Handball

ASV bleibt nach umkämpftem Spiel in Dresden ohne Punkte

2. Handball Bundesliga: ASV Hamm Westfalen - HSG Konstanz
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Bitter: Mit 21:22 unterlag der ASV in Dresden.

Dresden – Knapp 500 Kilometer und ungefähr 50 000 unter den Reifen klackende Fahrbahnmarkierungen hatten die Spieler des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen auf der Fahrt zum Auswärtsspiel bei HC Elbflorenz Dresden hinter sich gebracht – am Ende einer umkämpften Partie waren es ein paar unachtsame Minuten in der Schlussphase, die das Team um den verdienten Lohn brachten. Die Punkte blieben in Dresden, das knapp 22:21 (10:10) die Nase vorn hatte.

Personell sah es bei den Gästen so aus, dass Trainer Michael Lerscht mit Ausnahme von Kreisläufer Jan Brosch alle Akteure seines Kaders mit auf die Fahrt nach Dresden genommen hatte. Allerdings nahm der seit Oktober verletzte Spielmacher Sören Südmeier nur auf der Bank Platz, um in der Funktion eines Co-Trainers seinen Teil dazu beizutragen, dass die Mission Dresden möglichst erfolgreich endet. Der Rückraumlinke Marian Orlowski, der zuletzt am Mittwoch im Heimspiel gegen die HSG Konstanz (26:26) wegen einer Fingerverletzung pausieren musste, machte sich nicht nur mit der Mannschaft warm. Er begann auch auf der Spielmacherposition für Merten Krings.

Und machte das gut. Hamm ließ den Ball im Angriff schnell zirkulieren, brachte die Abwehr des Tabellenvierten so gut in Bewegung und wartete geduldig, bis sich eine Lücke für den Abschluss fand. Dass Orlowski zudem die ersten beiden Treffer des ASV auch noch selbst erzielte, war ein gern genommener Nebeneffekt und Lohn für seine engagierte Arbeit.

Der Gast war im Spiel – vom Start weg. Was die folgenden Minuten belegten. Es entwickelte sich eine offene Begegnung, in der zu Beginn vor allem Felix Storbeck in Zusammenarbeit mit der Defensive oft Sieger gegen die Versuche der Gastgeber blieb. Bis zur 15. Minute hatte er bereits sechs Paraden auf seinem Konto – und damit großen Anteil daran, dass die Gäste seit der ersten Führung für die Hausherren stets in Führung gelegen hatten.

Ärgerlich für den ASV, dass Rechtsaußen Jan Pretzewofsky, gerade nachdem Gerrit Genz und Markus Fuchs ihr Team erstmals mit zwei Treffern in Führung gebracht hatten (5:3/13.), den Ball auf den Fuß bekam und die Schiedsrichterinnen diese Aktion als absichtlich bewerteten. Die folgende Strafe nutzte Dresden, um mit einem 2:0 wieder zum Ausgleich zu kommen. Danach blieb der ASV zwar weiter stets in Führung, schaffte es aber nur noch, regelmäßig ein Tor vorzulegen.

Beim Stand von 7:7 (15.) nahm Dresdens Trainer Rico Göde seine erste Auszeit und brachte danach den früheren ASVer Ivar Stavast auf der Spielmacherposition.

Auf der anderen Seite mussten die Hammer eine Schrecksekunde überstehen, als Orlowski sich nach einer Angriffsaktion die verletzte Hand hielt – nach einer Verschnaufpause ging es aber weiter für den Rückraumakteur.

Für Neuzugang Alexander Engelhardt verliefe seine ersten ASV-Minuten kurz darauf durchwachsen. Gleich seine erste Aktion in der Defensive brachten ihm eine Zwei-Minuten-Strafe und einen Siebenmeter für Dresden ein. Kurz darauf traf der Kreisläufer erstmals für seinen neuen Klub zum 10:9-Zwischenstand (28.). Ein Vorsprung, den die Gäste nicht mit in die Pause nehmen konnten, weil erneut Engelhardt nach dem Geschmack der Unparteiischen zu hart in der Abwehr zupackte: Lukas Wucherpfennig nutzte den Siebenmeter – seinen bis zu diesem Zeitpunkt bereits dritten – zum 10:10-Ausgleich. Der gerechte Pausenstand.

Erste Minuten für Neuzugang Alexander Engelhardt

Doch der Hammer Kreisläufer war im Spiel, was er mit der erneuten Hammer Führung direkt nach der Pause belegte. Daran, dass die Partie umkämpft blieb, ändert das aber nichts. Der Ballbesitz wechselte bis zur 37. Minute mehrmals – mehr als zwei Treffer zu 11:11 und ein Zweikampf zwischen Fuchs und Dresdens Dumcius Mindaugas, nach dem der Hammer zunächst benommen am Boden blieb, kam dabei aber nicht heraus.

Als dann Pretzewofsky aus spitzem Winkel an Elbflorenz-Keeper Mario Huhnstock scheiterte und im Gegenzug Marek Vanco zum 12:11 für Dresden traf, war der Gastgeber wieder vorn – zum ersten Mal seit dem 1:0.

Jetzt stand der ASV unter Druck, nachlegen zu müssen. Was zunächst gelang – die mehrfach sich bietende Chance, selbst die Führung erneut zu übernehmen, vergaben die Hammer allerdings. Und so nahm Lerscht nach 44 Minuten beim Stand von 14:13 für Dresden seine zweite Auszeit, weil die Gäste dabei waren, die Klarheit in ihren Aktionen zu verlieren – und Dresdens Keeper Mario Hunhstock nun zu einem Faktor zu werden drohte.

Nach 55 Minuten hatte Hamm noch einmal durch Orlowski einen Zwei-Tore-Rückstand ausgeglichen – zwei Tempogegenstöße bei ASV-Überzahl kurz darauf begruben dann die Hoffnung der Gäste auf einen Punktgewinn..

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