Vom Kanu-Ring Hamm

Schubert gewinnt erneut Weltcup

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Sebastian Schubert siegte in Augsburg.

[UPDATE, 14.05 Uhr] AUGSBURG - Sebastian Schubert vom Kanu-Ring Hamm ist erneut Gesamt-Weltcupsieger der Kanu-Slalom-Fahrer. Der 26-Jährige nutzte am Samstag seinen Heimvorteil. Weniger gut lief es dagegen für Jasmin Schornberg.

Schubert gewann das Weltcup-Finale in Augsburg mit 3,14 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Joseph Clarke aus Großbritannien und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr.

Slalom-Kanute Sebastian Schubert vom Kanu-Ring Hamm hat wie im Vorjahr den Gesamtweltcup im Kajak-Einer gewonnen. Beim Finale in Augsburg auf dem Olympia-Eiskanal von 1972 feierte der 26-Jährige einen überlegenen Triumph und schob sich mit der doppelten Punkteprämie in der Gesamtwertung vom dritten auf den ersten Platz vor. 

Der Weltcup-Abschluss war der letzte Test für die Weltmeisterschaften im September in den USA (Deep Creek). „Ich bin sehr glücklich. Ein Heimvorteil war auf jeden Fall dabei. Die Zuschauer bringen einen richtig nach vorne, und die Strecke kennen wir auswendig“, sagte Schubert: „Besser kann es nicht laufen. Jetzt gehe ich selbstbewusst und positiv zur WM. Eine Medaille möchte ich dort gerne haben.“ 

Mit 272 Zählern lag Schubert in der Endabrechnung vor dem in Augsburg fünftplatzierten Tschechen Vit Prindis (249). Der Olympiadritte und Lokalmatador Hannes Aigner (231) hatte unerwartet das Finale der besten zehn Fahrer verpasst und musste sich mit Platz 13 begnügen. Im Gesamtweltcup büßte Aigner damit seine Führung ein und fiel auf Platz drei zurück. 

Im Halbfinale "zwei Mal schlechtes Wasser"

Nach überstandener Qualifikation hatte sein Sohn im Halbfinale „zwei Mal schlechtes Wasser erwischt“, sagte Heimtrainer Jürgen Schubert am Samstag im Gespräch mit dem Stadtanzeiger. Nach 94,10 Sekunden kam der Heessener ins Ziel – Platz fünf mit 1,32 Rückstand auf Sebastien Combot aus Frankreich, den Sieger des Vorschlusslaufes. „Sebastian hat sich gesagt: ,Ich kann noch zwei Sekunden schneller fahren’“, sagte Jürgen Schubert. Und genau das tat der amtierende deutsche Meister. In 92,35 Sekunden absolvierte er den Finallauf. „Da war die Hölle los von den Zuschauern her. Das muss eine Medaille sein, dachten wir uns“, erzählte Jürgen Schubert. 

Prindis konnte dem 26-Jährigen noch gefährlich werden, doch dem Tschechen gelang nur ein solider Lauf. Er war inklusive zweier Strafsekunden 5,77 Sekunden langsamer als der Hammer. Selbst der Zweitplatzierte Joseph Clarke aus Großbritannien hatte 3,14 Sekunden Rückstand. „Sebastian ist jetzt fünf Mal im Augsburger Eiskanal gefahren und hat vier Mal gewonnen“, war der Vater stolz auf seinen Schützling, der es als erster Sportler im Herren-Kajak geschafft habe, den Weltcup-Titel zu verteidigen. 

Wieder Kristallkugel im letzten Rennen gesichert

Wieder sicherte sich Schubert die Kristallkugel im letzten Rennen. Außerdem stand er in diesem Jahr bei den fünf Weltcup- und dem EM-Rennen fünf Mal im Finale – eine richtig starke Leistung. Im Mannschaftswettbewerb holten sich die Deutschen am Samstag in Augsburg den zweiten Platz hinter Frankreich und vor der Schweiz. 

Schornberg verpasst Sprung auf das Podest

Für Jasmin Schornberg vom KR Hamm reichte es in Augsburg nicht zum erhofften Sprung auf das Podest. Die gebürtige Lippstädterin qualifizierte sich am Sonntag als Dritte und beste Deutsche souverän für das Finale. Dort platzten ihre Träume vom Tagessieg und einer Medaille im Gesamtweltcup jedoch wegen eines Torfehlers.

Sie touchierte mit dem Heck den Streckenrand und brachte das Kajak vor Tor 16 nicht mehr rechtzeitig in Position. Zu den 50 Strafsekunden kamen zwei Torberührungen – am Ende belegte Schornberg den neunten Platz.

Funk siegt mit glänzender Zeit

Den Sieg holte sich mit einer glänzenden Zeit die erst 22-jährige Europameisterin Ricarda Funk (Bad Kreuznach). Sie schob sich damit im Gesamtweltcup auf Platz drei vor – hinter Gesamtsiegerin Corinna Kuhnle (Österreich) und Jana Dukatova (Slowakei). Schornberg blieb auf Rang vier. „Jasmin ist Profi genug, sie kann damit umgehen. Wichtig ist für die WM, dass sie das Gefühl hat, wie sie ins Finale kommt. Und da ist ihr immer eine Topplatzierung zuzutrauen“, sagte Jürgen Schubert. - sst

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