Fußball

Sjoeke Nüsken erzielt bei ihrer Premiere gleich drei Tore

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Als Sjoeke Nüsken in Telgte eingewechselt wurde, strahlte die 18-Jährige über das ganze Gesicht.

Es war kein komplettes Spiel. Noch nicht einmal eine Halbzeit. Sondern lediglich ein Kurzeinsatz. Und dennoch haben diese 23 Minuten am vergangenen Sonntag die Hammer Fußballerin Sjoeke Nüsken sehr glücklich gemacht.

Hamm – „Ich habe mich schon riesig gefreut, als ich in der 67. Minute eingewechselt worden bin”, sagt die nach ihrem am 12. Mai erlittenen Wadenbeinbruch wiedergenesene 18-Jährige, deren Glückseligkeit sogar noch größer wurde.

Denn in ihrem ersten Spiel für den Frauen-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt nach ihrem Wechsel von den A-Junioren des SV Westfalia Rhynern zu den Hessinnen erzielte Nüsken am Wochenende beim Testspiel gegen den vier Klassen tiefer spielenden Landesligisten SG Telgte gleich drei Treffer für ihren neuen Verein. „Das war echt cool. Die ganze Mannschaft hat sich mit mir gefreut”, verrät sie.

Dabei stand dieser Sommer eigentlich unter keinem guten Stern. Nach ihrer schweren Verletzung musste sich Nüsken durch ein kleines Tief kämpfen, verpasste die Vorbereitung ihres neuen Teams genauso wie die ersten Saisonspiele und war daher froh, als die inzwischen zurückgetretene U19-Bundestrainerin Maren Meinert ihr anbot, mit zur Europameisterschaft nach Schottland zu kommen. Nüsken nahm diese Offerte an, reiste zum Halbfinale an und trainierte dort unter professioneller Betreuung individuell. „Schade, dass wir dann das Endspiel mit 1:2 gegen Frankreich verloren haben”, sagt Nüsken, die anschließend ihren Umzug von Hamm nach Frankfurt vollzog und sich in ihrer neuen Heimat schon sehr wohl fühlt: „Die Mannschaft ist cool, ich habe mich richtig gut eingelebt.”

In der Metropole am Main wohnt sie jetzt mit ihrer Teamkollegen Sandrine Mauron in einer WG, absolviert derzeit ein Praktikum für ihr Bau-Ingenieur-Studium, das im Oktober beginnt – und hat in den vergangenen Wochen ein intensives Reha-Programm absolviert, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden und um ihre Muskeln wieder aufzubauen. „Ich war ja leider, als ich mir das Wadenbein gebrochen hatte, nicht durch die Berufsgenossenschaft versichert. Die Kosten haben aber jetzt mein neuer Verein und der hessische Fußball-Verband übernommen. Die haben sich sehr für mich eingesetzt. Da habe ich gemerkt, dass sie viel von mir halten”, erklärt Nüsken, die nun wieder voll einsatzbereit ist, am Mannschaftstraining teilnimmt und darauf brennt, auch in einem Pflichtspiel erstmals das Trikot des viermaligen Champions-League-Siegers zu tragen.

„Probleme habe ich keine mehr. Unser Trainer hat mir schon signalisiert, dass ich im Kader für das Pokalspiel am Wochenende gegen RB Leipzig stehen werden”, freut sich Nüsken, die möglichst schnell zu alter Form zurückfinden und sich dann als Stammspielerin in Frankfurt etablieren möchte. „Ich will zuerst mein altes Level wieder haben und mich dann weiter entwickeln.”

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