European-League-Partie in Portugal

Herringer Rollhockey-Asse: "Wir spielen auf Sieg!"

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Die Herringer Mannschaft ist gut im „Hotel do Parque“ im portugiesischen Viana eingetroffen.

VIANA DO CASTELO - Der frühe Vogel fängt den Wurm. Unter diesem Motto machte sich der SK Germania Herringen am Freitagmorgen um 1.30 Uhr von der Glückauf-Halle auf den Weg nach Portugal zum vierten Gruppenspiel der European League beim ASS Juventude de Viana.

Von Karsten Steenbrede

Das Schauerwetter und die kräftigen Windböen sah man im 25-köpfigen SKG-Tross auf dem Weg zum Flughafen Frankfurt-Hahn als gutes Omen an.

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Schließlich war der Bundesliga-Tabellenführer bei ähnlichen Wetterverhältnissen im Oktober nach La Coruna aufgebrochen und hatte im Anschluss gegen die europäische Spitzenmannschaft des HC Liceo eine starke Leistung gezeigt (5:9).

Pilot ohne Durchblick

Um 6.45 Uhr startete dann die Maschine in Richtung Porto. Zuvor fragte ein Steward jedoch, ob jemand seine Brille draußen am Flugzeug verloren habe. Kein Passagier meldete sich, doch aus dem Cockpit erschien der Pilot und holte sich unter großem Gelächter seine Sehhilfe ab.

Den Transfer von Porto mit dem Bus in die rund 60 Kilometer entfernte Hafenstadt Viana do Castelo an der nordportugiesischen Atlantikküste hatte der gastgebende ASS Juventude organisiert. Ebenso das „Hotel do Parque“, das direkt am Fluss Lima gelegen ist.

Kevin Karschau fehlt, beide Keeper reisen dem Team hinterher

Sorgenfalten bereiteten Germania-Trainer Hans-Werner Meier allerdings die schwierigen personellen Voraussetzungen für das Spiel, das am Samstag um 22.30 Uhr angepfiffen wird.

Kevin Karschau musste die Fahrt wegen einer schweren Erkältung absagen. „Er konnte Dienstag schon nicht trainieren und war Mittwoch beim Arzt, der ihn krankgeschrieben hat“, berichtete SKG-Vorsitzender Michael Brandt. „Wir hoffen, dass er bis nächste Woche zum Auswärtsspiel in Düsseldorf auskuriert ist.“

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Auch die beiden Schlussmänner Timo Tegethoff und Maurice Michler konnten den Flug aus beruflichen Gründen nicht zusammen mit der Mannschaft antreten, reisen erst am Spieltag nach.

„Da sieht man wieder einmal den Unterschied zwischen Profis und Amateuren“, so „Alfredo“ Meier. „Sie haben einen sehr langen Tag und sind abends, wenn das Spiel beginnt, bereits kaputt. Ich denke daher, dass ich vielleicht jeden eine Halbzeit spielen lasse, damit die Konzentration möglichst hoch ist.“

Die Trainingsstunde am Freitagnachmittag sahen die Verantwortlichen der Germanen daher in erster Linie als leichtes Anschwitzen und Kennenlernen von Halle und Bodenverhältnissen an.

Philipp Michler früher als erwartet wieder im Herringer Kader

Erstmals seit langer Zeit wieder im Kader der Herringer steht Philipp Michler. Nach seinem Kurzintermezzo beim SC Bison Calenberg plagte den ehemaligen SKG-Kapitän eine hartnäckige Rückenverletzung.

Über das zweite Team des Sportklubs wollte Michler langsam zu alter Fitness und Stärke zurückfinden, wird nun aber bereits früher gebraucht. „Eigentlich ist er noch nicht so weit, aber er hat im Training schon einen guten Eindruck hinterlassen“, ist Hans-Werner Meier mit dem Rekonvaleszenten zufrieden.

Freudig stimmt den SKG-Coach, dass er wieder auf seinen Kapitän Lucas Karschau zurückgreifen kann, der im Bundesligagipfeltreffen gegen den Tabellenzweiten Bison Calenberg wegen einer Oberschenkelverletzung zum Zusehen verdammt war.

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„Wenn seine Verletzung voll ausgeheilt ist, dann kann man ein gutes Spiel von uns erwarten. Natürlich wird es schwer zu gewinnen, denn Viana will sicher die Scharte des 8:8-Unentschiedens aus dem Hinspiel wettmachen. Sie werden auf heimischem Boden bestimmt ein Feuerwerk abbrennen. Aber meine Mannschaft will immer gewinnen“, lobt Meier die Moral und Einstellung seines Teams.

Zwar will der Trainer etwas defensiver als üblich agieren und den Gegner erst ab der Mittellinie attackieren. Die Partie freiwillig abschenken werden die Herringer aber auf keinen Fall: „Wir spielen auf Sieg.“

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