ESV und SCE: Handball-Spielgemeinschaft in der Planung

+
Wolfgang Regener und Uwe Rühle (rechts), die Vorsitzenden von SCE Heessen und ESV Hamm, sprechen derzeit über eine neue Spielgemeinschaft.

HAMM -  Die Kräfte im Hammer Handball werden sich weiter konzentrieren. Jetzt planen auch die Handball-Abteilung des ESV Hamm und der SC Eintracht Heessen für die kommende Saison eine Spielgemeinschaft, die ab September in der Bezirksliga mit einer Männer- und einer Frauen-Mannschaft starten soll.

Da die Spielgemeinschaft HSE Hamm nach Beschluss der beteiligten Vereine TuS 59 Hamm, Hammer SpVg und ESV Hamm zum 15. Mai 2014 aufgelöst wird, werden die einzelnen Abteilungen der Klubs „reanimiert“. Der Vorstand der HSV hat inzwischen eine Erklärung unterzeichnet, in Zukunft auf die Handballer zu verzichten, die deshalb geschlossen in den TuS 59 übergehen. Der TuS 59 bildet ab kommender Saison mit dem ASV Hamm die Spielgemeinschaft Handball Hamm. Da will der Eisenbahner-Sport-Verein allerdings nicht mitspielen. „Ich war von Beginn an gegen diese Zusammenarbeit“, erklärte Uwe Rühle, Handball-Abteilungsleiter des ESV und seit vier Wochen auch 1. Vorsitzender des Gesamtvereins. „Von mir kam auch immer die einzige Stimme gegen dieses Vorhaben“, bestätigte er. Bei seiner Wahl an die Vereinsspitze holte er sich auch die Rückendeckung der ESV-Mitglieder, die Handball-Abteilung ins Leben zu rufen. „Da wir das allein nicht stemmen können, mussten wir uns einen geeigneten Partner suchen“, erklärte Rühle. Und den scheinen die „Eisenbahner“ jetzt im SC Eintracht Heessen gefunden zu haben, der noch vor sechs Jahren an die Tür zur Oberliga klopfte, dann fast in die Pleite schlidderte und inzwischen bis in die 1. Kreisklasse abstürzte.

Vor einigen Wochen fand die erste Kontaktaufnahme statt, inzwischen hat es schon Gespräche zwischen dem ESV und dem geschäftsführenden Vorstand des SCE gegeben. „Wir sind uns schnell einig geworden“, bestätigte Heessens Vorsitzender Wolfgang Regener, der in der Zusammenarbeit mit dem ESV die Chance sieht, den Handball in Heessen auch für andere Aktive wieder interessanter zu gestalten. Denn schließlich würde der ESV die Spielberechtigung für die Bezirksliga – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen – mit in die Spielgemeinschaft bringen. „Wir sind im Besitz der schriftlichen Vereinbarung vom 8. Mai 1991, dass wir im Falle der Auflösung der HSE als Spielberechtigung die Klassen der zweiten Mannschaften mitnehmen“, betonte Rühle.

„Aus eigener Kraft würden wir es derzeit nicht schaffen, den Sprung von der 1. Kreisklasse bis in die Bezirksliga zu schaffen“, sagte Regener, der sich zudem durch die Zusammenarbeit mit dem ESV Unterstützung im ehrenamtlichen Bereich und bei der Trainer-Besetzung verspricht. „Wir werden natürlich in dieser Hinsicht noch unsere 290 Mitglieder mit ins Boot nehmen“, versprach Regener. Doch die Zeit drängt. Denn bis zum 15. März müssen beim Handball-Verband die Mannschaften für die kommende Saison gemeldet werden. Wieviele Aktive es derzeit unter den 50 Mitgliedern der ESV-Abteilung gibt, konnte Rühle nicht genau sagen. „Wir fangen ja praktisch wieder bei Null an. Doch es gibt auch einige Unzufriedene innerhalb der HSE, die den gemeinsamen Weg mit dem ASV nicht gehen wollen“, erkärte Rühle. Und die will er in den nächsten Wochen überzeugen, in Zukunft für die Spielgemeinschaft des ESV mit dem SCE aufzulaufen.

Zumindest im Jugendbereich sind die Heessener gut aufgestellt. „Wir haben von den Minis bis zur A-Jugend alle Altersklassen besetzt“, erklärte Regener. „Wir haben sieben Nachwuchs-Mannschaften.“ Über andere Dinge haben sich die Vorstände der beiden Vereine, die weiter bestehen bleiben, bisher keine Gedanken gemacht. „Wir müssen jetzt erst einmal sehen, dass wir sowohl im Damen- als auch im Herren-Bereich eine schlagkräftige Truppe für die Bezirksliga zusammen bekommen“, erklärten Rühle und Regener übereinstimmend. „Wenn uns das gelingt, dann können wir uns auch mit den anderen Sachen wie dem Namen der Spielgemeinschaft und dem Spielort beschäftigen.“ Fakt ist, dass neben der Sachsenhalle in Heessen wieder der alte ESV-Standort Lüders-Halle wieder belebt werden soll. Welche Mannschaften schließlich wo auflaufen, wird dann später entschieden. - P. Sch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare