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Knaller von Tyrala: Überraschender Rücktritt beim TuS Bövinghausen

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Von: Thomas Müller

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Bövinghausens Trainer Sebastian Tyrala im Gespräch mit dem TuS-Präsidenten Ajan Dzaferoski (links).
Bövinghausens Trainer Sebastian Tyrala im Gespräch mit dem TuS-Präsidenten Ajan Dzaferoski (links). © Zöllner, Frank

Überraschender Abgang: Sebastian Tyrala hat nach dem 3:1-Heimsieg seines TuS Bövinghausen seinen Rücktritt beim Tabellenführer der Oberliga erklärt.

Dortmund/Bad Sassendorf - Sebastian Tyrala, ehemaliger Fußball-Profi aus Bad Sassendorf, ist am Samstag als Trainer beim Oberliga-Tabellenführer TuS Bövinghausen zurückgetreten. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.

Der Ex-Profi verkündete die Entscheidung offenbar unmittelbar nach dem 3:1-Sieg gegen Eintracht Rheine, wie die „Ruhr Nachrichten“ berichten. So habe sich Tyrala nach seinem Rücktritt noch direkt von der Mannschaft um 2014er-Weltmeister Kevin Großkreutz verabschiedet.

Der Sassendorfer ist für spektakuläre Abgänge - nicht immer gerade im besten Moment für seine Ex-Klubs - bekannt, jedes Mal jedoch trat er vor seine Mannschaft, suchte zum Abschied das persönliche Gespräch. So machte er es bei seinem Heimatverein BV Bad Sassendorf (Kreisliga A Soest) vor seinem Wechsel zu Türkspor Dortmund, Und so machte er es bei Türkspor vor seinem Wechsel in den Dortmund Westen zum damaligen Westfalenligisten.

Ende Oktober 2021 war der 34-Jährige Trainer des TuS Bövinghausen geworden. Er führte den Klub zur Meisterschaft in der Westfalenliga, schaffte also den Sprung in die Oberliga, wo sich der Verein im Vorfeld ganz bescheiden gab. Dennoch führt der TuS die Tabelle nach dem 16. Spieltag an vor Westfalia Rhynern - in Bövinghausen, das von TuS-Boss und Mäzen Ajan Dzaferoski, von einem B-Kreisligisten zu einem der „Big Player“ in Westfalen geworden ist, wird nun vom Aufstieg in die Regionalliga geträumt. Auch wenn das nach Aussagen des Klubbosses nicht die Vorgabe sei, zumindest nicht die unmittelbare: „Auch, wenn man es mir nicht glaubt: Wir müssen nicht aufsteigen, können es aber. Wenn wir die Chance bekommen, ergreifen wir sie. Wenn nicht, dann versuchen wir es nächstes Jahr. Wir würden auf jeden Fall mal gerne in dieser attraktiven Regionalliga West mitspielen“, sagte Dzaferoski unlängst gegenüber „Reviersport“.

Neben Tyrala gehen auch Co-Trainer Florian Bartel und Teammanager Daniel Dukic. „Ich war von diesen Rücktritten überrascht, akzeptiere aber deren Entscheidungen. Sie haben das mit dem großen Druck, der im Verein herrscht, erläutert. Wer damit nicht umgehen kann, ist hier fehl am Platz. Probleme gibt es bei uns nicht, nur Problemlösungen“, sagte Dzaferoski gegenüber „Reviersport“.

Die nächste Aufstiegsparty wird aber wohl ohne Tyrala gefeiert: Nach 41 Spielen, in denen Tyrala und der TuS durchschnittlich 2,33 Punkte im Schnitt holten, ist die Erfolgsgeschichte vorbei. Wer nun in Bövinghausen auf Tyrala folgen wird, ist offen.

Tyrala erklärt Rücktritt

„Die Mannschaft war natürlich sehr geschockt. Aber wichtig war das Spiel gegen Rheine. Es ist eine wichtige Situation. Der TuS will hoch, das hat Ajan Dzaferoski auch klar gesagt. Deswegen war es wichtig, dass wir da keine Störungen haben und das Spiel gewinnen. Deshalb habe ich es nach dem Spiel gesagt“, erklärte Tyrala gegenüber RevierSport.

Tyrala führt weiter aus: „Ich wollte dieses Gefühl nicht ständig im Nacken haben, dass ich morgen weg bin. Das Gefühl gab es aktuell. Wir hatten es nach einer kurzen Serie, wo wir zweimal verloren haben. Nach der nächsten Niederlage gegen Vreden kam es wieder ein bisschen auf. Davon war ich einfach ein bisschen müde. Ich investiere alles, die Mannschaft ist gut vorbereitet. Aber man verliert Spiele in der Oberliga. Wir sind Erster. Eine bessere Leistung können ich und die Jungs nicht abgeben.“

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