Eishockey-Oberliga startet mit nur acht Vereinen

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Die Hammer Eisbären werden sich in der Oberliga zunächst nur mit sieben anderen Teams messen können.

HAMM -   Reichlich Gesprächsbedarf wird es am Samstag ab 10 Uhr bei der Ligentagung des Eishockey-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen im Dortmunder Eissportzentrum an den Westfalenhallen geben.

Denn ein Alleingang des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Sachen Oberliga-Endrunde sorgt unter den Vereinen und auch bei NRW-Ligenleiter Markus Schweer für Unverständnis. „Das werden wir nicht hinnehmen“, kündigt Schweer schon einmal Widerstand aus dem Landesverband an.

Grund dafür ist der Modus, den der DEB mit Blick auf den Aufstieg in die DEL2 vorgeschlagen hat. Zunächst wird es im Westen eine Oberliga-Serie mit acht Klubs geben. Die besten Vier erreichen die Verzahnungsrunde mit der Oberliga Ost. Nachdem zuvor der DEB für die Aufstiegsrunde dem Süden vier, dem Norden zwei sowie dem Osten/Westen zwei Plätze für die Play-offs zugesagt hatte, wurde die Runde jetzt auf ein Halbfinale mit zwei Süd-, einem Nord und einem Ost/West-Vertreter reduziert. „Das ist ungerecht, denn der Osten und Westen waren in den vergangenen Jahren immer stärker als der Norden“, echauffiert sich der Ligenleiter.

Nach derzeitigem Stand werden vermutlich acht Klubs in der Oberliga West starten. „Offiziell auf der Liste stehen auch noch die Kassel Huskies“, betont Schweer. „Obwohl ganz Deutschland weiß, dass die Hessen in der DEL2 spielen wollen, haben sie sich noch nicht offiziell aus der Oberliga West abgemeldet.“ Die Huskies befinden sich momentan mitten in einem Insolvenzverfahren. Dennoch laufen in Kassel die Planungen für einen Start in der zweithöchsten deutschen Profi-Klasse auf Hochtouren.

Aus finanziellen Gründen verzichtet haben die Bulldogs aus Unna-Königsborn und der Neusser EV, die beide in der NRW-Liga einen Neuaufbau starten. Die aufgestiegenen Frankfurt Lions werden durch die eigene 1b-Mannschaft ersetzt. Neben den Hammer Eisbären werden noch die Miners aus Herne, die Moskitos aus Essen, die Panther aus Grefrath, die Füchse aus Duisburg, die Bären aus Neuwied und die Ratinger Ice Aliens an der Doppelrunde im Westen teilnehmen, die vermutlich von Anfang Oktober bis Mitte Januar laufen wird.

Unklar ist auch noch, welche Runde jene vier Mannschaften spielen, die nicht die Verzahnungsspiele mit der Oberliga Ost erreichen. Möglich ist entweder eine Pokalmeisterschaft mit den letzten vier Teams aus dem Osten, oder aber mit den besten vier Mannschaften aus der Regionalliga West.

„Darüber werden die Vereine bei der Ligentagung abstimmen“, erklärt Schweer. Die Eisbären werden in Dortmund durch den neuen Pressesprecher Jan Koch vertreten. -  P. Sch.

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