Schlussspurt für die Hammer Eisbären

HAMM -  Nur 37 Sekunden waren in der Overtime gespielt, als Joseph Lewis mit seinem Treffer das Eisstadion am Pferdeturm in Hannover zum Schweigen brachte. Fast zum Schweigen – die gut 100 mitgereisten Fans der Hammer Eisbären hatten keinen Grund, Trübsal zu blasen. Sie feierten ihren „Stimmungskiller“.

Der Eishockey-Oberligist hatte soeben eines der dramatischsten und ereignisreichsten Saisonspiele mit 6:5 für sich entschieden – nach 3:5-Rückstand gegen die Hannover Indians. „Die Jungs haben gearbeitet wie die Tiere, obwohl uns die Partie gegen Frankfurt am Freitag richtig Kraft gekostet hat. Der Sieg war gut die Moral“, sagte Hamms Trainer Milan Vanek.

Und er war gut für die Tabelle. Denn in einer Endrunde, in der es hinter den Frankfurter Löwen nur Trostpreise zu verteilen gibt, will Vanek mit seiner Mannschaft der Beste vom Rest werden. „Der zweite Platz ist das Optimum, was wir erreichen können“, so der Coach.

Es kam nicht von Ungefähr, dass es die erste Sturmreihe mit Lewis, Dennis Palka und Michel Maaßen war, die das Zeitstrafen-Festival vor der imposanten Kulisse von knapp 1800 Zuschauern zu einem für Hamm glücklichen Ende brachte. Fünf der sechs Treffer gingen auf das Konto des überragenden Trios, darunter die beiden Tore im Schlussdrittel, die die Eisbären nach Hannovers 5:3 (41.) überhaupt erst in die Verlängerung brachten. „Auch nach dem Tor für Hannover habe ich an den Sieg geglaubt. Ich glaube immer“, sagte Vanek.

Mit der Partie bei den Icefighters Leipzig beginnt für Hamm am Freitag die Rückserie in der Oberliga-Endrunde. Noch fünf Partien, dann ist die Saison vorüber. Erst danach soll laut Sport-Manager Thorsten Licht die Entscheidung darüber fallen, mit welchem Trainer die Eisbären in die neue Saison gehen. Vanek, der das Team im Herbst vom entlassenen Waldemar Banaszak übernahm, hat Interesse an einem weiteren Engagement am Maxipark signalisiert. „Es ist noch nichts entschieden“, sagt Licht. „Bis Mitte April soll alles geklärt sein.“ - sst

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