Handball

Zitterspiel zwischen ASV Hamm-Westfalen und DJK Rimpar

Jakob Schwabe ASV Hamm-Westfalen
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Jakob Schwabe

Zittern bis zur letzten Sekunde: In einem nervenaufreibenden Spiel setzte sich Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen gegen die DJK Rimpar durch. Am Ende jubelten die Gastgeber über einen 28:26 (13:9)-Erfolg.

Die Hammer traten mit Ausnahme von Spielmacher Sören Südmeier in Bestbesetzung an. Und sie wollten dem überzeugenden 25:20-Erfolg bei der SG BBM Bietigheim unbedingt einen weiteren Sieg folgen lassen, um ihr Punktekonto auf eine positive Bilanz zu schrauben.

Mit 20:18 hatte sich der ASV im Hinspiel nach 9:12-Pausenrückstand durchgesetzt.

Nach einer Schweigeminute für ASV-Ehrenmitglied Elfriede Mertens, die in der vergangenen Woche im Alter von 97 Jahren verstorben war, erwischte der ASV einen guten Start. In der Deckung brachte das Team die Gäste gleich mehrfach in Verlegenheit und drängte die DJK ins Zeitspiel. Auf der anderen Seite standen zunächst gute Aktionen. Der Lohn war eine schnelle 2:0-Führung. Doch einen technischen Fehler und eine vertane Chance später stand es schon wieder 2:2 (8.).

Dennoch hatten die Hammer das Geschehen auf der Platte im Griff. Vor allem durch ihre bewegliche Abwehrarbeit stellten sie die Gäste vor Probleme. Vorne wurde der Ball klug durch die Reihen gespielt, bis einer der Hammer Spieler aussichtsreich zum Abschluss kam. Umsichtiger Lenker in dieser Phase war Mittelmann Merten Krings, der nicht nur als Ballverteiler, sondern auch als torgefährlicher Schütze agierte. Allein in Durchgang eins gelangen dem zum Saisonende scheidenden Spielmacher vier Tore. Bis auf 7:3 (17.) baute der ASV seinen Vorsprung so aus.

Nur, um die Gäste erneut zurück ins Spiel zu lassen. Zwar spielte sich das Team weitere gute Möglichkeiten heraus, scheiterte jetzt aber final an Gästekeeper Marino Mallwitz. So gelangen Rimpar vier Treffer in Folge zum 7:7 - und fast wäre die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt sogar noch in Führung gegangen. Doch dann machte Fabian Huesmann mit dem 8:7 dem Spuk vorerst ein Ende (19.).

Und erneut gelang es den Hausherren in der Folge, sich abzusetzen. Nur zwei Treffer ließen sie noch bis zur Pause zu - und so stand zur Halbzeit ein komfortabler und vor allem verdienter 13:9-Vorsprung zu Buche.

Der nach Wiederbeginn allerdings binnen weniger Minuten erneut verspielt war, als Dominik Schömig per Tempogegenstoß zum 14:3 einnetzte (34.). Zum Glück für die Gastgeber behielt Huesmann in dieser Phase die Nerven, traf per Siebenmeter und frechem Trickwurf zweimal in Folge - so blieb zumindest der knappe Vorsprung erhalten. Das Spiel des ASV blieb ansonsten aber zu fehlerhaft, um die Gäste ein weiteres Mal auf Sicherheitsabstand zu bringen - auch, weil Rimpars David Kovacic nun sehr früh aus der 6:0-Deckung herausrückte, um den Hammer Spielaufbau zu stören .

Vor allem DJK-Akteur Dayan Yonatan machte dem ASV jetzt das Leben schwer. Vier Treffer gelangen ihm in der kurzen Zeit nach der Pause bis zur 45. Minute. Und als Steffen Kaufmann der erste Ausgleich seit dem 7:7 gelang (46./19:19), war die Zeit für eine Hammer Auszeit gekommen.

Das Spiel war längst zur Nervenprobe geworden, bei der auf Hammer Seite Jan Pretzewofsky in der Schlussphase aufblühte. Fast im Alleingang hielt er sein Team in den letzten Minuten im Spiel. Als dann Felix Storbeck drei Minuten vor dem Ende für Jan Wesemann zurück zwischen die Pfosten wechselte, das mögliche 26:26 abwehrte und Huesmann im Gegenzug auf zwei Tore Vorsprung stellte, hatte der ASV alle Karten in der Hand. Und Marian Orlowski spielte den letzten Trumpf in der Schlusssekunde zum 28:26-Endstand aus.

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