Handball

ASV Hamm-Westfalen: Keine Ernte in Eisenach

Marten Franke ASV Hamm-Westfalen
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Marten Franke

Die Schlusssirene nahmen die Spieler des ASV Hamm-Westfalen regungslos hin. Hände in die Hüften stemmen und den Spielern des ThSV Eisenach beim Feiern zusehen - mehr blieb den Gästen nach 60 umkämpften Minuten nicht übrig. Und anschließend den Gastgebern zum 28:25 (14:14)-Sieg zu gratulieren.

ASV-Coach Michael Lerscht musste auch in Eisenach auf Kreisläufer Jan Brosch verzichten, der aufgrund einer Reizung der Achillessehne wie gegen den HSV Hamburg aussetzte. Mittelmann Merten Krings, der am Mittwoch ebenfalls nicht dabei war, weil er Vater geworden war, stand dagegen wieder im Kader, begann aber nicht. Weil Coach Michael Lerscht zunächst erneut auf Marian Orlowski in der Schaltzentrale setzte.

Auf beiden Außenpositionen ließ Lerscht zudem die ausgeruhteren Spieler beginnen - auf links Alex Rubino für Fabian Huesmann und auf der rechten Seite Marten Franke für Jan Pretzewofsky.

„Ich empfinde es nicht, dass die Gäste in einer super Verfassung sind“, hatte ThSV-Coach Markus Murfuni im Vorfeld der Partie gesagt. Auf der Platte sah das so aus, dass beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Zwar ging der ASV gleich durch Orlowski und Gerrit Genz mit 2:0 in Führung, doch Ivan Snajder und Martin Potisk egalisierten postwendend.

Es waren aber die Hammer, die das Spiel im ersten Durchgang von vorne weg kontrollierten, stets in Führung lagen und sich nach zehn Minuten durch Genz und Rubino erneut auf zwei Treffer absetzten.

Die bissigen Gastgeber blieben aber auf Augenhöhe und waren nach 20 Minuten beim 8:8 wieder im Spiel. Als der ASV anschließend durch die gerade eingewechselten Krings und Jan von Boenigk mit drei Treffern in Folge auf 11:8 stellte, schien es, als könnte sich der Gast ein Polster erarbeiten. Doch das Gegenteil war der Fall. Murfuni nahm eine Auszeit, und Eisenach konterte gegen die nun etwas zu sorglosen Hammer postwendend. Nach 25 Minuten war alles beim Stand von 11:11 wieder offen. Und so blieb es bis zur Pause.

Als dann nach dem Wechsel der gute Voncina im Eisenacher Tor den ersten ASV-Versuch parierte, Snajder im Gegenzug sein Team erstmals in Führung brachte und Jakob Schwabe es fertig brachte, dem nach einer Parade am Boden sitzenden Voncina den Nachwurf direkt in die Arme zu werfen, schlugen die Gastgeber zunächst aber kein Kapital daraus.

Doch anders als im ersten Durchgang lag nun Eisenach stets in Führung und setzte den ASV so unter Druck. Nach 48 Minuten war Eisenach mit zwei Toren vorn, weil der ASV die Kreise des umsichtigen Potisk nicht einengen konnte, Daniel Dicker sich treffsicher zeigte und Torhüter Voncina den Hammern immer wieder auf dem Weg zum Torerfolg im Weg stand.

Nach 49 Minuten gelang Orlowski beim 22:22 noch einmal der Ausgleich. Anschließend scheiterten die Hammer gleich mehrfach am ThSV-Keeper, dessen Team die Phase nutzte, um sich auf 25:22 abzusetzen (54.).

Nach einem Foul von Andrej Obranovic an Krings zwei Minuten vor dem Ende schöpfte Hamm noch einmal Hoffnung. Doch Orlowski zielte beim anschließenden Freiwurf über das Tor - die Chance zum 27:26-Anschluss war vergeben. Und der ThSV brachte den Vorsprung danach sicher über die Zeit.

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