Schwere Aufgabe für Rhynern gegen den SV Lippstadt 08

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Felix Bechtold

HAMM - Es war ein sonniger, aber durchaus frischer Sonntag. Ein paar Grad über dem Gefrierpunkt herrschten an diesem 30. November des vergangenen Jahres, als der SV Lippstadt 08 das bislang letzte Meisterschaftsspiel in der Fußball-Oberliga verlor. 0:2 unterlag das Team von Daniel Farke vor einem halben Jahr gegen die SpVgg. Erkenschwick – und legte danach eine beeindruckende Serie von 13 Spielen ohne Niederlage hin.

„Das wird eine ganz schwere Aufgabe für uns“, sagt Björn Mehnert, Trainer des SV Westfalia Rhynern, der die Lippstädter Mittwoch Abend um 19.30 Uhr zum Nachholspiel am Papenloh erwartet. „Die werden mit einer ganz breiten Brust bei uns antreten, die haben ein enormes Selbstvertrauen. Aber jede Serie geht irgendwann mal zu Ende, vielleicht ja bei uns.“ Wie ernst die Gäste, die nach einer miserablen ersten Saisonhälfte mittlerweile auf den siebten Rang geklettert sind und nur vier Punkte weniger auf dem Konto haben als die Westfalia, die Partie nehmen, zeigte am vergangenen Sonntag Coach Farke. Denn er war extra nach Rhynern gereist und beobachtete die Partie der Mehnert-Elf gegen den VfB Hüls (2:1). „Das unterstreicht nur, dass Daniel absolut professionell arbeitet“, so der Westfalia-Coach.

Doch auch die Gastgeber haben die Saison noch lange nicht aufgegeben, auch wenn Mehnert vor zehn Tagen nach der 0:3-Niederlage beim ASC 09 Dortmund das Aufstiegsrennen abgehakt hatte. Doch die Rhyneraner haben lediglich sechs Punkte Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz, der ebenfalls zum Sprung in die Regionalliga berechtigt – und haben noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. „Für mich hat sich das Thema trotzdem erledigt. Das hat nichts mit fehlendem Glauben zu tun“, sagt Mehnert. „Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen noch eine Menge Spaß haben. Die Jungs sollen alles rausknallen.“

Und ihre gute Laune soll auch nicht darunter leiden, dass der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband der Westfalia die Lizenz für die Regionalliga verweigert hat, da der Sportplatz „Am Papenloh“ nicht die Sicherheits-Mindeststandards erfüllt. „Wir als Mannschaft beschäftigen uns damit nicht“, sagt Mittelfeldspieler Felix Bechtold. „Wir wissen, dass sich der Verein müht. Wir haben da viel Vertrauen in die verantwortlichen Leute. Und wenn der Verein die vom Verband geforderten Dinge stemmen kann, wird er schon sein Veto gegen den Bescheid einlegen.“ Allerdings würde dies nur Sinn machen, wenn die Rhyneraner die sechs Punkte Rückstand auf RW Ahlen aufholen – und dazu benötigt die Westfalia heute Abend unbedingt einen Dreier gegen den SV Lippstadt 08. „Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie tat dieser Erfolg über Hüls einfach gut. Darauf lässt sich aufbauen, auch wenn wir wissen, dass wir besser spielen können als in dieser Partie“, erklärt Bechtold – und fügt hinzu: „Ich denke aber, dass uns das gegen Lippstadt gelingen wird. Denn ein Gegner, der sich nicht hinten reinstellt und mitspielt, liegt uns besser.“

Die Rhyneraner müssen auf den verletzten Markus Maier, letztmals auf den rotgesperrten David Schmidt und erneut auf Mathieu Bengsch, der aber wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, verzichten. - –pad–

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