Handball

Schwierige Partie für Merten Krings

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Merten Krings

Seine Rückkehr zum Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen im Sommer steht bereits seit Monaten fest. Doch bevor es soweit ist, muss Merten Krings noch einmal gegen seinen neuen Klub antreten: Am Freitag, wenn er mit dem TV Emsdetten zum Derby in die Westpress Arena kommt (19.15 Uhr).

Hamm – Sein letztes Aufeinandertreffen zwischen beiden Vereinen wäre Merten Krings gern entspannter angegangen. Doch die Situation ist schon ein wenig prekärer als noch vor wenigen Wochen gedacht. Denn für beide Mannschaften ist die Saison nicht endgültig gelaufen – auch wenn die Voraussetzungen, unter denen der ASV Hamm-Westfalen den Nachbarn TV Emsdetten am Freitag in der Westpress Arena empfängt, sehr verschieden sind. Für die Gastgeber geht es darum, sich die Minimalchance im Rennen um den Erstligaaufstieg zu erhalten, während die Münsterländer im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht gesichert sind. 

Die Zahl fünf spielt dabei in beide Richtungen eine Rolle – denn so viele Punkte beträgt sowohl der Rückstand der Hammer auf die Aufstiegsränge als auch der Vorsprung von Emsdetten auf Eintracht Hagen, das derzeit den 16. Tabellenrang belegt. „Natürlich ist das eine besondere Situation für mich, da ich für Hamm schon gespielt habe und kurz vor der Rückkehr dorthin bin“, gibt Krings gerne zu „Und es sind ja auch nicht mehr so viele Wochen, die dazwischen liegen. Da ist man schon ein wenig angespannter. Aber ich spiele noch für Emsdetten, stehe bis zum 30. Juni dort unter Vertrag. Und weil es für uns um sehr viel geht, muss ich das Bestmögliche für das Team tun. Um die drei Punkte zu holen – obwohl es sehr schwer wird.“

Mehrere Chancen zum Klassenerhalt vergeben

Dass der TVE noch nicht gesichert ist, liegt für den Mittelmann, der im Sommer gemeinsam mit Emsdettens Rechtsaußen Marten Franke zum ASV wechseln wird, daran, dass „wir gleich mehrere Chancen vergeben haben, um den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern“, weiß Krings, der das Fünf-Punkte-Polster nicht als Ruhekissen ansieht. „Und unser Restprogramm ist nicht das einfachste. Denn nach Hamm kommt Balingen zu uns, danach spielen wir noch in Ferndorf und dann zuhause gegen Dresden. Wir sehnen uns danach, beruhigter in die letzten Spiele zu gehen und es nicht auf den letzten Spieltag ankommen lassen zu müssen.“

Dass er mit dem angestrebten Sieg seinen neuen Kollegen die letzte Aufstiegsmöglichkeit nehmen könnte, ist dem 29-Jährigen bewusst, zumal er sich sicher ist, dass der ASV diesen letzten Strohhalm weiter festhalten möchte. „Ich denke, dass es die minimale Chance noch gibt. Und solange es rechnerisch möglich ist, ist der Glaube bei den Spielern sowieso immer da“, versichert er. „Wobei es für den ASV natürlich schwer wird. Vom Restprogramm her wird Nordhorn nicht mehr viele Federn lassen, Balingen ist ein bisschen weiter weg. Es wird schwer, den Aufstieg zu realisieren. Aber die Jungs kämpfen dafür – das haben sie ja schon bewiesen.“

Kontakt auf Sparflamme

Die Kontakte zur neuen Mannschaft hält der Spielmacher derzeit eh auf Sparflamme, weil „ich glaube, dass es wichtig ist, mich auf Emsdetten zu konzentrieren. Und für die Spieler in Hamm ist es wichtig, zu gucken, was dieses Jahr ist. Deswegen will ich mich da gar nicht einmischen oder Kontakte intensivieren.“

Zum letzten Mal in derHammer Arena war Krings bei der bisher letzten Meisterschaftspartie beider Teams am 25. Februar 2018, die der ASV deutlich mit 33:25 gewann. „Natürlich war ich in letzter Zeit öfter in Hamm“, sagt er. „Da aber eher auf Wohnungssuche.“ Mittlerweile hat er ganz in der Nähe von Frankes neuer Wohnung eine Bleibe gefunden, in die „ich noch diesen Monat umziehen werde. Die letzten Tage in Emsdetten werde ich dann bei einem Mannschaftskollegen verbringen, ehe es in den Urlaub geht.“

Zehn Tage wird es mit der Freundin nach Andalusien gehen, den Rest der freien Zeit wird er dann in Hamm sein. „Ich bin froh, dann ein bisschen runter zu kommen“, sagt er. „Denn es ist schon eine lange Saison. wenn man so sehr noch unter Druck steht.“

Bevor es soweit ist, hofft er, „dass wir beim ASV gewinnen. Auch wenn das ganz schwer wird. Aber das bin ich dem Verein schuldig.“ Den Aufstieg möchte er selbst spätestens gerne im nächsten Jahr mit seiner neuen Mannschaft nachholen. „Denn das habe ich bisher auch noch nie erlebt.“

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