Saisonauftakt ohne Testspiel für den SK Germania Herringen

Lucas Karschau, Kapitän des SK Germania Herringen Rollhockey.
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Heiß auf den Saisonstart: Lucas Karschau.

Da, wo die vergangene Saison der Rollhockey-Bundesliga für den SK Germania Herringen abrupt geendet hat, geht die neue am Samstag für den Deutschen Meister wieder los: Beim RSC Cronenberg.

Hamm – Die Lust auf Rollhockey? Extrem groß. Seit dem 8. März haben Lucas Karschau und seine Mitspieler des deutschen Rollhockey-Meisters SK Germania Herringen kein Pflichtspiel mehr bestritten. Eine mehr als sechsmonatige Pause, die am Samstag mit der Auftaktpartie in der Bundesliga beim RSC Cronenberg (Samstag/15.30 Uhr) ihr Ende findet – ausgerechnet dort, wo sich das Team mit einem 5:1-Erfolg unfreiwillig in die lange Zwangspause verabschiedet hat. „Wir sind sehr froh, dass wir weiter unseren Sport ausüben dürfen“, sagt Karschau. „Auch wenn das jetzt eine kleine Umstellung für uns wird, nachdem wir so lange nur trainiert haben. Aber wir sind guter Dinge und gut vorbereitet.“

Ungewohnt ist die Situation allemal. Durch Corona. Und durch die Tatsache, dass die Mannschaft bedingt durch die Pandemie ohne Testspiel in die Meisterrunde starten muss. Der Supercup, den das Team in den vergangenen Jahren stets als Generalprobe genutzt hat, wurde in diesem Jahr nicht ausgetragen. „Aber in den Trainingseinheiten geht es gut zur Sache“, macht sich Karschau keine Sorgen darüber, dass seine Mannschaft mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen haben könnte.

Mit Neuzugang Niklas Nohlen

Für Neuzugang Niklas Nohlen, der den nach Calenberg abgewanderten Milan Brandt ersetzen soll und vom freiwillig aus der 1. Liga zurückgezogenen Team des RHC Recklinghausen zum SK Germania gewechselt ist, dürfte es dennoch erst einmal eine Umstellung sein, mit den neuen Kollegen zusammen aufzulaufen. „Der wird direkt ins kalte Wasser geworfen“, sagt Karschau, der vom neuen Mitspieler aber einen guten Eindruck im Training gewonnen hat. „Er kann als Strafraumstürmer die Bälle gut verwalten und ist sehr abschlussstark.“

Dass sie ihren neuen Mitspieler gut gebrauchen können, steht bereits jetzt fest. Denn die Herringer werden nicht in stärkster Besetzung die Reise nach Wuppertal antreten müssen. Liam Hages muss krankheitsbedingt passen, ist in dieser Woche noch krank geschrieben, kann frühestens in der kommenden Woche wieder die Rollschuhe anziehen. Robin Schulz klagt seit einiger Zeit über Knieprobleme und muss ebenfalls pausieren. „Das sind schon zwei wichtige Leistungsträger, die uns zum Auftakt fehlen werden“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt „Dazu kommt, dass unser Torhüter Timo Tegethoff angeschlagen ist.“ Der Nationalsspieler klagt über eine starke Prellung am Handgelenk. Als Ersatz steht Michael Schartner parat. Auch Stefan Gürtler, der zum Ende der vergangenen, abgebrochenen Saison wieder zum Kader gehört, hat darum gebeten, vorerst noch zu pausieren, weil seine Frau hoch schwanger ist.

Veränderungen auch bei Cronenberg

Auch der Gastgeber musste im Sommer umbauen. „Der Verein hat zwei wichtige Säulen zum Saisonende verloren“, weiß Brandt. So wechselte Max Thiel, mit 20 Toren erfolgreichster Schütze der Cronenberger in der vergangenen Saison, nach Spanien zum Club Hoquei Lloret. Kurz darauf verließ mit Nationalspieler Otto Platz Iglesias ein weiterer torgefährlicher RSC-Akteur den Verein, um beim französischen Meister Saint Brieux sein Glück zu suchen. Neu im Team sind dafür der erfahrene Torhüter und frühere Herringer Patrick Heise (früher Glowka/von ERG Iserlohn) sowie U20-Nationalspieler Lukas Friese, der damit aus Remscheid zu seinem Stammverein nach Cronenberg zurückkehrt.

Auch in seiner aktuellen Besetzung sieht Lucas Karschau den Auftaktgegner als schwer zu bohrendes Brett. „Das ist eine junge Mannschaft, die in der vergangenen Saison bewiesen hat, dass sie oben mitspielen kann“, zeigt der SKG-Kapitän Respekt vor dem Tabellenvierten der Vorsaison. Und auch die coronabedingt unsichere Lage im Wettkampfsport kann Karschau mittlerweile akzeptieren. „Damit, dass man flexibler sein und von Spiel zu Spiel gucken muss, habe ich mich abgefunden“, sagt er. Bei einer Niederlage in Cronenberg dürfte ihm das wesentlich schwerer fallen.

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