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Sensation oder Play-off-Aus? HammStars gehen mit Stolz ins zweite Duell

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Von: Benedikt Ophaus

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Der Vertrag von Ivan Rosic gilt mindestens noch bis Sommer 2022. In den nächsten Wochen soll feststehen, mit welchen Spielern der Trainer der Hammstars in der kommenden Saison zusammenarbeiten wird.
Stolzer HammStars-Trainer: Ivan Rosic. © Henrik Wiemer/Digitalbild

Der Bruchteil einer Sekunde fehlte den Basketballern der TuS 59 HammStars vergangene Woche zur Sensation.

Hamm - Mit der Schlusssirene entschied der Meisterschaftsfavorit der 1. Regionalliga, die BBG Herford, das erste Viertelfinal-Play-off in eigener Halle mit 91:89 für sich. Die Gefühle in den Reihen des Außenseiters waren in den Stunden nach der unerwartet knappen Niederlage gemischter Natur. „Natürlich hatte ich eine schlaflose Nacht, weil wir so nah dran waren“, sagt Hamms Trainer Ivan Rosic. „Vor allem habe ich aber Stolz auf die Jungs empfunden. Das war die einzige Play-off-Paarung, bei der alle Experten im Vorfeld einen klaren Favoriten ausgemacht haben. Wir aber hatten Herford am Rande der Niederlage. Und das in deren Halle.“

Rosic habe „viele Anrufe aus Basketball-Kreisen“ erhalten. „Die Leute konnten gar nicht glauben, was in Herford passiert ist.“ Seine Mannschaft habe enormen Kampfgeist gezeigt – und will den auch am Freitag (20 Uhr, Märkisches Gymnasium) beim zweiten Spiel der Best-of-3-Serie unter Beweis stellen. „Die Jungs wissen jetzt, dass sie mit jeder Mannschaft der Liga mithalten können“, sagt Rosic.

Rosic sucht nach den Kleinigkeiten

Die schlaflose Nacht nutzte der Coach aber auch, um nach Gründen zu suchen, weshalb es eben doch nicht zur Sensation gereicht hatte im ersten Anlauf. „Bei solchen Niederlagen findet man immer etwas. Da ist es leichter, mit 20 oder 30 Punkten Differenz zu verlieren“, sagt Rosic. „Wir haben in Herford in allen Bereichen gute Zahlen hingelegt. Man darf allerdings nicht vergessen, dass wir gegen ein Top-Team gespielt haben. Das sind alles Spieler, die schon höherklassig gespielt haben. Die nutzen jeden kleinen Fehler des Gegners. Und diese Kleinigkeiten waren letztlich ausschlaggebend.“ Das Rezept für das zweite Duell am Freitagabend? „Diese kleinen Fehler noch weiter reduzieren“, sagt Rosic, der am Donnerstag aufgrund beruflicher Verpflichtungen einiger Spieler zwar mit nur acht Akteuren trainierte, am Freitag aber einen voll besetzten Kader hat.

An der Unterstützung von der Tribüne soll es ebenfalls nicht scheitern. Die HammStars haben in den vergangenen Tagen ein enormes Interesse an der Begegnung verzeichnet und rechnen mit einer gut besuchten Halle. „Das haben die Jungs verdient“, sagt der Trainer. „Die Entwicklung meiner Mannschaft ist klar zu erkennen.“ Schließlich waren die beiden Vergleiche mit Herford in der regulären Saison noch jeweils klar verloren gegangen. Gelingt den Hammern am Freitag tatsächlich ein Sieg, steht bereits am Sonntag (16 Uhr) das entscheidende dritte Spiel an – dann aber wieder in Herford.

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