Seyit Ersoy: Im Derby das erste Tor für die HSV

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An Seyit Ersoy (links) lief das Spiel lange Zeit vorbei. Kurz vor Schluss markierte er jedoch den 2:2-Ausgleich.

HAMM - 89 Minuten lang war es nicht das Spiel von Seyit Ersoy. Doch dann war er zur Stelle, der Neuzugang von der SG Wattenscheid. Als die scharfe Hereingabe von Semih Yigit kam, stand er goldrichtig am langen Pfosten und schoss das 2:2 im Oberliga-Derby beim SV Westfalia Rhynern. Es war sein erstes Tor für die HSV.

Nach dem Schlusspfiff gab sich Ersoy selbstkritisch. „Wir haben es Rhynern in der ersten Halbzeit zu einfach gemacht. Mit meiner Leistung bin ich nicht zufrieden, aber egal, ich hab das Tor geschossen. Nach dem 0:2 fühlt sich das 2:2 an wie ein Sieg“, sagte der Gelsenkirchener erleichtert. Der Punktgewinn war wichtig für die HSV, die so nach zuletzt zwei Siegen nicht wieder einen Dämpfer erlitt. Und wichtig auch für Ersoy, den Trainer Goran Barjaktarevic in den ersten Spielen häufig auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt hatte. Jetzt hofft Ersoy auf konstantere Leistungen – bei sich und beim Team: „Wir sind seit drei Spielen ungeschlagen. Ich denke, dass wir aufgewacht sind.“

Das hofft auch Barjaktarevic, der zwar – wie wenige Tage zuvor in Neuenkirchen – mit einiger Genugtuung registrierte, dass seine Elf einer schwachen ersten eine weitaus bessere zweite Halbzeit folgen ließ. Doch wieder war es kein Anrennen auf die Führung, sondern bereits zum siebten Mal im achten Saisonspiel ein Anrennen gegen einen Rückstand. „Wir haben wirklich schlecht gespielt in der ersten Halbzeit. Wir hatten eine wahnsinnige Fehlpassquote“, sagte Barjaktarevic nach der Partie.

Am Sonntag (15 Uhr) wird es für die Hammer SpVg in der heimischen Evora Arena nicht viel leichter. Zu Gast ist die SpVgg Erkenschwick, die nach durchwachsenem Start zuletzt dreimal ohne Gegentor blieb und dabei zweimal siegte. Die HSV muss weiterhin auf Michael Kaminski verzichten (Prellung).

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