Schönherr triumphiert bei Winterlaufserie

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Souveräner Sieger der Winterlaufserie: David Schönherr (LSF Münster).

HAMM -  Mit einem Freudensprung über die Ziellinie und einem Jubelschrei feierte David Schönherr am Sonntag seinen souveränen Sieg beim Halbmarathon des OSC Hamm. Der 23-Jährige von den LSF Münster hatte zum Abschluss der Winterserie nicht nur die Konkurrenz in Grund und Boden gelaufen, sondern auch dem Führenden Philipp Kaldewei (LV Oelde) den Gesamtsieg entrissen.

Schönherrs Triumph zeichnete sich bereits kurz nach dem Start ab. Als er nach 300 Metern das Jahnstadion in Richtung Kanal verließ, lag er schon gut 30 Meter vor dem Gesamtführenden Kaldewei. Das Bild änderte sich auf den folgenden Kilometern nicht. Schönherr setzte sich dank der Tempomacher-Dienste seines Teamkollegen Philipp Brouwer, 2006 selbst Sieger der Winterlaufserie, immer weiter von den Verfolgern ab. Als die Spitze nach gut sieben Kilometern zum zweiten Mal ins Stadion lief, hatte Schönherr bereits die 44 Sekunden Gesamt-Rückstand auf den Oelder auf Null gebracht.

Brouwer stieg kurz darauf aus der Tempo-Arbeit aus und überließ Schönherr, der bereits über 15 km gewonnen hatte, und Stefan Wiese (HSP Münster Laufteam) auf dem langen Teilstück Richtung Schloss Oberwerries das Feld. „Eine Zeitlang haben wir uns an der Spitze abgewechselt. Bei Kilometer zwölf habe ich mich so gut gefühlt, dass ich das Tempo angezogen habe. Erst auf dem letzten Stück habe ich es rollen lassen“, erzählte Schönherr nach seinem einsamen Zieleinlauf nach 1:14:10 Stunden. Eine kleine Ewigkeit von 1:37 Minuten dauerte es, ehe sein Vereinskollege Philipp Beckmann vor Wiese über die Linie sprintete.

Kurze Zeit später sprang auch Beckmann vor Freude in die Luft, als klar war, dass auch er im Gesamtklassement noch um die Winzigkeit von drei Sekunden an Kaldewei vorbeigezogen war. Der Mann aus Oelde belegte bei der Winterlaufserie damit bereits zum dritten Mal Platz drei. Seine Laune war trotz vergebener Siegchance weit besser als vor dem Start: „Am Anfang lief wenig, dann gar nichts. Ab Kilometer 15 ging es dann trotz des Trainingsrückstandes richtig gut. Am Ende des Parks konnte ich sogar wieder die Führenden sehen.“ Malik Farhat von der LG Hamm-Kamen-Holzwickede war wie schon über 10 und 15 km schnellster Hammer Läufer. Er überquerte nach 1:20:55 Stunden als 18. die Ziellinie. In der Gesamtwertung belegte er den 16. Rang.

Bei den Damen nutzte Anne Holtkötter die Abwesenheit der nach zwei Läufen klar vor ihr liegenden Christiane Postert (LG Ems Warendorf) und Rebecca Zimmermann. Der Münsteranerin reichte im Halbmarathon der zweite Platz (1:34:10 Stunden) hinter der souveränen Siegerin Sophia Salzwedel (HSP Münster/1:32:09), um die Serienwertung mit 1:12 Minuten Vorsprung auf die über 21,1 km viertplatzierte Marleen Holtsträter (TuS Uentrop/1:34:45) zu gewinnen. Dritte – im Rennen wie in der Serie – wurde die am Sonntag lange Zeit führende Claudia Reimering. Jutta Weßelmann von Tri-As Hamm landete auf Rang acht.

Holtkötter war erst tags zuvor bei der deutschen Seniorenmeisterschaft in Düsseldorf über 800 Meter an den Start gegangen und hatte in ihrer Altersklasse Silber gewonnen. „Ich dachte mir: Den Lauf wirst du in Hamm zu spüren bekommen. Aber es ging zum Glück gut“, sagte die 54-Jährige.

Sie hatte nach dem Wintereinbruch am Samstag ebenso mit der mal mehr, mal weniger glatten Strecke zu kämpfen wie alle anderen. „Klar ist Schnee doof, vor allem in den Kurven. Aber die Strecke war insgesamt besser zu laufen als die 10 km vor vier Wochen. Die Organisation war wie immer super“, sagte Holtkötter. Ausrichter OSC verzeichnete am Sonntag ein so kleines Starterfeld wie lange nicht mehr. Nur 688 Aktive hatten sich um 11 Uhr auf die 21,1 Kilometer lange Strecke gemacht. Das sind gut 300 weniger als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Der Verein will für die 40. Auflage der Serie Informationen einholen, wie teuer es ist, die Strecke vom Schnee räumen zu lassen. - sst

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