1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

Schnelle Chance zur Revanche im Verfolgerduell

Erstellt:

Von: Günter Thomas

Kommentare

Auf die Leistung von Felix Storbeck und seinem Torhüterkollegen Vladimir Bozic wird es ankommen.
Auf die Leistung von Felix Storbeck und seinem Torhüterkollegen Vladimir Bozic wird es ankommen. © Bruse

Die Gelegenheit zur Revanche kommt schnell: Der Stich ins Herz, den Stefan Salger dem ASV Hamm-Westfalen am 9. Februar mit seinem 26:25-Siegtreffer für die Eulen Ludwigshafen mit der Schlusssirene versetzt hat, ist noch in lebhafter Erinnerung, da treffen sich beide Mannschaften keine vier Wochen später schon wieder zum Rückspiel.

Hamm – Dieses Mal würden die Hammer den Spieß gerne umdrehen und am Freitag (19.15 Uhr/Westpress Arena) nach dem Abpfiff in eigener Halle zum Siegertanz ansetzen.

„Friesenheim ist schlagbar“, war sich ASV-Spielmacher Dani Baijens direkt nach der ebenfalls nur schwer verdaulichen Niederlage seines Teams am Sonntag beim neuen Tabellenführer HSG Nordhorn-Lingen sicher und ergänzte entschlossen. „Wir müssen einfach die Punkte holen.“

Baijens selbst zog sich beim Duell in Nordhorn nach einer Viertelstunde eine schmerzhafte Blessur am linken Arm zu, kam dann aber zur Schlussphase der Begegnung auf das Spielfeld zurück – weil Sören Südmeier umgeknickt war und ebenfalls nicht weiterspielen konnte.

Die Vorbereitung auf das Duell der beiden direkten Verfolger des aktuell die Aufstiegsränge belegenden Führungsduos HSG Nordhorn-Lingen (38:12 Punkte) und VfL Gummersbach (36:10) lief entsprechend suboptimal. Zumal noch weitere Akteure im Training kürzer treten mussten. „Die Situation ist gerade schwierig. Wir werden bei dem einen oder anderen kurzfristig entscheiden, ob er auflaufen kann“, sagt der Trainer, ohne ins Detail gehen zu wollen. „Angesichts der engen Taktung der Spiele in der zweiten Saisonhälfte kann das immer mal wieder passieren. Andere müssen solche Probleme auch lösen.“

Dazu kommt die Tatsache, dass die zuvor absolvierte englische Woche mit den Duellen gegen Tusem Essen (25:29) sowie beim EHV Aue (26:25) und in Nordhorn (24:27) viel Kraft gekostet hat.

Sand im Getriebe der Gäste

Doch auch bei den Gästen ist nach dem perfekten Start aus der Winterpause mit Siegen gegen Dormagen (25:23) und den ASV (26:25) sowie beim TV Großwallstadt (29:27), Sand ins Getriebe geraten. Im Heimspiel gegen den EHV Aue führte das Team von Trainer Ceven Klatt bis in die Crunch-Time, verlor aber überraschend mit 23:25. Auch die Eulen hatten in der Partie mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Pascal Bührer, Jan Remmlinger (beide Rückraum Mitte), Pascal Durak (Rechtsaußen), Jannek Klein (Rückraumrechts) und Julius Meyer-Sieber (Rückraumlinks) fehlten.

Unabhängig davon, mit welchem Personal beide Teams antreten werden, steht für den Gästecoach fest: „Da begegnen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, da werden Kleinigkeiten entscheiden. Wir müssen in der Abwehr kompakt stehen, dennoch mutig sein und einen guten Rückzug haben. Und gute Torhüter sind immer die Grundlage für Erfolge.“

Aufgrund der Tatsache, dass das Hinspiel gerade erst gewesen ist, hatten zumindest die Trainer etwas weniger Arbeit bei der Spielvorbereitung. „Normalerweise sehe ich mir zur Vorbereitung immer vier, fünf Spiele unserer Gegner an“, sagt Lerscht. „Jetzt habe ich mich sehr intensiv mit dem Hinspiel und dem letzten gegen Aue beschäftigt, weil die Eindrücke bei der Mannschaft noch präsent sind.“

Zu beachten bei den Eulen? „Ich bin nicht im Bilde darüber, wer da spielen kann“, sagt Lerscht. „Aber die Wurfgewalt von Nationalspieler Hendrik Wagner und Salger ist natürlich immer Thema.“

Ein entscheidender Faktor im Kampf um den Sieg könnte das Publikum werden. 1600 Fans sind zugelassen. Es wird Tickets an der Abendkasse geben (2G-plus-Regel).

Auch interessant

Kommentare