Pfannenschmidt erwartet Reaktion seiner Mannschaft

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Björn Zintel wird wegen einer Magen- und Darmverstimmung nicht mit nach Würzburg fahren können.

Hamm - Es gibt Dinge im Leben, die sind einfach nicht zu erklären. Diese Auffassung vertritt momentan auch Niels Pfannenschmidt, Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen. Denn die Frage, warum seine Mannschaft nur vier Tage nach dem glanzvollen Auftritt in Saarlouis vor eigenem Publikum eine 23:30-Klatsche gegen die HSG Nordhorn-Lingen kassierte, kann der Coach nicht beantworten. „Ich weiß es einfach nicht“, sagt Pfannenschmidt.

Die fünfte Niederlage im achten Heimspiel hat für reichlich Diskussionsstoff rund um die Westpress-Arena in Werries gesorgt. Manager Kay Rothenpieler und Geschäftsführer Franz Dressel nahmen sich am Donnerstag die Mannschaft zur Brust. „Natürlich war die Sache mit mir abgesprochen“, bestätigt Pfannenschmidt, der persönlich nicht dabei war. „Das war eine klare Ansage. Aber jetzt ist es aber auch gut“, sagt der Coach. „Es gibt keine Disharmonien in der Mannschaft. Wir haben keine Arschlöcher in der Truppe, auch keine Cliquenbildung. Wir verstehen uns richtig gut.“ Pfannenschmidt erwartet am Samstag im schweren Auswärtsspiel in der Würzburger s.Oliver-Arena bei der DJK Rimpar (19 Uhr) eine entsprechende Reaktion seiner angeschlagenen Truppe: „Wir waren alle enttäuscht, Vorstand, Trainer und Spieler. Ich bin mir sicher, dass das am Samstag ganz anders aussehen wird.“

Auswärts tritt seine Mannschaft ohnehin viel selbstbewusster als vor eigenem Publikum auf. „Das ist offenbar unser Ding“, beteuert der Trainer, der sich selbst von der enormen Heimstärke Rimpars nicht beeindrucken lässt. Erst ein Spiel haben die Wölfe vor eigenem Publikum verloren. „Das ist mir völlig egal. Wir sind auswärts auch stark. Deswegen wollen wir die Punkte mitnehmen“, sagt der Coach. Dass damit die offenbar vorhandene Blockade bei Spielen in der Westpress-Arena nicht gelöst werden kann, weiß Pfannenschmidt. „Dann folgt eben auch ein Sieg im nächsten Heimspiel, und fertig!“ betont der Hammer Coach.

Die Gastgeber stellen eine Mannschaft mit einem überragenden Torhüter und einer sehr stabilen Abwehr. „Rimpar wirft selbst nicht viele Tore, kassiert aber auch nur wenige“, weiß der ASV-Trainer, der darauf setzt, dass seine Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert auftreten wird. „Wir brauchen das Tempospiel und auch die schnellen Gegenstoß-Tore“, sagt Pfannenschmidt, der zudem zwei weitere wichtige Eigenschaften erwartet: Mut und Entschlossenheit. Extra-Gespräche hat er unter der Woche mit den Aufbauspielern Ondréj Zdráhala und Stephan Just geführt. „Beide müssen jetzt Verantwortung übernehmen. Das habe ich ihnen deutlich gesagt“, betont der Trainer.

Neben den beiden verletzten Fabian Huesmann (Aufbautraining nach Kreuzband-riss) und Jan-Lars Gaubatz, der nach einer Operation am Handgelenk vermutlich noch bis Mitte Januar ausfallen wird, müssen die Hammer wahrscheinlich auch auf Björn Zintel verzichten. Der Rückraumspieler meldete sich gestern mit einer Magen- und Darmverstimmung ab. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit nach Würzburg fahren kann“, plant Pfannenschmidt nicht mit dem Rückraumakteur.

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