Fußball

Rhynerns Sezer Toy misst sich mit Bundesliga-Profis

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Sezer Toy (rechts) hat sich im Höchsttempo einen Stammplatz beim SV Westfalia Rhynern erkämpft.

Sezer Toy vom Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern misst sich Mittwoch Abend mit den Bundesliga-Profis vom SC Paderborn 07

Hamm - Schon vor einem Jahr hatte er für ein paar Minuten schnuppern dürfen. Und gleich großen Gefallen daran gefunden. „Das war ein besonderes Erlebnis, wenn man gegen Bundesliga-Profis spielen kann“, erinnert sich Sezer Toy, Fußballer vom Oberligisten SV Westfalia Rhynern, an seinen Kurzeinsatz vor zwölf Monaten im Trikot der Warsteiner-Masters-Top-Elf gegen den damaligen Zweitligisten SC Paderborn 07. Wenn es am Mittwochabend um 19 Uhr in der Lippstädter Liebelt-Arena erneut zum Aufeinandertreffen mit den Ostwestfalen kommt, ist der 20-Jährige wiederum dabei – und geht davon aus, dass er dieses Mal gegen die mittlerweile in der ersten Liga spielenden Paderborner deutlich länger auf dem Platz stehen wird. Denn Toy, der im Sommer vom Bezirksligisten RW Westönnen zur Westfalia nach Rhynern gewechselt war, hat sich innerhalb weniger Wochen zum Stammspieler entwickelt – und da werden Heiko Hofmann (SV Lippstadt 08) und Christoph Linstaedt (RW Westönnen), die die Warsteiner Elf betreuen, wohl auch auf den starken Sechser vom Papenloh setzen.

Ein wichtige Größe beim SV Westfalia 

Dass sich Toy so schnell zu einer wichtigen Größe im Team des SV Westfalia entwickelt hat, hat seinen Trainer Michael Kaminski nicht überrascht. „Ich hatte ihn im vergangenen Jahr, als er noch für Westönnen aufgelaufen ist, beobachtet. Da ist er mir mit seinen technischen Fähigkeiten und seinem Zug nach vorne sofort aufgefallen. Er spielt frei auf ohne nachzudenken. Dieser Junge macht einfach Spaß. Respekt, wie schnell er bei uns angekommen ist“, sagt Kaminski über seinen Schützling.

Toy selbst zeigt sich dagegen erstaunt darüber, dass er innerhalb so kurzer Zeit in der Oberliga Fuß gefasst hat. „Ich war davon ausgegangen, dass ich in der Hinrunde kaum und in der Rückrunde vielleicht mal kurze Einsätze habe“, sagt er. „Denn der Unterschied zwischen Bezirks- und Oberliga ist schon sehr groß. Von der Körperlichkeit, vom Tempo – das ist alles viel schneller. Dass es so schnell für mich klappt, hätte ich nie gedacht.“

Toy fühlt sich in Rhynern wohl

Klar, dass er daher den Wechsel nach Rhynern bislang für keine Sekunde bereut hat. Im Frühjahr hatte er auch mit zwei, drei anderen Klubs in Kontakt gestanden, ehe die Verantwortlichen vom Papenloh bei ihm anklopften: „Die Westfalia war eigentlich spät dran. Aber ich wusste, dass Michael Kaminski auf junge Spieler setzt. Daher passt das alles.“ Aber nicht nur in sportlicher Hinsicht fühlt er sich bei seinem neuen Verein wohl. Auch das Drumherum gefällt ihm. „Es gibt in der Oberliga nicht so viele Klubs wie Rhynern, wo es so familiär ist“, betont Toy.

Bislang kam er in zehn von 14 Meisterschaftsspielen zum Einsatz. Dabei hätten es durchaus noch mehr sein können. Denn nach einer starken Vorbereitung hatte ihn Kaminski schon frühzeitig auf seinem Zettel. Doch Toy hatte schon zu Zeiten bei RW Westönnen für Anfang August einen zweiwöchigen Urlaub in der Türkei geplant, den er auch unbedingt antreten wollte. „Ich hatte dafür viel Geld bezahlt. Und daher wollte ich den Urlaub nicht einfach verfallen lassen“, sagt Toy, der derzeit eine Ausbildung zum Industriekaufmann macht und im April seine Abschlussprüfung absolvieren will.

"Lennard Kleine ist der beste Spieler, mit dem ich bislang in einem Team gestanden habe"

Dass er vielleicht noch weitere Sprünge in seiner Karriere macht und vielleicht selbst mal als Profi gegen eine Amateur-Auswahl antreten wird, kann er sich allerdings nicht vorstellen. „Ich denke, da bin ich etwas spät dran“, sagt er. Dennoch versucht er sich in jeder Trainingseinheit bei der Westfalia zu verbessern, Eindrücke aufzusaugen und sich von den etablierten Akteuren etwas abzuschauen. Vor allem von Lennard Kleine zeigt er sich beeindruckt. „Das ist der beste Spieler, mit dem ich bislang in einem Team gestanden habe. Aber auch sonst kann ich von allen Leuten, die schon jahrelang in der Oberliga auflaufen, viel lernen. Ich will jetzt erst einmal ein gestandener Spieler in der Oberliga werden. Dann kann ich später mal weiterschauen.“ 

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