Fußball

Droht der Corona-Abbruch? Der Fußball- und Leichtathletik-Verband bezieht Stellung

Droht den Fußballern eine erneute Zwangspause?
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Droht den Fußballern eine erneute Zwangspause?

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) betrachtet „die steigenden Infektionszahlen in seinem Verbandsgebiet mit Sorge“, sagt Christian Schubert aus der Stabsstelle Kommunikation.

Hamm - Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr gelte laut FLVW „für uns und unsere Mitglieder unverändert der Grundsatz, dass die Gesundheit und die Eindämmung des Infektionsgeschehens an erster Stelle stehen“.

Aus diesem Grund habe der FLVW vor Saisonbeginn Maßnahmen getroffen, die „Risiken zu minimieren“. Als Beispiele nennt Schubert „Muster-Hygienekonzepte, eine kostenlose Tracking-App zur Erfassung von Personendaten sowie viele weitere Serviceangebote“.

Die spielleitenden Stellen auf kreislicher und überkreislicher Ebene seien sensibilisiert, Begegnungen „von Mannschaften mit positiven oder Verdachtsfällen im Zweifel lieber abzusetzen und neu zu terminieren“. Zudem sei im Zuge der Allgemeinverfügung des Kreises Unna der dringende Rat an alle Klubs in ganz Westfalen erfolgt, auf dem Sportgelände einen Mund-Nasen-Schutz für alle Personen außerhalb des Spielfeldes (Zuschauer, Auswechselspieler, Funktionäre) verpflichtend zu machen.

Eine Saisonunterbrechung sei „Stand jetzt“ aber „kein Thema“. Lokale Lösungen wie jüngst im Kreis Unna seien denkbar. Jedoch stützen laut Schubert Expertenmeinungen die These, dass eine Ansteckung auf dem Fußballplatz „sehr unwahrscheinlich“ sei. Das hatte kürzlich DFB-Arzt Dr. Tim Meyer gesagt. „Zudem ist uns bis dato kein einziger Fall bekannt, dass es in unserem Verbandsgebiet auf oder neben den Sportplätzen nachweislich zu Ansteckungen gekommen ist“, so Schubert.

Mindestens 50 Prozent der Spiele absolvieren

Entsprechend zuversichtlich sei der FLVW, dass „in allen Spielklassen zumindest 50 Prozent aller Spiele bis zum Saisonende absolviert werden können“. Möglich ist das bis zum 30. Juni 2021. Sind 50 Prozent der Partien absolviert, wird die Saison gewertet. Bislang sei kein Verein mit der Bitte des Saisonabbruchs an den FLVW herangetreten.

„Sollte sich das Infektionsgeschehen oder die politische Verfügungslage in den kommenden Wochen ändern, ist der FLVW jederzeit in der Lage, flexibel und angemessen auf die Auswirkungen für den Spielbetrieb zu reagieren. Aufgrund der dynamischen Entwicklung sind Spekulationen über einen Saisonabbruch zum jetzigen Zeitpunkt – auch aufgrund des verlängerten Spieljahres bis Ende Juni 2021 – aus unserer Sicht zu früh“, stellt Schubert klar.

Das sagen Hammer A-Liga-Fußballer zu einem möglichen Saisonabbruch.

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