SG Handball Hamm startet in zweite Vorbereitungsphase

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SG-Trainer Christof Reichenberger mit den Neuzugängen (von links) Eike Jungemann, Maurice Behrens und Tobias Weßeling. Es fehlen Jan Brosch und Fabian Huesmann

HAMM - Das obligatorische Aufwärmen war kaum beendet, da schnappten sich die Akteure der SG Handball Hamm das Spielgerät und starteten die kurze Trainingspartie gegen die eigenen Bundesliga-A-Junioren. Ganz so, wie es in dieser zweiten Vorbereitungsphase sein soll.

„In den nächsten Wochen werden wir uns ausschließlich um das Handballerische kümmern“, sagt Christof Reichenberger, Coach des Handball-Oberligisten. Bis zum Saisonstart am 7. September beim TuS Möllbergen geht es um die Feinjustierung. Um die Festigung der Mechanismen. Wobei die Zeit kaum ausreichen dürfte, meint der Trainer: „Wir werden am ersten Spieltag keine Truppe auf die Platte schicken können, die schon alles kann.“ Aber das hat er berücksichtigt. Denn in erster Linie gehe es darum, die Spieler weiterzubringen für einen Sprung in die Zweitliga-Mannschaft von Coach Kay Rothenpieler. „Wir sind jetzt ein Unterbau, daher arbeiten wir anders als im Vorjahr“, so Reichenberger.

Brosch ist Kapitän

Deshalb sind die ASV-„Neuzugänge“ Maurice Behrens (20 Jahre), Eike Jungemann (20), Jan Brosch (22) und Fabian Huesmann (21) allesamt Akteure mit Perspektive. Brosch und Huesmann gehören schon jetzt zum erweiterten Zweitliga-Kader. „Jan und Fabian sind in erster Linie Oberliga-Spieler“, betont der SG-Coach. „Sie sollen nur bei Bedarf mit der Bundesliga-Mannschaft trainieren.“ Broschs Stellung bei der SG wurde auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass er zum Kapitän gewählt wurde. Sein Vertreter ist Sören Feldmann.

Huesmann, gelernter Linksaußen, soll im Oberliga-Team auf Rückraum Mitte aufgebaut werden. „Das ist ein Prozess, der dauert“, sagt Reichenberger. Kreisläufer Brosch hingegen mache seine Sache schon sehr gut. In der Defensive mit dem einzigen externen Neuzugang Tobias Weßeling (TuRa Bergkamen) bildet er einen hoch gewachsenen Mittelblock. „Da kann es schon mal dunkel werden“, so der Trainer, der auch „ein, zwei andere Deckungsvarianten“ einstudieren will.

Neuer Rückraum muss sich einspielen

Neben diversen Konzeptionen ist auch die Abwehrarbeit ein wichtiger Faktor für Reichenberger, der von seinen Mannen nach Balleroberung schnelle Spielzüge nach vorne erwartet. Während der vier Testspiele in der ersten Vorbereitungsphase, von denen die SG keines verloren hat, „hat das mit der 6:0-Deckung schon ganz gut funktioniert“, sagt der Coach. „Aber natürlich geht es noch schneller.“ Im geordneten Aufbau müsse sich dagegen erst einmal der neue Rückraum einfinden. Mit Huesmann beziehungsweise Jungemann (Mitte) und Weßeling (halblinks) sind immerhin zwei der drei Positionen neu besetzt. „Vor allem unsere Strippenzieher müssen nun Führungsqualitäten hinzugewinnen“, meint der Trainer.

Bis zum nächsten Testspiel am Samstag gegen Verbandsligist TV Verl (16 Uhr/Stein-Halle) „wollen wir die Elemente aus der ersten Phase noch einmal aufarbeiten“, erklärt der Coach. Danach will er vermehrt am Angriffsspiel feilen. Auf ein Saisonziel will er sich indes nicht festlegen, betont stattdessen noch einmal das primäre Vorhaben, die Akteure weiterzuentwickeln. „Aber“, sagt Reichenberger, „der Klassenerhalt ist das Minimum.“ - mg

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