Schornberg und Schubert haben Grundlagen gelegt

Sebastian Schubert und Jasmin Schornberg.

HAMM -  Mit einem Trainingslager in Penrith bereitete sich die nationale Kanu-Slalom-Elite fast vier Wochen lang auf die Wettkampfsaison 2015 vor. Dabei auch die beiden Hammer Spitzenathleten Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert, die Mittwoch in München landeten und gleich weiter ins Leistungszentrum nach Augsburg fuhren.

Beide legten in Australien die Grundlagen für eine Saison mit zahlreichen Herausforderungen. „Sebastian und Jasmin waren mit den Rahmenbedingungen in Penrith sehr zufrieden, fühlen sich körperlich absolut fit“, sagte Heimtrainer Jürgen Schubert vom Kanu-Ring Hamm. „Jetzt geht es für sie darum, in den kommenden Wochen die nötige Wettkampfphysis zu erlangen.“ Jahreshöhepunkte im vorolympischen Jahr sind die Weltmeisterschaften auf der Olympiastrecke von London im September, bei der es um die Quotenplätze für Rio 2016 geht, und die Heim-EM Ende Mai in Markkleeberg.

Kajak-Bundestrainer Thomas Apel, Chef der Trainingsexpedition, war mit Quantität und Qualität der Einheiten auf und an der Olympiastrecke von Sydney sehr zufrieden: „Wir haben die günstigen klimatischen Bedingungen voll ausgenutzt.“ Mit der Teilnahme an den Australian Open, bei denen Sebastian Schubert Rang vier und Jasmin Schornberg Rang zehn belegten, konnten wertvolle Schlüsse über den Stand der Vorbereitung gezogen werden. An der dort fehlenden Tempohärte und technischen Stabilität im Finale wurde in den nachfolgenden zweieinhalb Wochen konsequent gefeilt. „Aufgrund des internationalen Vergleichs zeichnet sich schon ab, dass auch 2015 die Trauben des Erfolgs hoch hängen werden“, erklärte der Bundestrainer

Bei der WM Mitte September im Lee Valley White Water Centre, dem Olympiakurs von London 2012, geht es in vier Kategorien um die Quotenplätze für die Spiele in Rio de Janeiro. Erster internationaler Jahreshöhepunkt aus Sicht des deutschen Kanu-Slalom-Teams sind aber Ende Mai die Europameisterschaften in Markkleeberg, der einzige Auftritt vor heimischem Publikum in dieser Saison.

Vor allen internationale Starts hat der Verband aber – wie in jedem Jahr – die anspruchsvolle nationale Qualifikation aus vier Rennen innerhalb von neun Tagen gesetzt, am 25. und 26. April zunächst in Markkleeberg, eine Woche später dann auf dem Eiskanal in Augsburg. Die drei besten Ergebnisse kommen dabei in die Wertung. „Das ist bei der nationalen Leistungsdichte allein schon eine echte Herausforderung“, erklärte Jürgen Schubert. Für einen Platz im Nationalteam der Saison qualifizieren sich in den vier olympischen Kategorien die jeweils besten drei Boote dieser Serie. Bevor es in der Qualifikation für die neuen Teams der Saison 2015 richtig ernst wird, ist ein ICF-Weltranglistenrennen in Markkleeberg am letzten Märzwochenende Saisonauftakt in Deutschland, Härtetest und Standortbestimmung.

Darauf werden sich Schubert und Schornberg ab sofort in Augsburg gezielt vorbereiten. „Das wird für beide im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz schon eine echte Standortbestimmung“, meinte Heimtrainer Jürgen Schubert, der Ende März auch noch Markkleeberg reisen wird, um seine Schützlinge vor Ort zu betreuen. - WA

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