Semih Yigit verstärkt Fußball-Oberligist Hammer SpVg

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HSV-Coach Goran Barjaktarevic (links) begrüßt Neuzugang Semih Yigit.

HAMM - Die Hammer SpVg ist auf der Suche nach Neuzugängen für die kommende Spielzeit zum elften Mal fündig geworden. Der 25-jährige defensive Mittelfeldspieler Semih Yigit kommt vom TuS Ennepetal und unterschrieb einen Vertrag beim ambitionierten Fußball-Oberligisten.

In Hamm war Yigit mehrfach auffällig geworden – ganz besonders, als der 1,73 große Türke Ende September beim 4:0-Oberliga-Erfolg des TuS in Hamm vorstellig wurde und dabei zwei Elfmeter herausgeholt und einen zu einem seiner drei Saisontreffer verwandelt hatte. „Ich habe in den vergangenen vier Jahren in Ennepetal gespielt“, sagte der 25-Jährige, der in Lüdenscheid wohnt. „Jetzt habe ich einfach eine neue Herausforderung gesucht, eine mit besseren Perspektiven.“

Dass der Wechsel zur HSV überhaupt zustande gekommen ist, verdanken die Hammer laut Barjaktarevic eher einer ärgerlichen Begebenheit – und dem Unmut der Verantwortlichen von Yigits bisherigem Klub. Dort hatte sich vor Wochen das Gerücht verbreitet, Yigit habe bereits einen Vertrag bei der HSV unterschrieben. Der Sportliche Leiter des TuS, Thomas Riedel, hatte daraufhin einige Vereine beschuldigt, „den Markt verrückt zu machen. Sie kontaktieren Leute, die schon woanders zugesagt haben. Das macht man einfach nicht. Am Ende wundern sich diese Klubs, die das Geld einfach rauswerfen, dass sie keine charakterlich gute Mannschaft zusammengestellt haben.“

Für Barjaktarevic ein haltloser Vorwurf, soweit es die HSV und ein unglaublicher, was den Spieler betrifft: „In der Liga wird mit niveaulosen Mitteln gearbeitet“, ärgert er sich. „Man versucht hier, uns etwas in die Schuhe zu schieben. Aber wir kontaktieren nur Spieler, die vertraglich nicht gebunden sind. Freikaufen können und wollen wir ganz sicher niemanden. Und Semih ist charakterlich eine angenehme Person, die einfach Lust hat, in einem Verein zu spielen, der konzeptionelle Pläne für die Zukunft hat.“

Yigit sei viel mehr vor gut zwei Wochen zu ihm gekommen und habe ihn „gefragt, wer solche Geschichten erzählen würde und dass er jetzt richtig Ärger mit seinem Verein habe. „Und weil uns Michael Oscislawski erst ziemlich spät mitgeteilt hatte, dass er uns verlassen wird, habe ich Semih gesagt, wenn er frei ist, kann er gerne zu uns kommen.“ Frei war er, wie er selbst noch einmal versichert: „Ich hatte zwar in Ennepetal gesagt, dass ich mir vorstellen könnte, zu bleiben“, versicherte er. „Aber ich habe auch gesagt, dass ich mir vorstellen könnte zu einem ambitionierten Klub zu wechseln. Mein Ziel ist es, einmal in der Regionalliga zu spielen, und ich hoffe, dass ich das mit der HSV schaffen kann.“ - güna

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