In der Fußball-Oberliga Westfalen:

Sieglos-Schlusslicht Hammer SpVg empfängt Spitzenreiter FC Gütersloh

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Mrcel Todte (rechts, hier im Derby gegen Rhynern) wird der HSV am Sonntag fehlen.

Auf die Hammer SpVg wartet am Sonntag (15 Uhr) die schwierigste aller Aufgaben. Das sieglose Schlusslicht der Fußball-Oberliga Westfalen empfängt den FC Gütersloh, er mit Maximal-Punktzahl an der Spitze der Tabelle steht. 

Hamm – 26. Mai 2019, Heidewald in Gütersloh: Joel Grodowski, Pascal Schmidt und Leon Tia sorgen mit ihren Toren für den 3:0-Erfolg der Hammer SpVg beim FC Gütersloh und sichern den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga. Sonntag, 11. Oktober 2020: Der FC Gütersloh tritt als Tabellenführer beim Schlusslicht HSV an. 505 Tage liegen dazwischen – und 27 Punktspiele ohne Sieg der Gastgeber in Folge. Nicht nur, dass in der Tabelle die „maximale Anzahl an Plätzen zwischen uns liegt“, wie Hamms Trainer Steven Degelmann sagt, macht wenig Hoffnung auf eine Trendwende. 

Gütersloher Stärke: Erst ein Gegentor

„Die Mannschaft hat einen guten Lauf, viel Selbstvertrauen, ist ziemlich ausgeglichen besetzt, kann sich auf die Standards verlassen und hat aus ihrer Situation heraus eine gewisse Ruhe entwickelt“, sagt Degelmann über die Gäste, die als Spitzenreiter keinen Hurra-Stil pflegen, sondern aus einer sehr stabilen Abwehr heraus ihre Spiele gewinnen. Erst ein Gegentor kassierte das Team von Julian Heese.

Degelmann: "Wir sind nicht weit weg"

 Dem Tabellenstand entsprechend spiegelt sich bei der HSV der krasse Gegensatz: 23 Gegentore in den sieben Spielen der jungen Saison, Unsicherheiten in allen Bereichen, keine Konstanz. Mal gibt es Mutmacher wie das 1:2 im Derby gegen Rhynern, dann wieder Rückschläge wie jüngst beim 1:6 gegen Kaan-Marienborn. Niederlagen mit der Mannschaft aufzuarbeiten und zu bewerten, das sei inzwischen Alltag. Die Essenz: „Viele Spiele, bis auf Ennepetal und Kaan, waren knapp. Wir sind nicht weit weg, um anzukommen und zu punkten“, sagt Degelmann, und: „Der Glaube daran ist weiter ungebrochen da.“

Taktgeber im Mittelfeld fehlt

 Zumindest ein Stabilisator und Taktgeber im Mittelfeld würde dem Hammer Spiel gut tun, doch Zugänge wird es vorerst nicht geben. Das Transferfenster bis zum Wintermarkt ist geschlossen, der Etat ausgereizt – für Degelmann geht es mit dem 23er Kader weiter. „Unsere Situation ist nicht leicht, da laufen uns die Spieler nicht die Türen ein. Da müsste es schon einen Überraschung sein, die uns über den Weg läuft“, sagt er. 

Torjäger Todte fehlt verletzt

Die naheliegenden Personalprobleme brennen da eher unter den Nägeln: Ausgerechnet gegen die stärkste Abwehr der Liga wird Marcel Todte fehlen. Der Torjäger klagt über Adduktorenprobleme. „Bei der Dichte des Spielplans werden wir bei ihm nichts riskieren“, sagt Degelmann. Gleiches gilt für Andrei Lorengel, der bereits gegen Kaan-Marienborn nicht im Kader stand. „Er hat Donnerstag mittrainiert. Er will unbedingt spielen, aber wir müssen sehen, wie sein Knie darauf reagiert“, sagt der Trainer. Ein Fragezeichen steht hinter Tim Breuer, der im jüngsten Spiel kurz vor dem Ende massiv abgeräumt wurde und eine Bänderdehnung davongetragen hat. 

Kevin Scierski steht wieder im Tor

Halil Can Dogan wird, weil verletzt, am Sonntag zuschauen müssen, während Yunus Emre Cakir und Hosan Ahmed wieder voll mittrainiert haben und einsatzbereit sind. In der Torwartfrage hat sich Degelmann für Sonntag festgelegt: Kevin Scierski, der sein Oberliga-Debüt im HSV-Trikot gab, wird trotz des Sechserpacks von Kaan-Marienborn wieder für Joel Kiranyaz zwischen den Pfosten stehen, denn: „Er hat es gut gemacht, einige Sachen noch stark herausgeholt und klare Ansagen gemacht.“

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