Sebastian Schubert startet bei Ozeanien-Meisterschaft

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Schwitzen in der australischen Sonne: Sebastian Schubert bereitet sich in Penrith auf die Saison vor.

PENRITH - Die Bedingungen sind hevorragend: angenehme Wassertemperaturen bei 25 bis 30 Grad Celsius in der Luft – verständlich, dass sich Sebastian Schubert derzeit lieber im australischen Penrith bei Sidney anstatt in der Heimat auf die Wettkampfsaison im Kanu-Slalom vorbereitet.

Bereits seit eineinhalb Wochen befindet sich Sebastian Schubert gemeinsam mit den Spitzenfahrern des deutschen Kanu-Verbandes auf dem fünften Kontinent, um den Feinschliff für die bald beginnenden schweren Ausscheidungs-Rennen anzulegen. Seine Vereinskollegin Jasmin Schornberg ist diesmal allerdings nicht dabei, weil es aus Studiengründen nicht in den Terminkalender passte. Schornberg hält sich derzeit privat in Neuseeland auf, wo sie natürlich auch trainiert.

„Sebastian merkt, dass es physisch voran geht. Dieses Gefühl ist für einen Leistungssportler sehr wichtig. Man muss merken, dass einen die ganze Quälerei auch weiter nach vorn bringt“, berichtet sein Vater und Heimtrainer Jürgen Schubert, der ständig Kontakt zu seinem Sohn nach Australien hält. Gegenüber dem vorhergehenden Trainingslager über Weihnachten und Neujahr in Dubai sei er schon einen großen Schritt weiter, so der Gesamtweltcupsieger des Vorjahres. In Penrith findet die deutsche Delegation optimale Bedigungen vor. Schon im Januar 2013 wurde dort der Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt.

Im Mittelpunkt der Übungen standen in den vergangenen Tagen Ausdauer-Einheiten unter simulierten Wettkampfbedingungen. Dabei ging es darum, das Standvermögen für die Läufe zu festigen. Sebastian Schubert fühlt sich derzeit fit, freut sich aber darauf, dass am Wochenende die ersten echten Vergleiche mit der Weltelite anstehen. In Penrith finden die Ozeanien-Meisterschaften statt. Es sind zwar nicht alle Weltklasse-Fahrer vertreten, dennoch räumt der Heessener dieser Veranstaltung einen hohen Stellenwert ein. „Die drei Erstplatzierten der Weltrangliste sind am Start“, bestätigt Schubert und spricht von einer echten Standortbestimmung. Heute, Freitag, findet zunächst einmal die Qualifikation statt, am Sonntag folgen dann Halbfinale und Finale.

In der kommenden Saison hat der Hammer Ausnahme-Kanute wieder einiges vor. Zunächst geht es Anfang Mai darum, sich in den vier anstehenden Qualifikations-Läufen in Augsburg und Markkleeberg eines der Tickets für die Europameisterschaft im Juni in Wien und die Weltmeisterschaft im September in Deep Creek (USA) zu sichern. Nur die drei besten deutschen Herren erhalten einen Platz in der A-Mannschaft. Und natürlich will Sebastian Schubert darüber hinaus auch seinen Titel im Weltcup verteidigen. Ein achtbares Ergebnis am Wochenende bei den Ozeanien-Meisterschaften wäre da schon ein hilfreicher Einstieg. - P. Sch.

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