Handball

ASV Hamm-Westfalen unterliegt auch in Hüttenberg

Marian Orlowski ASV Hamm-Westfalen
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Marian Orlowski.

Wetzlar – Der Musikeinspieler zum Aufwärmen war Warnung genug: „Erfolg ist kein Glück“, ließ Deutsch-Rapper Kontra K wissen, während sich die Spieler auf der Platte dehnten – das Ergebnis der Partie in der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem TV Hüttenberg und ASV Hamm-Westfalen gab ihm Recht. Der Gastgeber gewann mit 30:28 (14:15) zwar knapp – aufgrund der Leistung nach der Pause aber verdient.

Als moralische Stütze hatte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers das Team nach zuletzt vier Niederlagen in Folge in die Wetzlarer Rittal-Arena begleitet. Auch der verletzte Sören Südmeier war mitgefahren – für ihn kam ein Einsatz aber genauso wenig in Frage wie für den angeschlagenen Fabian Huesmann und Kapitän Jakob Schwabe, der mit einem grippalen Infekt zuhause geblieben war.

Aber auch die Gastgeber hatten ihre Sorgen. So fehlt Kapitän Moritz Zörb bereits seit dem ersten Spieltag. Linksaußen Christian Rompf, saß trotz Bänderriss im Knöchel immerhin auf der Bank. Dafür hatte der langjährige Erstligaakteur und ehemalige Nationalspieler Stefan Kneer zuletzt beim 28:26-Sieg in Großwallstadt nach einjähriger Verletzungspause seine Saisonpremiere gefeiert – und gleich den entscheidenden Treffer erzielt. Überhaupt war der ASV gewarnt, nachdem die Gastgeber unter der Leitung ihres neuen Trainers Johannes Wohlrab bisher noch nicht als Verlierer von der Platte gegangen waren.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Zwar begann der ASV mit einem technischen Fehler, der Hüttenberg die erste Führung ermöglichte (2.). Doch die Gäste verfolgten danach zunächst konsequent ihren Matchplan. Gegen die weit vorrückende 3:2:1-Deckung des TVH bauten sie das Spiel ruhig auf, um dann in die sich bietenden Lücken am Kreis zu stoßen und zum Erfolg zu kommen.

Nach vier Minuten hatte Marian Orlowski die erste Möglichkeit, sein Team in Führung zu bringen. Doch sein Siebenmeter zum möglichen 2:3 prallte an den Pfosten – drei Minuten später saß der zweite Versuch.

Als dann Melf Krause zweimal vom Kreis aus traf sowie anschließend Alex Rubino Fernandez und Jo Gerrit Genz, lag der ASV erstmals mit zwei Toren vorn (15.). Die Gäste kontrollierten das Geschehen, versäumten es aber, sich weiter abzusetzen. So ging es nur mit einem knappen 15:14-Vorsprung in die Pause.

Zwei schnelle Treffer der Hausherren durch Vit Reichl und Stefan Kneer – und die Gastgeber lagen plötzlich wieder vorne (32./16:15) –auch, weil sich der ASV jetzt leichte technische Fehler leistete oder an Nikolai Weber scheiterte, der nach dem Wechsel im Hüttenberger Tor stand.

Es kam noch schlimmer für die Gäste: Bis zur 36. Minute blieb der ASV ohne eigenen Treffer. Hüttenberg legte zwei weitere zum 18:15 nach – plötzlich stand Hamm wieder einmal unter Druck. Woran auch der Treffer von Jan Brosch zum 18:16 nichts änderte (36.).

Das Spiel nahm einen ähnlichen Verlauf wie die vergangenen, als die Hammer nach der Pause nicht mehr auf der Höhe waren und ihre Partien aus der Hand gaben.

Als Hüttenberg durch Merlin Fuß zum 22:18 erhöhte (41.), nahm Lerscht seine zweite Auszeit. Und schaffte es damit, die hohe Fehlerquote seiner Mannschaft im Angriff kurzfristig zu stoppen. In der Deckung bekam sie zudem wieder mehr Zugriff auf die Hausherren, die nach der Pause deutlich beweglicher unterwegs gewesen waren.

Zweimal Marian Orlowski und Jan Pretzewofsky sowie ein paar Fehlwürfe der Gastgeber brachten den ASV noch einmal ins Spiel zurück (22:21/46.). Doch das kurze Aufbäumen verpuffte, weil Weber im TVH-Tor nun ein ums andere Mal in den Duellen gegen die abschließenden Hammer Sieger blieb. Die Folge: Weber, Fujita und Kneer (2) schraubten den Vorsprung anschließend sogar auf fünf Tore (26:21/52.).

Die Gäste versuchten noch einmal alles, erzielten auch in der Schlussminute durch David Spiekermann noch einmal den 29:28-Anschluss. Doch Sekunden vor Schluss machte Robin Hübscher für die Heimmannschaft den Deckel drauf.

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