HSE setzt sich im letzten Derby gegen ASV II durch

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Eike Jungemann (beim Wurf) verlor mit dem ASV II das letzte Derby gegen Spitzenreiter HSE.

HAMM - Der Siebenmeter, den der ASV Hamm II mit der Schusssirene zugesprochen bekam, war letztlich nur noch Ergebniskosmetik. Das letzte Derby bei der HSE Hamm war da längst zugunsten der Gastgeber entschieden. Torhüter Maurice Behrens trat an und und netzte ein – zum 33:27 (16:11)-Endstand. Der Tabellenführer der Handball-Verbandsliga hat seine Spitzenposition verteidigt.

„Es war ein verdienter Start-Ziel-Sieg“, meinte HSE-Coach Christof Reichenberger. „Nicht mehr und nicht weniger.“ Womit er das andeutete, was die 300 Zuschauer in der Sporthalle der Friedensschule zu sehen bekamen: Ein semi-spannendes und selten emotionsloses Stadt-Duell, das die Gastgeber im Griff hatten. Das musste auch Heiko Schumann eingestehen: „Die HSE war in den entscheidenden Situationen abgeklärter“, sagte der ASV-Trainer.

Hier die Bildergallerie:

Handball Verbandsliga: HSE Hamm - ASV Hamm 2

Die Reichenberger-Sieben wusste in den Anfangsminuten durch eine gute Abwehrarbeit zu überzeugen, während die Gäste oft vergeblich nach Lösungen in der Offensive suchten. Besser machten es die Hausherren, die nach elf Minuten bereits 7:2 führten. Der gut aufgelegte Behrens verhinderte einen noch höheren Rückstand zu diesem frühen Zeitpunkt: Der ASV-Schlussmann vereitelte zahlreiche HSE-Versuche, unter anderem von Tobias Lodenkemper (5.), Sören Feldmann, Gregor Stefek (7.) oder Nils Korte (9.).

Dem wollte Schumann entgegenwirken, nahm eine Auszeit – und plötzlich wurde die Partie offener. Zumindest kurzzeitig. Der ASV-Trainer („Wir haben anfangs nicht zu unserem Spiel gefunden.“) schien die richtigen Worte gefunden zu haben, während die HSE in ihrem Fluss unterbrochen wurde und sich zu sicher fühlte. Plötzlich stand es nach dem Treffer von Thies Hülsbusch nur noch 9:8 (19.), was Reichenberger sichtlich missfiel, der nun seine Grüne Karte zog. „Auf einmal wurden wir wieder zu leichtsinnig“, ärgerte sich der Coach, dass seine Mannen vor dem gegnerischen Gehäuse wie auch in der Defensive die nötige Konsequenz vermissen ließ. „Vor dem wichtigen nächsten Spiel beim HSC Recklinghausen werde ich da noch an Stellschrauben drehen müssen.“

Die Ansprache im Time-out wirkte. Die HSE schaltete wieder einige Gänge nach oben und setzte sich auf 16:9 (27.) ab. Und auch nach dem Seitenwechsel ließ die HSE nichts mehr anbrennen. In einem ereignisarmen zweiten Durchgang schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 21:13 (39.). Der ASV kam nicht mehr näher als 25:20 (50.) heran. Zugute zu halten war den spielerisch wie körperlich unterlegenen Gästen aber, dass sie sich bis zur letzten Sekunde wehrten. „Das ist gut, das zeichnet die Jungs aus“, lobte Schumann. Um den Liga-Primus zu stürzen, reichte dies indes nicht. - mg

HSE Hamm: Lichtenegger (1.-50.), Presch (50.-60.) – Korte (2), Rezun (n.e.), Lodenkemper (3), Stefek (5/1), Skarbalius (6/1), Feldmann (1), Richter (1), Weigel (4), Black (2), M. Schrage (7), P. Schrage (2)

ASV Hamm II: Behrens (1/1.-47., 54.-60.), Dickschat (47.-54.) – Zyska (5), Purwin, Hoeft (3/1), Hülsbusch (7/2), Sürig (1), Jungemann (2), Schertl (4), Schittek, Osthaus (4)

SR: Gaute/Lormann (Attendorn/Hohenlimburg)

Siebenmeter: 3/2 – 5/4

Zeitstrafen: 6 Min. – 6. Min.

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