweit war, mussten die Hammer aber erst einmal die lange Anfahrt aus den Beinen bekommen. Das Team, das auf der Platte neben den verletzten Sören Südmeier, Marian Orlowski und Jan Pretzewofsky auch noch auf den erkrankten David Spiekermann und schon nach wenigen Minuten Abwehrstratege Markus Fuchs (umgeknickt) verzichten musste, traf auf einen Gastgeber, der sich offensichtlich vorgenommen hatte, seine vorerst letzten 60 Minuten in der 2. Handball-Bundesliga noch einmal in vollen Zügen zu genießen. Angepeitscht von den Fans, die auch in Fürstenfeldbruck erstmals wieder in die Halle durften, sprühten die Brucker vor allem offensiv vor Spielfreude und stellten die präsentere Formation auf dem Feld. Bis zur 14. Minute setzte sich das Team von Trainer Martin Wild zum 9:6 ab.

Doch die Gäste wurden zunehmend sicherer, stopften in der Defensive immer besser die Löcher, und fanden auch im Angriff häufiger die richtigen Mittel gegen die sehr offensiv ausgelegte Abwehrformation des Tabellenletzten.

Merten Krings, der in den ersten Minuten vorne gemeinsam mit Gerrit Genz als Alleinunterhalter herhalten musste, ging konsequent in die Schnittstellen der TuS-Abwehr. Genz wurde ebenfalls immer stringenter in seinen Abschlüssen. Die Folge: Hamm holte Treffer um Treffer auf – auch, weil ASV-Trainer Michael Lerscht seine Defensive mittlerweile auf eine 5:1-Variante umgestellt hatte, in der Fabian Huesmann nun wirkungsvoll die Kreise von Fürstenfeldbruck-Spielmacher Kolodziej störte. Nach 25 Minuten hatte Krings mit dem 13:12 den Anschluss wieder hergestellt – drei Treffer in Folge durch Krings (sein sechster) und zweimal von Boenigk sorgten dafür, dass der Gastgeber Sekunden vor der Pausensirene plötzlich sogar mit 14:15 in Rückstand geriet.

Direkt nach Wiederbeginn bekam Tobias Prestele die erste Zeitstrafe dieser fairen Partie – Tim Kaulitz gelang dennoch der Ausgleich, wobei jetzt auch die Abwehrreihen deutlich konsequenter zufassten. Und Fürstenfeldbruck legte nach: Spielmacher Kolodziej nach dem letzten Pass im Zeitspiel, Seitz und Engelmann legten nach, und der Gastgeber lag wieder vorn (18:16/38.).

Ein Vorsprung, der in der Folge erst einmal hielt. Was Lerscht nicht wirklich schmeckte. Mit einem Team-Timeout versuchte er der Entwicklung entgegen zu wirken. Und Krings traf prompt zum Anschluss (43.), Genz und Marten Franke per Gegenstoß legten nach – und der ASV lag nach 46 Minuten zum zweiten Mal in dieser Partie in Führung.

Die er trotz Zwei-Minuten-Strafe gegen Jan Brosch behauptete. Allerdings blieb der Gastgeber dran. Und hatte nach einem vergebenen Siebenmeter von Huesmann gegen Hanemann (54.) noch einmal die Chance, in Führung zu gehen. Doch Huesmann machte seinen Patzer kurz darauf wieder gut. Und Genz legte in der 57. zum 24:26 nach. Doch Kaulitz und Stumpf 59 Sekunden vor dem Ende glichen erneut aus. Den Gästen blieb noch ein Angriff. Und nach einem Foul von Stumpf erhielt Huesmann 15 Sekunden vor dem Ende seine zweite Chance vom Siebenmeterstrich – und traf dieses Mal zum 26:27.

Wild nahm die letzte Auszeit, doch der finale Wurf von Kolodziej blieb im Hammer Block hängen, der die Hände gleich zum Jubeln in der Luft lassen konnte, während der TuS zum achten Mal in dieser Saison mit einem Tor verloren hatte. Die Fans verabschiedeten ihr Team dennoch mit viel Applaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare