Handball

Schwere Aufgabe für den ASV in Saarlouis 

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Fällt lange aus: Jan-Lars Gaubatz.

Hamm - Zwei Wochen ruhte der Spielbetrieb in der 2. Handball-Bundesliga beim ASV Hamm-Westfalen. Zeit, die die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt genutzt hat, um sich auf die anstehende englische Woche mit den schweren Partien bei der HG Saarlouis (Samstag/19.30 Uhr), gegen Nordhorn am Mittwoch und in Rimpar am kommenden Samstag vorzubereiten.

„Im Grunde ist ja jede Aufgabe in der Liga gleich schwer“, ist es für Pfannenschmidt derzeit eigentlich egal, wie die Gegner heißen. „Vom Niveau her sind fast alle Teams ganz eng zusammen. Und für uns ist es zurzeit ja schon gut, dass wir auswärts spielen – da tun wir uns leichter, warum auch immer. Deswegen freuen wir uns auf die Aufgabe.“

Mit 7:3 Punkten rangieren die Hammer derzeit auf dem vierten Platz der Gasttabelle – allerdings liest sich die Bilanz der HG Saarlouis in eigener Halle noch besser. Fünfmal trat das Team mit seinem neuen Trainer Heine Jensen, der zuvor verantwortlich für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft war, vor eigenem Publikum an, fünfmal ging es als Sieger vom Feld.

„Das Team hat in dieser Saison einen ganz anderen Charakter bekommen als in den vergangenen Jahren“, lobt Pfannenschmidt. „Trainer und Spieler wurden getauscht. Und der Verein baut ähnlich wie wir auf junge Leute wie die Junioren-Nationalspieler Jerome Müller und Lars Weissgerber. Dazu haben sie mit Ibai Meoki Etxebeste einen überragenden Mann auf Rückraum Mitte bekommen. Was der macht, ist richtig hohe Handballkunst.“

Der Spanier ist Dreh- und Angelpunkt im Spiel der HG, die punktgleich in der Tabelle mit dem ASV (12:12) im Mittelfeld der Liga positioniert ist. Aufbauend auf einer starken 6:0-Deckung um den weiteren Neuzugang Yann Polydore (kam vom Erstligisten Balingen) spielen die Saarländer „einen richtig guten Ball.“

Die Hammer haben die erste Woche nach der Heimniederlage gegen Coburg genutzt, um im athletischen Bereich zu arbeiten, da „wir aufgrund der Nationalmannschaftspause nicht komplett waren“, sagt der Coach. Ondrej Zdrahala sammelte mit dem tschechien Team Selbstvertrauen – vor allem seine acht Tore am Sonntag gegen Belgien dürften dem Hammer Spielmacher gut getan haben.

Die Nachwuchsakteure Björn Zintel und Savvas Savvas hatten zeitgleich eine Einladung zum Lehrgang des deutschen Junioren-Nationalteams wahrgenommen. Der Grieche überlegt, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen.

Seit Montag steckt die Mannschaft in der Vorbereitung für die Partie in Saarlouis – mit einer Ausnahme. Jan-Lars Gaubatz musste sich wie befürchtet einer Operation seiner verletzten Wurfhand unterziehen und wird lange ausfallen. „Der Diskus im Handgelenk war völlig zerfetzt“, sagt Pfannenschmidt. „Er muss sechs Wochen Gips tragen und wird wohl vor Februar nicht wieder einsteigen können.“

Ein Ausfall, den der wiedergenesene Stephan Just kompensieren soll. „Wir haben uns da ein paar Dinge mit Apollo im rechten Rückraum überlegt, damit er Julian Possehl entlasten kann“, sagt der Trainer, der betont, den Ausfall von Gaubatz aus dem eigenen Lager auffangen zu wollen. „Ersatz brauchen wir nicht. Wir haben noch 14 Spieler im Kader und können auf der Position zur Not auch mit einem Rechtshänder spielen.“

Erfreuliche Notiz am Rande: Fabian Huesmann ist nach auskuriertem Kreuzbandriss wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Er ist ein guter Typ und wichtig für die Mannschaft“, sagt Pfannenschmidt, warnt aber vor zu großen Erwartungen an den Linksaußen. „Dennoch wird er vor Februar sicher noch nicht wieder spielen können.“

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