Schwimmvereine bündeln ihre Kräfte

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Gemeinsame Sache: Die Vorstände von SV Heessen und Maxi Swim Team – Holger Wissemann, Torsten Mühlenjost, Alexander Bergenthal und Klaus-Werner Voss (von links)– wollen ihre Aktiven künftig unter dem Dach des „Swim-Teams Hamm“ starten lassen.

HAMM - Seit dem vergangenen Sommer trainieren die Aktiven von SV Heessen und Maxi Swim-Team gemeinsam. Nach dieser erfolgreichen Probephase wollen sie künftig unter einem Dach als „Swim-Team Hamm“ antreten. Die Verantwortlichen beider Klubs unterzeichneten jetzt eine entsprechende Vereinbarung.

Während die neue Startgemeinschaft im Schwimmbezirk Südwestfalen beheimatet ist, bleiben die beiden Stammvereine SV Heessen (Ostwestfalen) und Maxi Swim-Team Hamm (Südwestfalen) in ihren bisherigen Bezirken verankert.

Die Bündelung der Kräfte soll Hamm als Schwimmsportstandort voranbringen. „Ich muss gestehen, ich war nicht von Anfang an ein Befürworter einer Startgemeinschaft. Erst in den vergangenen zwei Jahren habe ich die enormen Vorteile wahrgenommen“, sagte Alexander Bergenthal, Vorsitzender des Maxi Swim-Teams, und betont: „Startgemeinschaften stellen nicht das Scheitern von einzelnen Vereinen dar, sondern stehen dafür, dass die Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erkannt haben und wirklich professionell arbeiten wollen, um den Sportlern die besten Möglichkeiten zu bieten.“

Nicht nur in Hamm haben die Schwimmer mit strukturellen Problemen zu kämpfen. Da sich kaum ein Verein allein den Unterhalt oder gar den Bau eines eigenen Bades leisten kann, sind die Klubs auf kommunale Angebote angewiesen. Da sich neben der Öffentlichkeit und den Schulen auch die leistungssporttreibenden Schwimmvereine das 50-m-Becken im Maximare teilen müssen, sind die Kapazitäten überschaubar. In größeren Städten wie Dortmund, Essen, Bochum, Köln oder Münster hat sich diese Entwicklung hin zu einer Startgemeinschaft, die Leistungssport auf hohem Niveau anbietet, schon in den vergangenen Jahren vollzogen. In den Stammvereinen findet meist auf der 25-m-Bahn das Training der Nachwuchsteams statt, die Leistungsmannschaften unter dem Dach der SG trainieren häufig auf der 50-m-Bahn. Durch die neue Startgemeinschaft wollen die beiden Trägerklubs die wenigen Kapazitäten besser nutzen. „Durch die Zusammenarbeit werden, angefangen von einer strukturierten und qualitativ hochwertigen Arbeit in der Schwimmerausbildung über die unterschiedlichen Nachwuchsgruppen bis hin zum absoluten Leistungssport, neue Möglichkeiten in der Sportstadt Hamm gesetzt. Gerade im Wettbewerb mit konkurrierenden Sportarten ist dieses für die Zukunft sehr wichtig“, erklärte Torsten Mühlenjost, Vorsitzender des SV Heessen.

Mit der Unterzeichnung der SG-Vereinbarung und der Beantragung der Startgemeinschaft beim Schwimmverband Nordrhein-Westfalen schlossen Torsten Mühlenjost und Klaus-Werner Voß vom SV Heessen sowie Alexander Bergenthal und Holger Wissemann vom Maxi Swim-Team Hamm einen der zwei wichtigen Verfahrensschritte ab. Als nächster Meilenstein steht eine Gründungsversammlung mit der späteren Eintragung der Startgemeinschaft in das Vereinsregister an. - WA

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