Eishockey

Schwedischer Neuzugang für Hammer Eisbären - Niederlage gegen Hamburg

Andreas Valdix (rechts) verstärkt die Hammer Eisbären, konnte die Niederlage gegen Hamburg aber nicht verhindern.
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Andreas Valdix (rechts) verstärkt die Hammer Eisbären, konnte die Niederlage gegen Hamburg aber nicht verhindern.

Eishockey-Oberliga-Neuling Hammer Eisbären verliert so langsam den Kontakt zu den unteren Mittelfeldplätzen - obwohl im Heimspiel gegen die Crocodiles Hamburg ein Neuzugang aus Schweden sein Debüt gab.

Hamm - Zwei Tage nach dem überraschenden Gewinn des Extrapunktes durch die 3:4-Niederlage in der Overtime in Leipzig folgte am Neujahrsabend die große Ernüchterung bei den Hammer Eisbären. Mit 1:4 (0:2, 1:1, 0:1) verlor das Schlusslicht auf eigenem Eis auch die dritte Begegnung mit den Crocodiles aus Hamburg. „Wir kommen so langsam, sind besser organisiert. Doch wenn man vorn keine Tore schießt, dann kann man nicht gewinnen“, ärgerte sich Trainer Ralf Hoja einmal mehr über die schwache Chancenverwertung.

Viel schlimmer als die neuerliche Pleite waren allerdings die Nachrichten, die Hoja über den Jahreswechsel erreichten. Die Knieverletzung von Verteidiger Samuel Dotter stellte sich inzwischen als Meniskusriss heraus. Der Tscheche muss operiert werden und fällt vermutlich sechs Wochen aus. Noch länger könnte die Zwangspause für Stürmer Michel Maaßen dauern, der sich in Herne schwer an der Schulter verletzte. Die MRT-Untersuchung ergab jetzt, dass sich Maaßen ein Band in der Schulter gerissen und ein weiteres angerissen hat. „Ob er in dieser Saison überhaupt noch einmal spielen kann, wissen wir nicht“, meinte Manager Jan Koch.

Andreas Valdix ist der dritte Kontingentspieler

Der überraschte vor der Partie gegen Hamburg mit einem weiteren Neuzugang. Mit dem Schweden Andreas Valdix wurde kurz vor dem Jahreswechsel ein dritter Kontingentspieler verpflichtet. Der 36-jährige Stürmer traf einen Tag vor Silvester in Hamm ein und hatte wenige Stunden vor dem Jahreswechsel ein kurzes Training in der Eishalle absolviert.

Der in Malmö geborene Valdix wurde sogar 2003 in der vierten Runde vom NHL-Klub Washington Capitals gedraftet, kam aber nie in der besten Eishockey-Liga der Welt zum Einsatz. Der Angreifer spielte viele Jahre lang für die Malmö Redhawks und anschließend für IK Oskarshamn in der schwedischen Liga, landete schließlich nach einem zweijährigen Gastspiel beim HC Innsbruck (Österreich) auf der britischen Insel, wo er die Trikots der Sheffield Steelers und von Milton Keynes Lightning trug. In den beiden vergangenen Jahren stand er in der ersten rumänischen Liga bei Gyergyói HK unter Vertrag, für den er in 60 Spielen 65 Scorerpunkte (21 Tore/44 Assists) erzielte.

Wie reagiert Milan Svarc?

Der Tscheche Milan Svarc, der neben seinem Landsmann Michal Spacek eine der Hammer Kontingentstellen besetzt, wurde von Koch bereits am Silvestertag informiert. „Wir haben Milan freigestellt, ob er erst einmal bei uns bleiben möchte. Unser Trainer hätte dann die Qual der Wahl, weil ja immer nur zwei Ausländer spielen dürfen“, erklärte Koch.

Bei seinem Debüt gegen die Crocodiles zeigte Valdix immerhin gute Ansätze, vergab aber nach zwei Minuten gleich die große Chance zur Führung. Ohnehin begannen die Eisbären druckvoll, nutzten aber ihre Möglichkeiten nicht. Weitaus effektiver agierten die Hamburger im Abschluss. Nach zehn Minuten nutzte Patrick Saggau eine Konfusion in der Defensive der Eisbären zum 0:1, kurz darauf gelang den Gästen in Überzahl durch Thomas Zuravlev das 0:2 (15.).

Florian Kraus trifft in Überzahl

Im zweiten Abschnitt hielten die Hammer weiter gut mit, doch ließen Ibrahim Weißleder, Igor Furda und Kevin Ordendorz beste Möglichkeiten aus. Eiskalt dagegen die Gäste, die einen schnellen Konter durch Saggau (39.) zum 0:3 abschlossen. „Die müssen nur auf unsere Fehler warten“, schimpfte Hoja, der 30 Sekunden vor Drittelende immerhin das erste Tor bejubeln durfte, das Florian Kraus in Überzahl erzielte. Dabei verbuchte Valdix seinen ersten Assistpunkt im Eisbären-Trikot.

Im Schlussdrittel geriet der Erfolg der Crocodiles nicht mehr in Gefahr. Den Hamburgern gelang vier Minuten vor dem Ende sogar noch das 1:4 durch Rico Rossi. Am Sonntag stehen die Eisbären um 19 Uhr bei den Hannover Indians vor der nächsten hohen Hürde.

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