Schwere Aufgabe für Westfalia Rhynern in Marl

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Schwerer Gang zum TSV Marl-Hüls: Dustin Wurst (von links), Gerrit Kaiser und David Schmidt.

HAMM - Die Ergebnisse aus den ersten drei Pflichtspielen sind nicht gerade so ausgefallen, wie es sich Spieler und Offizielle des SV Westfalia Rhynern vorgestellt haben.

Doch die Art und Weise, wie sich die Mannschaft des Fußball-Oberligisten im Westfalenpokal bei den Sportfreunden Siegen (0:2) im Meisterschafts-Heimspiel gegen das selbe Team (0:0) und beim 1:3 nach Verlängerung im Kreispokal gegen den Nachbarn Hammer SpVg verkauft hat, lässt Björn Mehnert durchaus optimistisch in die Zukunft blicken. „Wir haben es gegen eine gut aufgestellte HSV in den ersten 35 Minuten verpasst, mehr als ein Tor zu erzielen. Und in der Verlängerung hatten wir selbst mit zehn Leuten noch gute Möglichkeiten“, sagt der Westfalia-Trainer vor dem ersten Liga-Auswärtsspiel beim Aufsteiger TSV Marl-Hüls am Sonntag (15 Uhr/Loekampstadion). „Das ist ein gutes Zeichen. Daher gibt es auch keinen Grund, sauer zu sein. Die Jungs haben alles investiert.“

Dennoch hofft Mehnert, dass sich in Marl zu einer guten Leistung am Ende auch der erste Dreier gesellt: „Jetzt geht es einfach darum, zu gewinnen, um in die Spur zu kommen“, sagt er, weiß aber, dass das beim TSV nicht leicht werden wird. „Marl hat eine starke Mannschaft, die nach dem Aufstieg noch einmal mit einigen Regional- und Oberligaspielern verstärkt worden ist – und mit Erwig und Westerhoff hatten sie ja bereits in der Vorsaison zwei Akteure, die schon höher gespielt haben, dabei.“ Dirk Jasmund muss allerdings aufgrund einer Rotsperre aus der ersten Begegnung in Erkenschwick, die der TSV mit 2:1 gewann, zusehen, und der Einsatz von Alexander Thamm (Rückenprobleme) ist noch fraglich.

Auch Mehnert muss seine Startelf – ungeachtet seiner taktischen Überlegungen erneut umbauen. Kevin Messner ist nach Gelb-Rot im Pokalspiel gesperrt, Thorben Menne musste mit einer leichten Zerrung das Spielfeld verlassen und ist „eher keine Option“, sagt Mehnert, der zudem weiter auf die Langzeitverletzten Bengsch, Böhmer und Maier verzichten muss. Dafür kehren Martin Zakrzewski und Christoph Debowiak in den Kader zurück.

Die eine oder andere Überraschung hat Mehnert für seinen Marler Kollegen Michael Schrank noch parat. „Wir haben sowohl vom System als auch vom Personal her die Möglichkeit zu variieren“, ist er froh, dass er auf einen breiten Kader zurückgreifen und zudem die Ausrichtung seiner Mannschaft ändern kann. Während die Westfalia noch zum Meisterschaftsauftakt gegen die Sportfreunde Siegen mit einer 4-2-3-1-Ausrichtung auflief, war es gegen die HSV ein 3-5-2-System, das dem Nachbarn aus dem Hammer Osten lange zu schaffen machte. „Zwei, drei Änderungen“ kündigt der Rhyneraner Coach an. Wer neu ins Team kommen wird und mit welchem System es spielen wird, will er aber noch nicht verraten.

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