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SG-Stürmer Jannick Kastner will sich die Impfung nicht aufzwingen lassen

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Von: Patrick Droste

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Jannick Kastner, Stürmer der SG Bockum-Hövel, wird in den nächsten Wochen nicht für seinen Verein auflaufen können.
Jannick Kastner (links), Stürmer der SG Bockum-Hövel, wird in den nächsten Wochen nicht für seinen Verein auflaufen können. © WA-Archiv

Jannick Kastner, Stürmer des Fußball-Landesligisten SG Bockum-Hövel, will sich nicht impfen lassen. Er erklärt seine Gründe.

Hamm – In den vergangenen Tagen, als die 2G-Regel für Amateur-Fußballer immer wahrscheinlicher wurde, hatte Jannick Kastner ein paar Mal kurz gezuckt. „Da habe ich schon überlegt, ob ich mich impfen lasse“, sagt der 26 Jahre alte Stürmer des Fußball-Landesligisten SG Bockum-Hövel. Doch letztlich ließ er sich nicht von seiner Meinung abbringen – auch wenn er nun als Ungeimpfter in den kommenden Wochen weder am Training noch am Spielbetrieb teilnehmen darf. „Ich will kein Rebell sein. Aber je mehr man versucht, mir etwas aufzuzwingen, umso giftiger werde ich.“

Er selbst leugnet das Corona-Virus in keiner Weise. Und er wünscht es auch keinem, dass er sich ansteckt. Aber er hat nach eigenen Angaben kein Vertrauen zu den zur Verfügung stehenden Impfstoffen. „Meiner Meinung nach ist das Risiko durch eine Impfung größer als wenn ich mich nicht impfen lasse. Ich bin jung, ich bin gesund“, meint Kastner, der in der U16 und U17 beim VfB Stuttgart gemeinsam mit Joshua Kimmich und Serge Gnabry, zwei der fünf Impfskeptiker des FC Bayern München, zusammen gespielt hat.

Nicht mal als Zuschauer darf Kastner dabei sein

Sollte demnächst ein Totimpfstoff zur Verfügung stehen, würde der 26-Jährige, der Leiter des Fitness-Studios Viva-Fitness in Werries ist, seine Meinung noch mal überdenken: „Ich sage nie nie. Aber wenn, dann mache ich das aus meiner Überzeugung. Es ist für mich der absolut falsche Ansatz, dass man sich impfen lässt, nur um irgendwelche Sachen machen zu können. Ich wäre auch nicht ich, wenn ich das durch Druck von außen mache. “

Daher verzichtet Kastner, der seit seinem dritten Lebensjahr Fußballspiel spielt, nun auf sein geliebtes Hobby. Er darf noch nicht einmal als Zuschauer auf die Platzanlage und das Treiben seiner Teamkollegen von der Seite aus verfolgen. „Das ist schon krass. Und das tut mir sicherlich weh und ist nicht einfach für mich. Aber da stehe ich drüber. Aktuell gibt es Größeres in der Welt als Landesliga-Fußball“, betont er und hofft vor allem, dass es kein Gegeneinander der Geimpften und Ungeimpften gibt: „Es darf nicht Sinn und Zweck sein, dass man da aneinandergerät.“

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