Schwimmen

Schwimmen im Kreisverkehr: So läuft für das Swim-Team die Rückkehr

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Es ist ein Datum, auf das die Schwimmer derzeit fixiert sind. Am 8. Juni sollen sie in Hamm wieder ihrem Lieblingshobby nachgehen können, wenn das Maximare und die Freibäder ihre Türen öffnen - allerdings unter besonderen Vorschriften.

Hamm - Am nötigen Einfallreichtum hat es den Verantwortlichen und Schwimmern des Swim-Teams im TuS 1859 Hamm in den vergangenen Wochen nicht gemangelt. 

Um die Aktiven während der Corona bedingten Unterbrechung des Wettkampf- und Trainingsberiebes bei Laune und vor allem in Form zu halten, hatten Trainer Timo Themel und Abteilungsleiter Holger Wissemann zum Beispiel die Papabär-Home-Training-Challenge entwickelt. Des Weiteren sprangen einige Schwimmer im heimischen Garten in einen Swimming-Pool und schwammen statisch gegen eine Widerstandsleine. 

Doch trotz der vielen guten Ideen freuen sich die Sportler, wenn sie bald wieder in ein richtiges Sportbecken springen können. Um dies zu ermöglichen, haben die Vereinsoffiziellen unter dem Motto des DSV „Schwimmsport ermöglichen, nicht verhindern“ ein eigenes Konzept zur Wiederaufnahme des Schwimmbetriebs entwickelt und dieses dem Schul- und Sportamt der Stadt Hamm über den Hauptverein vorgelegen lassen. „Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir ab dem 30. Mai wieder mit dem Training starten können. Jetzt müssen wir uns leider bis zum 8. Juni gedulden“, sagt Wissemann angesichts der Tatsache, dass der Start in Hamm aufgrund organisatorischer Gründe um eine Woche verschoben werden musste.

Das Konzept ist ausgearbeitet

Dennoch ändert die Verschiebung um eine Woche nichts daran, dass das Konzept ausgearbeitet ist. „Wir sind der festen Überzeugung, dass es unser aller Ziel sein muss, das Leistungsschwimmen in unseren heimischen Bädern wieder möglich zu machen und gleichzeitig die Gesundheit der Schwimmer und Gäste zu schützen“, betont Wissemann und hofft, dass seine Schwimmer im Maximare wieder die gleichen Trainingszeiten wie vor dem Lockdown erhalten. Alternativ kann sich der Abteilungsleiter aber auch vorstellen, dass Themel mit seinen Schützlingen in das Südbad oder Selbachpark ausweicht.

Die Schwimmer haben, wenn sie den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen, zahlreiche Regelungen zu beachten. Daher werden ihnen die Maßnahmen im Vorfeld zugeschickt. Um auch im Wasser die Gefahr einer Infizierung auszuschließen, soll es innerhalb einer Schwimmbahn, die doppelt so breit sein wird als normal – es wird nur jede zweite Leine gespannt – zu keinem Begegnungsverkehr kommen. Damit soll es möglich sein, dass in einem 50-m-Becken 16 Personen pro Doppelbahn unter Einhaltung der Abstandsregel schwimmen können.

Bei den Mitgliedern der Teams A und B vom Swim-Team, die ein vergleichbares Niveau haben, wird der Abstand auf zwei Meter reduziert, alle anderen Schwimmer müssen drei Meter Abstand halten. „Die Leistungsschwimmer können ihre Geschwindigkeit besser abschätzen“, erklärt Wissemann.

Wissemann: Infektionsgefahr im Wasser kaum vorhanden

Der seitliche Abstand der Schwimmer auf einer Doppelbahn, die im Kreisverkehr beschwommen wird, soll ebenfalls mindestens zwei Meter betragen. „Durch dieses Konzept kann man auf der einen Seite hin- und auf der anderen Seite zurückschwimmen“, meint der Abteilungsleiter, der die Infektionsgefahr im Wasser als kaum vorhanden ansieht. „Die geht Richtung Null. Denn die Athleten nehmen beim Schwimmen eine waagerechte Körperhaltung ein und atmen nach unten ins Wasser aus, hierdurch wird die Gefahr einer Sprühinfektion nahezu ausgeschlossen. Und in einem normgerecht gereinigten Beckenwasser können keine Coronaviren überdauern.“

Eine Woche, bevor es wieder unter den zahlreichen Regelungen ins Wasser gehen soll, plant das Swim-Team, außerhalb des Maximares mit allen Aktiven ein Athletik-Training zu absolvieren, um den Leistungsstand jedes Schwimmers zu erheben. Aufgrund dieser Daten soll dann das Schwimmtraining am 8. Juni beginnen. Denn es soll nicht noch mehr Zeit verloren gehen, um schnell zu alter Form zurückzufinden.

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