Schubert und Schornberg trainieren in Australien

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Bereiten sich in Sydney auf das Olympia-Jahr vor: Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert.

Sydney - Es sind Schmerzen der ungewohnten Art. Zumindest für Sebastian Schubert, der sich derzeit genauso wie Jasmin Schornberg im Rahmen eines Trainingslagers in Australien aufhält, um sich dort für die Olympia-Saison fit zu machen.

„Mir tun die Füße weh“, stöhnt der 27 Jahre alte Sportsoldat, nachdem er einmal mehr mit einigen anderen Kanuslalom-Fahrern Fußball gespielt hatte, um sich vom Trainingsalltag ein wenig abzulenken. Doch bis auf diese kleinen Probleme an den unteren Extremitäten geht es dem gebürtigen Heessener bestens. Kein Wunder, denn bei 30 Grad und einer Menge Sonnenschein in „Down Under“ lässt es sich für die beiden Slalom-Asse des Kanurings Hamm derzeit bestens aushalten. „Das gute Wetter hat natürlich dafür gesorgt, dass die Grillsaison schon eröffnet wurde“, sagt Schubert – und lacht dabei laut. Aber so sehr die beiden ihren Aufenthalt in Sydney auch genießen, an erster Stelle steht das harte Training auf der Olympiastrecke von 2000.

Dieser Kanal ist vom Schwierigkeitsgrad vergleichbar mit dem in Markkleeberg, wo für Schubert und Schornberg Anfang April die beiden entscheidenden Rennen um das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro auf dem Programm stehen. „Das Wasser läuft in Sydney anders als in Markkleeberg. Aber für das Technik-Training und die ersten Trainingswettkämpfe eignet sich der Kurs sehr gut“, erklärt Schubert. Neben den Einheiten auf dem Wasser steht den Slalom-Kanuten zudem ein Kraftraum zur Verfügung, wo viermal pro Woche trainiert wird. Und zur Abwechslung finden im Laufe des vierwöchigen Trainingslagers auch noch zwei Weltcuprennen statt – das erste von Freitag bis Sonntag, das zweite zwei Wochen später.

Diese beiden Rennen sind zwei von drei Wettkämpfen, die Schubert vor der Olympia-Qualifikation Anfang April bestreiten wird. „Für mich gilt es dabei, den Wettkampfmodus wieder aufzunehmen und das umzusetzen, was ich mir im Winter antrainiert habe“, sagt Schubert, der sehr genau die Fehler analysiert hat, die ihm in der vergangenen Saison die ein oder andere bessere Platzierung gekostet hatten. Dafür hat er auch einige Stunden vor dem Computer gesessen und die Wettkämpfe seiner Konkurrenten genauso wie seine eigenen genau unter die Lupe genommen. „Wichtig ist, die eigenen Fehler abzustellen und Optimierungen in der Linienwahl zu finden“, erläutert der Weltranglistenzweite, der mit guten Ergebnisse bei den beiden Rennen in Australien diese Position verteidigen will.

Was das Thema Olympia-Qualifikation angeht, ist Schubert genauso wie Schornberg derzeit noch sehr entspannt. „Aktuell geht es darum, stabil sehr gute Leistungen zustande zu bringen“, meint er. Den Feinschliff für die wahrscheinlich wichtigsten Wettkämpfe seines Lebens will sich Schubert, der noch nie bei Olympia dabei war, dann ab März in Deutschland auf den Quali-Strecken in Markkleeberg und Augsburg holen.

Nicht ganz so viel Druck wie Schubert hat derweil Schornberg, die 2012 bei den Olympischen Spielen in London dabei war. Dennoch trainiert sie genauso intensiv und motiviert wie ihr Vereinskollege. Zeit zum Ausspannen hat sie daher auch noch nicht gehabt. „Ganz ehrlich, bisher ist neben den Trainingseinheiten noch nicht viel Aufregendes passiert“, sagt Schubert. „Das Training erfordert eben auch eine gute Regeneration. Allerdings freue ich mich auch schon auf den ersten trainingsfreien Tag am nächsten Dienstag. Da werde ich mich höchstwahrscheinlich am Bondi Beach entspannen und ein paar Wellen absurfen.“ Und sollten ihm dann erneut die Füße schmerzen, wird er das sicher ebenfalls gut verkraften.

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