Rollhockey

SKG-Spiel der European League gegen Lissabon im Fokus der Benfica-Fans

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Germania-Schlussmann Timo Tegethoff hat im Hinspiel keine gute Erfahrung gemacht.

Der Stachel aus dem Hinspiel sitzt tief. Die Motivation, es dieses Mal besser zu machen, ist daher immens. 14 Mal schlug im Hinspiel bei Benfica Lissabon zum Auftakt der European-League-Saison der Ball im Tor des SK Germania Herringen ein.

Hamm – Es waren 14 Treffer in die Magengrube, die dem Team aus dem Hammer Westen die bisher höchste Niederlage in der europäischen Königsklasse bescherten.

Keine Frage: Wenn die Portugiesen am Samstag um 18 Uhr zum letzten SKG-Heimspiel in der Gruppenphase in die Glückauf-Halle rollen, dann wollen es die Gastgeber besser machen. „Diese Niederlage sitzt natürlich noch in den Köpfen“, weiß der SKG-Vorsitzende Michael Brandt.

„Dabei hatten wir damals das Ergebnis ja lange im Rahmen gehalten. In den letzten sieben Minuten, als wir unseren Torhüter Timo Tegethoff auswechseln mussten, haben wir allerdings nochmal sieben Tore gefangen.“ Das Rückspiel findet nun unter anderen Voraussetzungen statt.

Viele Gästefans reisen nach Herringen

Denn mit dem Heimvorteil im Rücken, Tegethoff im Tor sowie Kevin Karschau und wahrscheinlich auch Milan Brandt auf dem Feld, die beide im Hinspiel nicht dabei waren, wolen es die Herringer den Gästen möglichst schwer machen – auch wenn es so aussieht, dass die Atmosphäre durchaus erneut südländischen Charakter annehmen könnte.

„Wir haben sehr viele Vorbestellungen von portugiesischen Fans aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland bekommen, die die Chance nutzen wollen, Benfica in der Nähe zu sehen“, sagt Brandt. „Dazu hat der Lissaboner Vorstand noch einmal 30 Karten geordert, so dasss wir mit knapp 100 Fans der Gäste rechnen.“

Ein Umstand, der auf der einen Seite für eine prächtige Stimmung sorgen wird, auf der anderen Seite aber auch für Magengrummeln bei den SKG-Verantwortlichen sorgt. Denn: „Wir hoffen nicht, dass es sich bei diesen Fans um die Ultras handelt“, sind für Brandt solch große Anfragen aus dem Ausland immer mit der Gefahr verbunden, dass sich auch gewaltbereite Fans auf den Weg nach Herringen machen könnten.

„Wir haben die Polizei zumindest darüber informiert, die uns Unterstützung zugesagt hat. Normalerweise gehen wir aber davon aus, dass es sich einfach um Benfica--Fans handelt, die ihren Verein neben dem Fußball auch in anderen Sportarten unterstützen wollen.“ Auch in früheren Begegnungen gegen Sporting Lissabon und Porto waren viele portugiesische Fans in der Halle, die „aber wirklich nur ihr Team unterstützen wollten“, sagt Brandt.

Schiedsrichter-Duo erschwert Organisation

Logistisch haben die Herringer mit Benfica wie mit den meisten anderen südländischen Mannschaften, nicht viel Arbeit – allerdings auch wenig Kontakte. „Ähnlich wie Barcelona ist der Verein da professionell durchorganisiert“, sagt Brandt. „Die Mannschaft wird in Düsseldorf in der Nähe des Flughafens wohnen und dann mit dem Bus drei Tage lang pendeln. Auch nach dem Spiel wird das Team direkt wieder nach Düsseldorf fahren, von wo aus es dann wieder in Richtung Heimat fährt.“

Mehr Probleme haben die Hammer allerdings mit dem französischen Schiedsrichterpaar. Denn die reisen, anders als bei den bisherigen Partien, getrennt an – ihr Transfer muss daher auch zu verschiedenen Zeiten von unterschiedlichen Flughäfen organisiert werden. „Mit diesen Ansetzungen hat uns der europäische Verband keinen Gefallen getan“, ärgert sich Brandt.

„Der eine kommt aus Toulouse, der andere aus der Bretagne. Und es ist schwierig, die beiden nach Hamm zu bekommen. Der eine kommt nun nach Düsseldorf, der andere nach Köln – für zwei Leute ist das schon ein enormer logostischer Aufwand, da wir ja für den Transfer vom Flughafen nach Hamm und zurück verantwortlich sind.“

Karten im Vorverkauf gibt es hier: Reisebüro Busche, Pinter‘s Pinte, Restauant Plaka, Jahns Markt, Gaststätte Möppel und Ballsportdirekt.

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